Lesen in Tirol: Jahresrückblick 2025
Ein spannendes Jahr und herausforderndes Jahr neigt sich seinem Ende zu. „Lesens in Tirol“ möchte mit einem kurzen Rückblick einige Berichte und Themen dieses Jahres Revue passieren lassen.
Auch in diesem Jahr wurde in zahlreichen Beiträgen aus der Welt des Lesens zu den Bereichen Schule, Büchereien, Buchklub und Literatur rund um Tirol und Österreich berichtet. Neben Projekten und Materialien zur Leseförderung, amtlichen Mitteilungen, Leseveranstaltungen u.a. wurden wieder zahlreiche Buchneuerscheinungen für die verschiedensten Altersgruppen vorgestellt. Vom Bilderbuch für die ganz kleinen, über Erstlesebücher, Fantasyromane bis hin zu Sachbüchern, Romanen und Gedichtbänden für Erwachsene.
Wenn man über etwas trauert, das man vage als schön empfindet, gerade weil es vergangen ist, beschleicht einen manchmal das Gefühl von Melancholie. Diese kann sich als künstlerische Haltung bis hin zum Genre ausbilden, man denke etwa an Joseph Roth und seinen Abgesang auf die Monarchie, an Gerhard Fritschs Roman „Moos auf den Steinen“, oder Franz Tumlers „Der Schritt hinüber“.
„Flo wäre beinahe mein elftes Leben gewesen. Es war an einem Sommerabend mitten im Schuljahr, auf einer Brücke. Ich habe sie nie gefragt, warum sie springen wollte. Ich hätte sie zum Büro der Zählstelle schleifen können, sie verpfeifen, meinen letzten Punkt einsammeln und, wie vorgesehen, vor der Volljährigkeit ein Tugendhafter werden können. Aber ich hab’s bleiben lassen. In einer ganz auf den Wert des menschlichen Lebens aufgebauten Gesellschaft ist man mit dem Vermerk «selbstmordgefährdet» in seiner Akte das Allerletzte.“ (S. 32)