Christian Waluszek, All games

Adrian, ein Waisenkind, ist ein Computer-Freak. Er besucht eine technische Schule mit angeschlossenem Internat und trickst seinen EDV-Lehrer aus. Er hackt im System und beschafft seinen Mitschülern Testunterlagen.
Seine große Leidenschaft ist die virtuelle Welt von "Allgames", einer Adventure-Hall in seiner Schulstadt. Nur dort in den bekommt er den Kick, den ihm das wirkliche Leben nicht bieten kann. Am liebsten würde er mit seinem Pocket-Bike abhauen, dann wäre er die Schule und seine hohen Spielschulden bei seinen Mitschülern los.
Für manche Helden scheint der Sinn des Lebens darin zu bestehen, einen spektakulären Abgang hinzulegen. Immerhin entsteht bei den Hinterbliebenen ein paar Augenblicke lang das Gefühl der Betroffenheit und der Frage nach dem Warum, ehe der Lauf der Zeit wieder alles zuschüttet.

Guten Sex hat man dann, wenn man gut davon spricht, auch wenn man keinen hat. Noch immer ist nämlich nicht geklärt, ob man zuerst über den Sex gut sprechen muss, um einen zu haben, oder zuerst einen haben muss, um gut darüber zu reden.
Ein Mythos dient meist dazu, etwas Tabuisiertes darzustellen und durch seine pure Benützung Identität zu schaffen. So hat also jedes Land, das etwas auf sich hält, einen spezifischen Mythos, damit die Gegend und deren Bewohner als einmalig erkannt werden können.


