Aktuelle Buchtipps

 

Matthias Politycki, Dies irre Geglitzer in deinem Blick

h.schoenauer - 11.10.2016

Im Volksmund wird das Geglotze, das sich die Helden an der Bar kurz vor dem Umsinken in das Antlitz schmieren, lyrischer Blick genannt. Feiner ausgedrückt handelt es sich dabei um „dies irre Geglitzer in deinem Blick“.

Matthias Politycki lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass er das lyrische Handwerk beherrscht. Aus dieser Kompetenz heraus gibt er seine 111 Gedichte in eine Umrahmung, die vorne aus dem idealen Gedicht herausträufelt und hinten mit einem Kellner beschlossen wird, der alles abräumt und die Bude morgenfertig macht.

Rupert Matthews, Abenteuerferien im Regenwald

andreas.markt-huter - 10.10.2016

„Onkel Renaldo nimmt mich mit zu seiner Forschungsstation. Die liegt mitten im Regenwald. Onkel Renaldo beobachtet dort die Tiere in freier Wildbahn. Ich freue mich schon darauf, ihm bei seiner Arbeit zu helfen!“ (5)

Die dreizehnjährige Lisa Santos aus München darf die Sommerferien bei ihrem Onkel Renaldo in Brasilien verbringen. Renaldo ist Wissenschaftler und zeigt seiner Nichte die Tier- und Pflanzenwelt sowie die einheimische Bevölkerung des brasilianischen Regenwaldes.

Alexander Kluge, Kongs große Stunde

h.schoenauer - 09.10.2016

Auf der Überfahrt nach New York, wo der Groß-Affe mit großem Gewinn zur Schau gestellt werden soll, wird dem Kapitän des Schiffes Angst und Bang, weil Kong jederzeit alles zerdeppern könnte.

Alexander Kluge erzählt seit Jahrzehnten Geschichten, denen man nicht entkommt. „Kongs große Stunde“ erklärt in einem kurzen Vorspann, welche Mächte zutage treten, wenn man das eigene genetische Material zur Schau stellt. Und dann folgt nichts weniger als die Geschichte der Menschheit, entflochten und aufgedröselt in die Geschichten von Kong, die unmittelbaren Geschichte der Kluges in Halberstadt und in Geschichte der Gegenwart zerfleddert in tausende Kanäle.

Susanne Gernhäuser, Wir entdecken Österreich

andreas.markt-huter - 07.10.2016

„Was ist das Besondere an Österreich? Wenn du die Landkarte Österreichs anschaust, siehst du vor allem eines: Berge. Sie bedecken einen Großteil des Landes und gehören zu den höchsten Gebirgen Europas, den Alpen. Deshalb wird Österreich auch Alpenrepublik genannt.“

Auch wenn Österreich ein kleines Land ist, gibt es doch viel darüber zu berichten wie z.B. über die Landschaft, die zahlreichen Berge, seine spezielle Lage in mitten Europas, aber auch seine Geschichte und Kultur.

Neil MacGregor, Shakespeares ruhelose Welt

andreas.markt-huter - 06.10.2016

„Von Napoleon stammt die berühmte Feststellung, dass wir, um einen Menschen zu verstehen, die Zeit verstehen müssen, in der er oder sie zwanzig war. Dieses Buch möchte nicht einzelne Menschen verständlich machen, sondern eine ganze Generation – Menschen, die um 1560 in England geboren wurden.“ (16)

Neil MacGregor, Kunsthistoriker und Direktor des British Museum entführt seine Leserinnen und Leser in die Welt des William Shakespeare, in die Welt seines Publikums, als zum ersten Mal seit dem antiken griechischen Theater wieder Menschen aller Schichten Anteil nahmen an den Tragödien und Komödien der Dichter ihrer Stadt und damit selbst als Protagonisten der Theaterstücke interessant wurden. Anhand zahlreicher Gegenstände aus der Welt Shakespeares lässt MacGregor den Alltag der Menschen zur Zeit Shakespeare für seine Leserinnen und Leser wieder zum Leben erwachen.

Elizabeth LaBan, So wüst und schön sah ich noch keinen Tag

andreas.markt-huter - 05.10.2016

„Es ist wichtig, dass du weißt, warum und genau wie alles passiert ist. Irgendjemand muss es wissen – irgendwem könnten die Informationen nützen, damit er nicht dieselben Fehler macht. Vielleicht. Ich weiß es nicht. Hör dir meine Geschichte an.“ (14)

Duncan steht vor seinem Abschlussjahr, in dem ihn die traditionelle Jahresarbeit der Abgänger der Irving Highschool erwartet, aber auch ein sogenannter „Schatz“ seines Zimmervorgängers aus dem vergangenen Jahr. Als er sich auf die Suche nach seinem Zimmer macht, ahnt er bereits, dass er das kleinste Einzelzimmer der Seniors sein könnte, aber nicht, dass der „Schatz“ er ihn erwartet, sein bisheriges Leben radikal verändern wird.

Margarita Kinstner, Die Schmetterlingsfängerin

h.schoenauer - 04.10.2016

Oft fußt die Freiheit auf einer gelungenen Zeremonie der Befreiung. Wer frei ist, kann überall heimisch werden.

In Margarita Kinstners Roman „Die Schmetterlingsfängerin“ befreit sich zu Beginn ein Geschwisterpaar von sämtlichen Altlasten der Emotion, indem es den Kater Isidor würdig bestattet. Wer von einem Tier so gelungen Abschied nehmen kann, ist letztlich für alle Herausforderungen geeicht.

Walter Wippersberg, Erik und Roderik

andreas.markt-huter - 03.10.2016

„Ganz friedlich saßen sie nebeneinander unter dem Kastanienbaum und redeten noch eine ganze Weile von der Zeit, als sie noch Freunde gewesen waren, bis Roderick die Bemerkung machte: »Unsere Gefolgsleute werden sich wundern, wieso sie keinen Kampflärm hören, was?«“ (26)

Die beiden Ritter Erik de la Montagne IV. und Roderik de la Plaine V. sind Nachbarn und tragen ein schweres Erbe. Schon seit Generation stehen die Familien im Streit wegen eines Hügellands und machen sich, wo immer es geht, das Leben schwer. Nun sind die beiden jedoch alles andere als kampflustig oder streitsüchtig. Noch dazu waren sie in ihrer Schulzeit noch richtig gute Freunde.

Axel Karner, Der weiße Zorn

h.schoenauer - 02.10.2016

Von den Geschlagenen, wie die Beatniks jenseits aller Epochen genannt werden, haben wir gelernt, dass ungeheurer Zorn nur mit dem Langgedicht halbwegs ausgedrückt werden kann. Ein Langgedicht hat keinen Anfang und kein Ende und umkreist wie eine Möbiusschleife sich selbst.

Akel Karner macht mit einem Langgedicht diesem weißen Zorn Luft, der vermutlich jeden Künstler heimsucht, wenn die Schaffenskrise nicht mehr weg geht und alles in Frage stellt. Weißer Zorn ist dieser Zustand der verdichteten Zeichenlosigkeit, wie er in der Informationstechnik als weißes Rauschen auftritt.

Antje Bohnstedt, Allerbeste Freunde - Das Flugalong

andreas.markt-huter - 30.09.2016

„War das nicht Hugo? Schnell rasen sie zum Startplatz, immer den Hilferufen ihres Freundes nach. Und tatsächlich. Hugo hat bereits das Flugalong startklar gemacht, doch leider keine Ahnung, wie man das Ding überhaupt steuert.“

Die drei Freunde Hugo der Hase, Mo der Bär und Pit der Pinguin basteln eifrig an einem außergewöhnlichen Fluggerät, einem Flugalong. Nachdem alle Vorbereitungen getroffen sind, müssen nur die letzten Teile zusammengebaut werden. Alle sind begeistert, nachdem das Fluggerät endlich fertiggestellt ist. Gleich in der Früh, wollen sie losstarten. Nur einer kann es gar nicht erwarten und schleicht sich bereits in der Nacht zum Luftschiff.