„»Hyperraumkoordinaten sind eingegeben«, informiert Arisa. »Das wird ein langer Flug.« »Dann machen wir uns besser gleich auf den Weg«, sagt Brock. »Parishvi braucht uns.« »Aye aye, Captain!« Mit einer Lichtexplosion tritt die Phönix aus dem gewohnten Universum in den Hyperraum ein. Mit Kurs auf den Planeten namens Erde.“ (S. 10)
Brock, der echsenartige Kapitän des Raumschiffes Phönix, erhält einen Hilferuf seiner ehemaligen Vorgesetzten Parishvi, die vor Jahren auf dem Planeten Erde einen Partner gefunden und eine Familie gegründet hat. Die Krao, die gefürchteten Feinde des Imperiums, die es gewohnt sind, ihrer Konflikte durch Gewalt zu lösen, haben sie entdeckt und drohen nun ihre Familie in Gefahr zu bringen.
Während Alice ihren jüngeren Bruder Elias dazu anstiftet, für sie den Mathetest zu stehlen, zerbricht er sich den Kopf darüber, dass seine Mutter am Morgen, nach einem Streit mit seinem Vater, nicht zu Hause gewesen ist. Der Diebstahl misslingt und als die beiden wieder zu Hause ankommen, ist ihre Mutter immer noch verschwunden. Allmählich beginnen sich alle Sorgen zu machen und verständigen die Polizei. Als die Polizisten erfahren, dass sich die Eltern am Vorabend heftig gestritten haben, wird ihr Vater festgenommen.
Alice und Elias versuchen ihrem Vater zu helfen und machen sich auf eigene Faust auf die Suche nach ihrer Mutter. Ihre Nachforschungen führen sie in ein Waldgebiet am Rande von Uppsala, wo sie auf eine merkwürdige Gestalt in einem langen schwarzen Umhang treffen, der die Geschwister mit einem langen Dolch verfolgt, den er Alice schließlich in den Arm stößt.
Das Wesen, das eine merkwürdige Sprache spricht, droht sie umzubringen, als plötzlich eine Riesenechse aus dem Wald stürzt und sie rettet. Wie in Trance erlebt Alice, wie die Echse ihre Wunde mit einer klebrigen Masse versorgt und wie ihr Bruder Elias auftaucht, von einer blauhäutigen Frau mit spitzen Ohren begleitet. Brock und Arisa nehmen die beiden Geschwister mit auf ihr Raumschiff, wo sie die Wahrheit über ihre Mutter erfahren, die vermutlich entführt worden und eine intergalaktische Verschwörung verwickelt sein dürfte. Eine aufregende Suche nach ihrer Mutter beginnt, die weit über das persönliche Schicksal der Familie hinausgeht.
Oskar Källners Science-Fiction-Abenteuer entführt die jungen Leserinnen und Leser in die fantastische Welt ferner Galaxien und interstellarer Raumfahrt, mit außergewöhnlichen Protagonisten und gefährlichen Feinden, die ein ganzes Imperium bedrohen.
Ein überaus lesenswerter und unterhaltsamer Auftakt eines spannenden Weltraumabenteuers, das durch seine Fantasie, kindergerechte Sprache und ausdruckstarken Illustrationen begeistert und voll Spannung die Fortsetzung erwarten lässt.
Oskar Källner, Erben des Imperiums - Der Anfang. Aus d. Reihe: Erben des Imperiums Bd. 1, ill. v. Karl Johnsson, übers. v. Maike Dörries [Orig. Titel: Imperiets Arvingar, Bortförda], ab 9 Jahren
Zürich: Atrium Verlag 2026, 192 Seiten, 12,40 €, ISBN 978-3-85535-241-8
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Grand Agency: Oskar Källner & Karl Johnsson
Homepage: Maike Dörries
Andreas Markt-Huter, 23-03-2026