Aktuelle Buchtipps

 

Norman T. Grant, Das Tödlein und das Mädchen mit den roten Haaren

h.schoenauer - 11.10.2012

In guten Mundarten laufen die Verkleinerungsformen von Tod und Todel (Trottel) fließend in einander über. Wenn also das Tödlein grinsend mit dem Mädchen mit den roten Haaren hinter einem Stück Wäsche hervor lugt, haben wir es mit einem fröhlichen Buch zu tun.

Für die existentielle Fröhlichkeit garantieren der Texter Norman T. Grant, der aus dem kleinen Nest Danville nie weggekommen ist in der Hoffnung, dass ihn der Tod in diesem Nest nicht findet, und der farbfröhliche Christian Yeti, der aus seinem Geburtskaff Oberletzen weggezogen ist, weil alles andere den Tod bedeutet hätte.

Blake A. Hoena,: Batman - Der tödliche Garten

andreas.markt-huter - 10.10.2012

„Ein Mann wurde im Robinson Park angegriffen“, erwiderte Batman. „Ich denke der Park sollte geschlossen werden. Ich weiß nicht was den Mann angegriffen hat. Aber es ist hier nicht sicher.“ (19)

Seltsame Dinge ereignen sich im Robinson Park von Gotham City, seit im neuen Gewächshaus ungewöhnliche Pflanzen ausgestellt werden. Vor dem Gewächshaus sind keinerlei Tiere zu entdecken, keinerlei Vögel, Käfer oder Säugetiere. Auch Bruce Wayne, der in Wirklichkeit auch Gotham Citys Held Batman war, spürt dass im Park etwas nicht stimmt.

Karl-Markus Gauß, Ruhm am Nachmittag

h.schoenauer - 09.10.2012

Ein Buch, das nur einen Titel hat und keine Gattungsbezeichnung aufweist, scheint auf den ersten Blick ziemlich verloren, in Wirklichkeit aber macht es uns Leser zuerst verloren, ehe wir dann bei der Lektüre wieder Fassung kriegen.

Karl-Markus Gauß hat so etwas wie die Kunst des Abfüllens von Gegenwart entwickelt. Ehe die unmittelbare Zeitgeschichte in die Hand von Archivaren und historisierenden Kommentatoren gelegt wird, fasst der Autor zusammen, was ein Mensch in den letzten drei Jahren hätte mitkriegen können, wenn er zwischendurch die Sinnesorgane aufgemacht und hinter die gestylten Sätze der Öffentlichkeit geblickt hätte.

Kirsten Boie, Der kleine Ritter Trenk und das Schwein der Weisen

andreas.markt-huter - 08.10.2012

„Schon lange sucht der Herr Fürst nach dem Stein der Weisen, mit dessen Hilfe er unser Land zum glücklichsten auf der gesamten Erdenscheibe machen will! Wer ihm diesen Stein bringt, dem erfüllt er jeden Wunsch …“ (9)

Mittlerweile hat sich Kirsten Boies kleiner Ritter Trenk zu einem Publikumsliebling gemausert, der mit viel Witz und Schläue den jungen Leserinnen und Lesern das Leben im Mittelalter auf überaus humorvolle Weise näher bringt.

Marko Dinic, namen : pfade

h.schoenauer - 07.10.2012

Das weite Feld der Lyrik wird oft mit einem Meer verglichen, auf dem die Wellen jeweils gleichmäßig und dennoch individuell auf und ab tanzen. Gute Seeleute erkennen einzelne Wellen oft nach Jahren wieder, weil sie ihnen einst einen persönlichen Namen gegeben haben.

Ähnlich verhält es sich mit den Gedichten, als Leser erkennt man sie oft nach langer Zeit wieder, auch wenn sie sich in der großen Menge versteckt gehalten haben.

Arthur Slade, Mission Clockwork - Angriff aus der Tiefe

andreas.markt-huter - 05.10.2012

„Das Fundament Britanniens ist die Seeherrschaft. Wir müssen auf den Meeren die Oberhand behalten. Modo, Octavia, das ist kein unbedeutender Einsatz. Ihr seid jetzt die Augen und Ohren des Empires.“ (58)

Nach dem Auftaktband der Steampunk-Reihe Mission Clockwork, in dem eine skrupellose Verbrecherorganisation das britische Empire bedroht hat, müssen sich die beiden jungen britischen Agenten Modo und Octavia mit rätselhaften Angriffen aus der Tiefsee auseinander setzen, denen zahlreiche Schiffe in den kalten Gewässern des Nordatlantiks nahe Islands.

Hansjörg Schneider, Nilpferde unter dem Haus

h.schoenauer - 04.10.2012

Wer für seine Aufzeichnungen einen klugen Titel findet, kann damit vielleicht in einem Satz sein Leben beschreiben. Nilpferde unter dem Haus – was für bemerkenswerter Titel!

Der Schweizer Erfolgs-Dramatiker und Krimischriftsteller gibt seinen Tagebüchern aus dem Jahr 2001 sowie den Aufzeichnungen zwischen 2008 und 2011 diese mysteriöse Bezeichnung, die auf einen markanten Traum zurückgeht.

Bernd Penners, Wenn kleine Tiere Schnupfen haben

andreas.markt-huter - 03.10.2012

„Der Bär hat eine Beule / und leider auch die Eule. / Sie machen halbe-halbe / und teilen sich die Salbe.“

In Bernd Penners Geschichten vom Schnupfen und anderen Krankheiten haben die kleinen Mäuschen als Sanitäter und Ärzte alle Hände voll zu tun. Da rinnt schon mächtig viel Schleim, wenn eine große Kuh mit Schnupfen verpflegt werden soll. Und auch wenn die Katze mit Kreuzschmerzen nicht mehr ohne Krücken gehen kann, lassen die hilfsbereiten Mäuschen auch ihre Hilfe zukommen.

Selma Mahlknecht, Vom großen Ganzen

h.schoenauer - 02.10.2012

Philosophische Maßeinheiten sind bekanntlich immer von der Situation abhängig. Und schon Adalbert Stifter hat im Sanften Gesetz das sogenannte Große von hinten her, von der Stille und Überschaubarkeit her aufgezäumt.

Selma Mahlknecht geht in sieben Erzählungen der Unverhältnismäßigkeit von Größe und Wirkung nach.

Martin Widmark, Detektivbüro LasseMaja - Das Goldgeheimnis

andreas.markt-huter - 01.10.2012

„Da kommt das Gold“, sagt der Polizeiinspektor zufrieden. „250 Kilo pures Gold!“ „Wie viel das wohl wert ist?“, fragt Lasse. „Tja“, sagt der Polizeiinspektor und schiebt seine Uniformmütze in den Nacken. „Zehn, zwölf Millionen Kronen, würde ich mal schätzen.“

Kein Wunder, dass bei so viel Gold die Nerven aller Beteiligten blank liegen. Die beiden jungen Detektive Lasse und Maja sind live dabei, als die Holzkiste mit dem Gold von einem großen Schiff abgeladen wird, um in der Bank von Valleby, bis zum Weitertransport am nächsten Morgen, sicher gelagert zu werden. Neben dem Polizeiinspektor von Valleby kontrollieren noch Bankdirektor Per Kraage und die Sicherheits-Chefin Maria Gonzales de la Cruz die sichere Verwahrung des Goldes im Tresor der Bank der Stadt.