John Green, Eine wie Alaska
Jugendromane sind letztlich an keine Spielregeln gebunden wie die sogenannten Erwachsenenromane, daher darf in ihnen kreuz und quer all das erzählt werden, was sonst verschwiegen wird.
Eine wie Alaska ist ein Roman, der sich ungebremst über alle Gattungen hinweg setzt, indem er sie teils ironisch, teils herzergreifend imitiert. Der sechzehnjährige Miles bricht als Ich-Erzähler eines Tages von Florida aus auf, um das Leben in die Hand zu nehmen. In einem Internat in Alabama soll sich endlich das Leben entfalten. Seine Spezialität sind sogenannte letzte Worte von Berühmtheiten, die er ständig zitiert.
„Ritter Tobi und der kleine Drache Hoppla leben auf Burg Funkelstein. Dort gibt es noch mehr Ritter. Und weil die gerne gegen einen so kleinen Drachen kämpfen würden, muss Tobi seinen Freund immer gut verstecken.“ (5)
Der griechische Kirchenvater Johannes Chrysostomus bemerkte im 4. Jhd. n. Chr. "Wir schulden den Tieren größere Güte und Aufmerksamkeit aus vielen Gründen. Aber vor allen Dingen, weil sie der gleichen Herkunft sind wie wir."
„Grantel schlüpft durch die Katzenklappe ins Haus. Größer ist er nämlich nicht. Echte Hauswichtel sind nicht besonders groß. Sie sind klein, flink und grantig. Und tragen immer graue Kleider, bis auf die rote Zipfelmütze, darum entdeckt man sie fast nie.“ (8)
„Carl Friedrich von Humboldt hielt die Morgenausgabe der Zeitung aufgeschlagen über dem Frühstückstisch. Sein Gesicht lag im Schatten. Vorne auf dem Titelblatt stand in großen Lettern geschrieben: Kaiser Wilhelm der Zweite ermordet. Abscheuliches Attentat am Kaiserpaar geht vermutlich auf das Konto der Sozialisten. Steht Deutschland vor dem Bürgerkrieg?“ (16)
„Die Klonkriege wüten und die Galaxis ist gespalten: Auf der einen Seite steht die Republik, angeführt von Kanzler Palpatine und dem Senat. Eine Gruppe von Jedi befehligt die Streitkräfte der Republik und führt treue Klontruppen in die Schlacht. Auf der anderen Seite stehen die Separatisten.“ (9)
„Ich hätte wissen müssen, was ich mir damit antat, Nicki alles zu erzählen. Wie schlecht ich mich danach fühlen würde. Ich hatte so getan, als sei das alles nur ein Klacks für mich. Ich hatte mir eingeredet, dass ich dem armen Mädchen half, mit dem Tod ihres Vaters fertig zu werden …“ (80)
„Leo fürchtet sich vor dem Dunkel. Das Dunkel wohnte im selben Haus wie Leo, einem großen Haus mit einem knarrenden Dach, glatten, kalten Fensterscheiben und allerlei Treppen.“
„Die Steine …“, begann Sabra. „Die Steine irren sich!“, schrie Maia. „Ich bin die Tochter des Webers. Ich bin keine Sonnenfängerin!“ Sie warf sich auf den Boden, rollte sich auf den Bauch und verbarg den Kopf in den Armen. „Und ich habe Angst! Das Feuer hat mich gebrannt. Das Feuer war in mir. …“ (167)
„Sind wir hier in der Vergangenheit, Henry, fragte Anne. Plötzlich hielt sie die Luft an und flüsterte dann: Philipp!“ Er sah auf. Anne deutete auf den Hügel. Dort stand ein riesiger Dinosaurier!“ (43)