Peter Heather, Christentum - Aufstieg und Triumph einer Religion
„Die christliche Religion, der Konstantin die Treue schwor, hatte wenig Ähnlichkeit mit der ausdifferenzierten, monolithischen religiös-kulturellen Struktur, die sich bis zum 12. und 13. Jahrhundert herausgebildet hatte und die dann die überwiegende Mehrheit der unterschiedlichen Landschaften und Bevölkerungen Europas beherrschte, bis die Reformation in den 1500er Jahren ernsthaft Fuß fasste. Die Entstehung dieser außergewöhnlichen, voll ausgereiften Struktur soll im Mittelpunkt des vorliegenden Buches stehen.“ (S. 12)
Peter Heather erzählt die große und erstaunliche Entstehung und Ausbreitung des Christentums von den Anfängen bis ins Hochmittelalter, von der Zeit seiner Verfolgung bis in eine Zeit, in der es sich endgültig als bedeutender Machtfaktor der europäischen Politik und Kultur etabliert hat und selbst auch gezielt Macht und Gewalt einsetzt, um eigene Vorstellungen durchzusetzen.
Pop-Literatur und Pop-Musik haben einen gemeinsamen Freund: Den Fußball. Allen drei Kunstgattungen ist eine wolkige Aura übergestülpt, die mit dem Schlüsselbegriff „naiv-romantisch“ umschrieben werden kann.
„Zwischen 1835 und 1842 braute sich in Königsberg ein Skandal um zwei Geistliche zusammen. Ihr Ruf wurde ruiniert, sie verloren ihre Stelle, kamen ins Gefängnis und wurden aus dem öffentlichen Leben verbannt. Die juristische Entlastung von den schwersten Anklagen, die man gegen sie vorgebracht hatte, kam zu spät, um den Schaden wiedergutzumachen.“ (S. 9)
Zuerst liest man aus einer vagen Erinnerung heraus von einem Marterpfahl, aber dann schärft sich der Blick nach und es löst sich der Begriff „Auf Marterpfaden“ vom Cover.
Ein Schwenk durch die Familiengeschichte gleicht oft einer Dokumentation von Lost Places – unter einer friedlichen Decke aus bunter Vegetation schlummern die brutalen Fundamente einer schaurigen Installation.
„Große Teile dieser Linken haben sich spätestens seit dem 7. Oktober inhaltlich und ideologisch verrannt. Sie haben sich selbst verraten. Wo sind sie bloß falsch abgebogen? Oder tickten sie schon immer so und haben jetzt endlich den Mut, das sagen zu dürfen, woran sie immer glaubten?
Das ideale Buch ist eine Insel. Alle Träume sind darin aufgeschrieben. Die Welt ist draußen und abgeklemmt. Alles Wichtige ist da und kann zu Fuß erreicht werden. Was man richtig aufschreibt, wird zur Wirklichkeit.
Tiroler gelten als Tiefwurzler, weil sie mitten in Europa verankert sind! Und obwohl in Nord- und Südtirol zweimal im Jahr massenhaft Orden über bemerkenswerte Personen ausgeschüttet werden, sind es dann immer nur wenige Solitäre, die für eine Biographie zu Lebzeiten in Frage kommen.
Es erscheint mittlerweile kaum mehr ein Krimi, bei dem man als Leser nicht dem Autor zurufen möchte: Schreib doch einmal etwas Wahrhaftiges!
Ein Kind schüttet die Puzzleteile zweier Bilder in eine gemeinsame Schachtel und staunt, was für neue Möglichkeiten für ein Un-Bild sich daraus ergeben.