Aktuelle Buchtipps

 

Martin Suter, Der Koch

h.schoenauer - 06.02.2010

Buch-CoverWenn man unsere Gesellschaft einmal den Nachfahren beschreiben sollte, dann reden wir am besten von einer Koch-Gesellschaft.

An manchen Tagen scheint alles in der Wohnanlage zu kochen, auf den Flachbildschirmen lösen sich Rezepturen mit Starkochgesichtern ab und zwischendurch feiert man auf einem Kanal einen Abspeckler, der soeben eine Tonne Gewicht verloren hat und jetzt reif ist für die neue Koch-Gesellschaft, die vor allem eines ist, easy, oberflächlich, verbal ausufernd.

Bernhard Strobel, Nichts, nichts

h.schoenauer - 06.02.2010

Buch-CoverManchmal ist der Alltag so aufregend, dass man ihn weder aktiv noch passiv hinkriegt. Eine typische Reaktion für eine überschwappende Ereignislosigkeit ist auf die Frage, was los sei, das alles erklärende "Nichts, nichts".

In Bernhard Strobels Erzählungen erklären einander die Figuren oft dieses Nichts, es sind gewöhnliche Heldinnen und Helden, manchmal schon etwas seniorenhaft am Leben ausgeeitert, aber ihr Schlachtfeld bereiten sie sich meist selbst oder mit jenen Resten, die aus früheren Familienbeziehungen übrig geblieben sind.

Nicholas Harris, Operation Teufelsburg

andreas.markt-huter - 05.02.2010

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Ritter und Burgen haben immer schon das Herz junger Leser höher schlagen lassen und ganz besonders Buben sind von dieser fernen und rauen Zeit fasziniert. Was könnte das spannender sein, als sich inmitten in einer belagerten Burg zu befinden.

Tim und Lea entdecken in der Bibliothek ihres Großvaters ein altes Buch, in dem sie über die Belagerung der Teufelsburg des grausamen Herrschers Baron Drago im Jahr 1295 lesen. Hinter der Wand im Regal, wo das Buch gestanden hatte, finden die beiden Kinder eine Tür, in der ein goldener Schlüssel steckt. Die Tür führt sie zurück in das Jahr 1295 und mittenhinein in die Burg des Barons Drago.

Buchanan / Peskowitz, Das kleine Secret Book for Girls

andreas.markt-huter - 05.02.2010

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Wie macht man eigentlich einen Kreuzknoten oder ein Lagerfeuer? Oder wie wird ein Freundschaftsband angefertigt und nach welchen Regeln funktioniert Tempelspringen? Diese Fragen und noch viel mehr werden im Secret Book for girls eingehend beantwortet.

Andrea Buchanan und Miriam Peskowitz haben eine Fülle an Themen, Spielen und Wissenswertem zusammen getragen, die für junge Mädchen von Interesse sind. Die Auswahl ist natürlich subjektiv und nicht alle Mädchen werden mit den Anweisungen zum Bau eine eigenen Seilrutsche etwas anfangen können, wenn einem die notwendigen Bäume fehlen.

Helene Flöss, Mütterlicherseits

h.schoenauer - 05.02.2010

Buch-CoverWenn man sich nur weit genug zurück erinnert, endet alles in einer schönen unversehrten Kindheit.

Helene Flöss kümmert sich im Roman Mütterlicherseits um diese feine Art der Erinnerung. Dabei wird nichts verdrängt oder schön gefärbt, vielmehr steht jenes Überlebensrezept zur Disposition, wonach man manche Dinge ungebremst auf sich zukommen lassen muss, damit sie einen nicht verletzen.

C. und H. Iggulden, Das kleine Dangerous Book for Boys

andreas.markt-huter - 04.02.2010

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Im Vergleich zu Mädchen gelten Buben als Lesemuffel, was vielleicht auch am geeigneten Lesestoff liegen kann. Grund genug eigens ein Buch für Buben zu schreiben, in dem alles drinnen steht, was Buben interessiert.

Die Brüder Conn und Hall Iggulden bezeichnen ihr Dangerous Book for Boys als Buch, das sie selbst gerne zur Hand gehabt hätten und das sie nun eben selbst geschrieben haben. Und tatsächlich finden sich in dem handlichen Buch eine Fülle von Themen und Informationen, die ganz speziell Buben neugierig machen dürften.

Ali Mitgutsch, Mein schönstes Wimmel-Bilderbuch

andreas.markt-huter - 03.02.2010

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Die abgewandelte Weisheit "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nur mehr schwer" trifft zu einem guten Teil wahrscheinlich auch auf das Lesen zu. Der klassische Leser greift dabei am besten gleich als Kleinkind zum Buch: am besten zum Wimmelbuch.

Anlässlich des 75. Geburtstages von Ali Mitgutsch, dem "Vater der Wimmelbücher" erscheinen verschiedene Sonderausgaben seiner Wimmelgeschichten. Mein schönstes Wimmel-Bilderbuch ist eine üppige Sammlung von Wimmelbildern, die in typischem Mitgutsch-Stil kleine Geschichten aus dem Alltag erzählen. Die Orte der Handlung sind Baustelle, Bauernhof, Fischerhafen, Flugfeld, Märchenpark, Stadtgarten, Parklandschaft am Abend, Parklandschaft am Tag, Winterlandschaft, Zoo, Meerestrand, Schwimmbad und Ponyhof im Sommer und im Winter.

Antony Mason, Das große Ravensburger Buch der Kunst

andreas.markt-huter - 03.02.2010

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Der Philosoph Jerome Anders hat einmal gemeint: "Die Kunst zeichnet das Leben, und das Leben zeichnet die Kunst.' Und genauso spiegelt sich in der Geschichte der Kunst, die Geschichte der Menschheit in all ihren Facetten wieder.

Das große Ravensburger Buch der Kunst von Antony Mason heißt in der Originalausgabe A History of Western Art und bringt damit differenzierter zum Ausdruck, dass sich der Fokus der Darstellung auf die europäische Kulturtradition richtet und asiatische, afrikanische, ozeanische Kunst u.a. ausgeblendet werden.

Fabian Lenk, Alexander der Große unter Verdacht

andreas.markt-huter - 03.02.2010

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Der Aufstieg Alexanders des Großen beginnt mit einem Mord, genauer gesagt mit der Ermordung seines Vaters Königs Philipp II von Makedonien. Doch ob Alexander selbst hinter dem Mordanschlag gestanden hat, bleibt bis heute ein Rätsel. Grund genug für die Zeitdetektive, um den Kriminalfall unter die Lupe zu nehmen.

Mit Hilfe des unheimlichen Zeit-Raums "Tempus" begeben sich die Zeitdetektive Kim, Julian, Leon und die Katze Kija in das Griechenland des Jahres 336 v. Chr. und erleben als Mitglied einer Theatergruppen die Ermordung Philipps II. durch seinen Leibwächter Pausanias mit. Wenig später erfolgt ein weiterer Mordanschlag, der aber fehlschlägt und bei dem sich die drei Freunde nicht sicher sind, ob er Alexander oder seiner Mutter Olympia gegolten hat.

Luca Bloom, Schlachtfeld

andreas.markt-huter - 02.02.2010

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Am Titelbild einer schlecht gelöschten Tafel erkennt man auf den ersten Blick, dass sich das Schlachtfeld in der Schule abspielt.

Es geht um einen Machtkampf, um Kleinkrieg zwischen dem Lateinlehrer Herrn Zinn und dem Schüler David Mickler, der sich nichts gefallen lässt und den Ton in der Klasse angibt. Von der ersten Seite an ist man gefesselt von der Handlung und von der rasanten Sprache. Das Ende bleibt offen, doch bei einem Machtkampf kann es nur eines geben: zwei Verlierer.