„Liebe Beatrice, verzeih mir, wenn ich heute Morgen etwas abgelenkt war. Dank dir ist mir eingefallen, dass ich eine äußerst wichtige Pflicht vernachlässigt habe. Das Siegel des Rastlosen Schläfers muss überprüft werden! Unglücklicherweise obliegt diese Aufgabe einem alten schusseligen Borstenvieh wie mir. Denn ich habe vollkommen vergessen, wo sich das Siegel befindet.“ (S. 55)
Auf dem Planeten Irpa lebt die junge adoptierte Beatrice gemeinsam mit ihrem Großvater, dem Zaubereber Alfirid, und der Katze Nim. Als sie im Wald nach Zutaten für ein Brillier-Elixier sucht, trifft sie auf Cadwaller, einen Galdurier, der die Hilfe Alfirids benötigt, um einen Text aus der vergessenen Sprache der Galdurier zu übersetzen. Als Bea und Cad das Haus des Zauberers erreichen, müssen sie feststellen, dass er spurlos verschwunden ist.
In der Küche entdeckt Cad eine Nachricht für Bea, in der er mitteilt, dass er sich auf den Weg gemacht hat, um das „Siegel des Rastlosen Schläfers“ zu überprüfen. Bea hat keine Ahnung, was das „Siegel des Rastlosen Schläfers“ sein soll und macht sich große Sorgen um Opa, der in letzter Zeit immer vergesslicher geworden ist. Gemeinsam mit Cad und ihrer Katze Nim macht sich Bea auf die Suche nach ihrem Großvater.
Im Wald verlieren die drei recht bald die Orientierung, doch Cad, der wenig von Karten und Büchern hält, glaubt den richtigen Weg zu kennen. Sie treffen auf Troggels, raupenähnliche Wesen, die sich als harmlos erweisen und nur vom Moos der Bäume ernähren. Mit Hilfe des Glases der Ewigen Flamme, einem Feuer, das sie in einem Glas mit sich führt und für Großvater bewacht, machen sie sich zum Schlafen gehen ein Lagerfeuer.
Trotz tagelanger Suche und Wanderung durch Wald und Ebene gelingt es ihnen nicht, die Spur des Zauberers aufzunehmen. Bea ist verzweifelt und möchte die Suche nach Opa alleine weiterführen. Kurz nachdem sich die Wege der beiden getrennt haben, wird Bea von einer Mörtelfliege gestochen und beginnt zu versteinern. Cad, der sich die Sache anders überlegt hat, kehrt gerade rechtzeitig zu Bea zurück, um sie zu retten. Als sie aus ihrer Versteinerung erwacht, findet sie sich in Grotschas Haus wieder. Als diese Alfirids Nachricht liest, schickt die Hexe die Suchenden auf den Weg zum Sitzenden König und zum Verfluchten Tempel, in dem sich das Siegel befinden soll. Ein Weg voller Hindernisse und Gefahren steht ihnen bevor.
Der Auftakt zur Comic-Reihe Lightfall entführt seinen jungen Leserinnen und Leser in eine fantastische Welt voll Zauber, Magie und dunkler Gefahren. Neben der sympathischen jungen Heldin und ihrem fröhlichen Begleiter, begeistern auch die zahlreichen außergewöhnlichen Gestalten, die sich nicht alle als friedlich und freundlich gesinnt erweisen.
Ein überaus lesenswertes Kinderbuch im Comic-Stil, das durch seine ansprechende Erzählkunst, Fantasie und ausdrucksstarke Bilderwelt zu begeistern weiß und ein aufregendes Leseabenteuer in einer magischen Fantasiewelt verspricht.
Tim Probert, Lightfall - Das verlorene Licht. Aus d. Reihe: Lightfall Bd. 1, ill. v. Tim Probert, übers. v. Julia Gehring [Orig. Titel: Lightfall – The Girl and the Galdurian], ab 10 Jahren
Stuttgart: Planet! Thienemann Verlag 2026, 256 Seiten, 18,50 €, ISBN 978-3-522-50949-7
Weiterführende Links:
Planet! Thienemann Verlag: Tim Probert, Lightfall - Das verlorene Licht
Homepage: Tim Probert
Bard College Berlin: Julia Gehring (engl.)
Andreas Markt-Huter, 05-02-2026