Aktuelle Buchtipps

 

Siroos Mirzaei, Irdische Träume vom Paradies

h.schoenauer - 17.01.2014

Der Sinn des Paradieses besteht darin, dass man es sich nicht vorstellen kann und darf. Sobald man ein Bild davon hat, ist es kein Paradies mehr. Dennoch muss das Paradies für diverse Religionen und politische Strömungen als ultimatives Ziel herhalten, man denke nur an diese fatale Märtyrer-Legende mit den tausend Jungfrauen.

Siroos Mirzaei, selbst mit allerhand radikalen Strömungen im Iran vertraut gemacht, nimmt in seinem Roman das Paradies in die Erzähl-Hand, um damit ein Stück iranische Gegenwartsgeschichte zu erzählen.

Daniela Kulot, Krokodil und Giraffe warten auf Weihnachten

andreas.markt-huter - 16.01.2014

„Im Haus von Giraffe, Krokodil und den beiden Kindern Krokira und Raffolo brennt noch Licht. Bald ist Weihnachten. Bald. Was für ein Wort! „Das dauert noch sooo lang!“, stöhnt Krokira.“

Die Familie Giraffe und Krokodil sind eine sehr lustige Familie. Der Vater ist ein grünes Krokodil und die Mutter eine große gelbe Giraffe, Krokira, das Mädchen, ist ein gelbes Krokodil während Raffolo, der Junge, eine grüne Giraffe ist. Und jetzt ist die ganze Familie ein wenig aufgeregt, weil Weihnachten kurz vor der Tür steht.

Ingrid Mascher, Flugblätter

h.schoenauer - 15.01.2014

Der Typenschein der „Flugblätter“ sagt es sehr genau: Lyrik kommt an gelungenen Tagen im Flug daher, Gedichte strömen durch die Zeit schwerelos wie die berüchtigten Blätter im Herbst, und eine politische Komponente darf im Zeitalter der Apps ebenfalls angenommen werden, Lyrik bringt zwischendurch auch Botschaften, die früher einmal im Zeitalter einer haptischen Öffentlichkeit über Flugblätter verbreitet worden ist.

Ingrid Mascher „berührt“ mit ihren Gedichten alle diese Komponenten, das lyrische Ich streift als Welt-Flüchtling in alle Windrichtungen davon, und wenn es einmal kurz zur Ruhe kommt, verliert es seine Haut und wird mehr als nackt von der Schutzlosigkeit überfallen.

Waldtraut Lewin, Der Wind trägt die Worte, Band 1

andreas.markt-huter - 14.01.2014

„Diese Buch rollt ein Stück des großen Welttheaters von einem ungewohnten Blickwinkel her auf: Es will – wie in einem Brennpunkt – die Sicht der anderen auf die Juden und die Sicht der Juden auf sich selbst und die anderen darstellen.“ (7)

Waltraud Lewin führt die Leserinnen und Leser auf eine fesselnde Reise durch die 1000-jährige Geschichte des jüdischen Volkes. Im ersten Band von der dunklen mythischen Vorzeit bis hinauf in die Neuzeit. Der zweite Band wird den Weg bis in die jüngste Gegenwart fortsetzen.

Paloma Wensell, Die kleine Raupe Valentin

andreas.markt-huter - 14.01.2014

„Gleich wird er ertrinken und wir können ihm nicht helfen. Dazu sind wir zu winzig und schwach.“ „Wer sagt denn das?“, ärgerte sich Valentin. „Erstens sind wir nicht zu klein und zweitens sind wir nicht allein.“ (86f)

Eines Tages bläst ein starker Wind die kleine Raupe Valentin von seinem Blatt. Da er nicht mehr zurück kann, beschließt er, einfach ein neues Zuhause zu suchen. Doch das, stellt sich als gar nicht so leicht heraus, wie gedacht.

Günther Loewit, Wie viel Medizin überlebt der Mensch

h.schoenauer - 13.01.2014

Die gewöhnlichste Lüge ist die, mit der man sich selbst belügt. Dieser lapidare Satz von Nietzsche lässt sich auch auf Systeme und Einrichtungen auslegen, Politik, Medizin und Bildung haben durchaus auch den Sack der Selbstlüge weit aufgemacht.

Der Haus-Arzt und Schriftsteller Günther Loewit betrachtet in seinem Essay den Moloch Medizin und erzählt daran ein Stück Gegenwart. Denn kaum in einem Bereich lassen sich Träume, Praktiken und Geldströme der Gesellschaft so deutlich beschreiben wie in dieser Medizin, die uns mit Wörtern wie Gesundheit, Glück, Sinn und Tod niemals aus den Krallen lässt.

Lisa Stock u.a., Star Wars - Spüre die Macht und andere spannende Geschichten

andreas.markt-huter - 11.01.2014

„Eine geheimnisvolle Energie fließt durch die Galaxis. Sie durchströmt alle Lebewesen. Sie heißt die Macht. Die Macht ist unsichtbar, aber besondere Wesen können sie spüren. Sie gewinnen durch die Macht erstaunliche Kräfte.“ (82)

Seit mehr als 35 Jahren begeistert der „Krieg der Sterne“ nun ein junges wie altes Publikum. Die Kinderbuchausgabe „Star Wars – Spüre die Macht“ erzählt vier Star-Wars-Geschichten für das ausgewählt junge Publikum der Erstleser und illustriert diese mit Bildern aus den weltbekannten Kinofilmen der Star-Wars-Reihe.

Andrea Heistinger, Arche Noah. Das große Biogarten-Buch

h.schoenauer - 10.01.2014

Sogenannte Große-Bücher haben den Vorteil, dass sie ein ungeahnt weites Themen-Gebiet abdecken können und gleichzeitig die beschränkten Ressourcen der jeweiligen Anwenderinnen im Auge behalten.

Das große Biogarten-Buch deckt mindestens drei Tage der Schöpfungsgeschichte ab, und dennoch ist man als einzelner Mensch eingeladen, mit beiden Händen zu säen, zu mulchen und zu ernten, und wer gerade keinen Garten zur Hand hat, kann sich immerhin noch mit dem Zusammenhang von dem, was er isst, und dem politischen Hintergrund dieser Obst- und Gemüsearten beschäftigen.

Hans-Christian Schmidt, Hase und Schneemann

andreas.markt-huter - 09.01.2014

„Ein kleiner Hase rollte mal einen großen Ball ins Tal. Dann schuf er ohne Schwierigkeiten einen mittelgroßen zweiten.“

Was der kleine Hase da macht, ist rasch erzählt. Mit viel Geschick und Freude baut er einen lustigen Schneemann, mit allem Drum und Dran. Als Kopfbedeckung erhält er einen alten Topf und als Nase eine lange Karotte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, Nur hat der Hase leider Pech und sein Schneemann schmilzt dahin und lässt nichts weiter als den alten Topf zurück.

Elias Schneitter / Bertram Haid , Einfach durch den Tag

h.schoenauer - 08.01.2014

Die einzige Methode, das Leben zu meistern, besteht darin, den jeweils aktuellen Tag hinzukriegen. Dutzende Ratgeber stehen mit ihren Tipps Schlange beim ratlosen Leser, scheitern aber meist, weil sie die Sache zu ernst nehmen.

Bertram Haid und Elias Schneitter haben einen Easy-Begleiter „einfach durch den Tag“ entwickelt. Wie schon der Titel ausdrückt, geht es vor allem darum, überhaupt durch den Tag zu kommen.