Flür-Vonstadl / Sturm-Norén, Tod in Tirol
Die beiden Bibliothekarinnen der Stadtbücherei Imst, Silvia Flür-Vonstadl und Heidi Sturm-Norén, haben den Krimi nicht nur im passiven Wortschatz, sondern schreiben aktiv die absurdesten Mini-Krimis mit dem Schauplatz Tirol.
Abwechselnd lösen die Autorinnen sechzehn Fälle, indem sie dem Leser die Lösungskompetenz übertragen. Denn wie man in einer Krimi-Rezension nie das Ende verraten darf, darf auch in einer guten Krimierzählung nur das Kopfschütteln und ein ungeklärter Lesegeist übrigbleiben.
Üblicherweise gilt die Faustregel: Die Welt ist alles, was sich in einem Buch darstellen lässt. Turi Werkner hingegen entwickelt eine Welt, die in keine Bücher passt, und dennoch mit Büchern realisiert wird.
Die große Geschichte eines Landes und die kleine Geschichte einer Persönlichkeit haben eines gemeinsam: Beide dauern letztlich gleich lang und die jeweiligen Höhe- und Tiefpunkte haben scheinbar nichts miteinander zu tun.
"Ich weiß, / Ich entkomme aus mir. / Aus dieser Stimme, dieser Haut. / Diesem Wunsch nach Einigkeit."
Vielleicht ist alles nur eine gigantische Täuschung, die Literatur, die Religion, die Träume, die Realität.


