Cliff Millard, Wenn der Asphalt brennt

"Jack Spade spannte die Muskeln an. Er trug seinen blütenweisen Karateanzug mit dem blauen Gurt und stand mitten in der sonnendurchfluteten Trainingshalle. Die Fäuste waren geballt, die Beine sprungbereit." (5)
Cliff Millards Wenn der Asphalt brennt ist eine Geschichte wie aus einem Action-Comic und seine Sprache scheint einer Jugendgang zu entstammen. Da geht dem Helden der Hinter vor Angst schon mal auf Grundeis, ist eine Verhöhnung hammermäßig und eine Reise nach Tokio burnermäßig oder wird eine Zeit lang in einem Hotelzimmer gechillt.



Was haben eine Wand, ein Leintuch und ein frisch eingeschneiter Rasen gemeinsam? Jede kreative Seele wird durch die schreiend leere Flächen ermuntert, zu sprühen, zu markieren oder einfach mit den Füßen durchzuwaten.
Wichtige Dinge muss man immer zweimal machen, einmal als Plan und dann als Durchführung. So gesehen ist der "Zweite Anlauf" die Verwirklichung der Literatur.
Das größte Abenteuer ist sicher das allmähliche Hineinwachsen in die eigene Person.
Üblicherweise brechen Journalisten in entlegene Kriegsgebiete auf, um über die Sinnhaftigkeit eines Krieges und seinen Fortschritt zu berichten.
Wie aus der Pistole geschossen fallen beim Begriff Ukrainische Literatur die Namen Andruchowytsch, Deresch und Zhadan. Diesem Dreigestirn des anarcho-narrativen Wahnsinns ist es zu verdanken, dass die Literatur der Ukraine momentan in aller Leser-Munde ist.