Katie Bernet, Beth is dead
„Am Neujahrsmorgen liegt Beth nicht in ihrem Bett. Ich werfe im Vorübergehen vom Flur aus einen Blick ins Zimmer und mir bleibt kurz das Herz stehen. Sonnenlicht fällt auf ihr Kissen, Staub tanzt in der Luft. Normalerweise sollte Beth um diese Zeit in ihre Steppdecke gekuschelt friedlich schlummern, aber da ist nur eine Delle in der Matratze. Ich stelle mich auf die Zehenspitzen und atme auf, als ich sehe, dass Amy auch nicht da ist. Oben im Stockbett liegt bloß ihre zerwühlte Decke.“ (S. 7)
Als sich die beiden Schwestern Jo und Amy auf die Suche nach ihrer Schwester Beth machen, finden sie diese zu ihrem Entsetzen tot im Schnee. Als klar ist, dass sie ermordet worden ist, macht sie die Polizei auf die Suche nach dem Täter. Bald schon kommen zahlreiche Geheimnisse ans Licht und alle Personen aus Beths Umfeld geraten unter Verdacht.
„Familie Power wohnte mit ihren drei Söhnen Louis, Johnny und Cian am Waldrand in der Nähe einer großen Stadt. Das Haus hatte Trevor mit seinen eigenen Händen gebaut, was er gelegentlich gern betonte. Seine Frau Eva wünschte sich eigene Hühner. Die Familie hatte einen großen, wunderschönen Garten. Also baute Trevor dort einen Hühnerstall. Natürlich mit seinen eigenen Händen.“
„Auf einem alten, schrammeligen Hof, nicht weit vom Meer, lebt Kringel, ein kleines Schwein. Eigentlich lebt es ganz zufrieden. Bis an einem herrlichen Sommertag – zack! – Besuch von oben kommt. Lachmöwe! Lachmöwe landet neben Kringel und erzählt vom weißen Sand, vom großen blauen Meer, von Wellen und herrlich wildem Wind um den Schnabel.“
„Welche Länder grenzen an Österreich?
»Wisst ihr was?«, ruft Papa Maus, »heute geht’s zum Picknick raus! Durch die schöne Frühlingswelt wandern wir in Wald und Feld!« Dieses Picknick wird ein Hit. Alle helfen tüchtig mit. So viel Klöße wiegen schwer! »Papa, gib den Rucksack her!« Ringsherum im Frühlingswald froher Vogelruf erschallt.“ (S. 10-14)
„Wir Menschen streben stets danach, das Leben einfacher zu gestalten, und wir entwickeln Mittel zur Erforschung der Welt, damit wir sie besser verstehen und erklären können. Daraus ergeben sich die Geschichte der Wissenschaft und die größten Entdeckungen der Menschheit. Homo sapiens, unsere Art, lebt seit etwa 100 000 Jahren auf der Erde. Unsere jüngsten Vorfahren hatten fast den gleichen Körperbau und sahen uns sehr ähnlich, aber ihre Gedankenwelt war eine ganz andere.“ (S. 6)
„Eine mittelmäßige Hexe. Sie wäre beleidigt gewesen, hätte es nicht gestimmt. Sie konnte mit einem Fingerschnipsen ihren Kaffee aufwärmen und ihren Schatten bitten, den Mantel zu holen. An einem guten Tag brachte sie auch ein Feuerwerk zustande oder zwei. Wohnzimmertricks. Würde sie gewinnen, würde sie eine richtige Hexe werden wie die aus den alten Märchen.“ (S. 10)
„Oscar sitzt schon eine Weile im Hof und macht das, was er in letzter Zeit häufig macht – er langweilt sich. Er langweilt sich so sehr, dass es ihm vorkommt, als wäre die Zeit ein zäher Kaugummi, der sich immer mehr in die Länge zieht. Aber ihm fällt einfach nichts ein. Gar nichts. Kein Fitzelchen einer Idee.“
„Mina drückt den Turboantrieb fest, wischt die Klebereste an ihrer Jeans ab und nickt. »Fertig!« Die Flugmaschine ist perfekt: Raketenform, Goldglitzerstreifen und Spezialfunktionen. Vorne der Gegenwindschirm, hinten die Nachtbeleuchtung und innen die Knöpfe und Hebel für die Steuertechnik.“ (S. 7)
„Zwei Kinder werden im selben Krankenhaus geboren. Zwei Stimmchen schreien laut, dann schweigen sie. Ihre Herzen stocken. Ihre Lungen bleiben leer. Menschen rennen, Maschinen piepen. Eltern schreien. Nach einer Ewigkeit strömt neue Luft in ihre Lungen. Zwei Herzchen schlagen. Vor Freude schluchzen die Eltern. Alles ist gut gegangen. Wäre da nicht … Wäre da nicht ein Riss im Universum, der nun von einer Welt zur anderen führt.“ (S. 7)