Nina Scholz / Heiko Heinisch, Alles für Allah
„In den vergangenen 40 Jahren ist innerhalb des Islam eine politische Bewegung herangewachsen, die, auf ältere islamische Konzepte zurückgreifend, im Islam ein ganzheitliches Programm sieht, das den einzelnen Menschen sowie Staat und Gesellschaft von Grund auf bestimmen soll. Diese Entwicklung, die der syrische Islamwissenschaftler Aziz Al-Azmeh als „Islamisierung des Islam“ bezeichnete, hat längst auch die muslimischen Communitys außerhalb der islamischen Welt erreicht.“ (S. 15)
Auch für Österreich und Deutschland konstatieren Nina Scholz und Heiko Heinisch eine zunehmende Islamisierung der muslimischen Gesellschaften durch radikale Richtungen, die eine streng islamische Lebens- und Gesellschaftsvorstellungen vorschreiben und den westlichen Rechtsstaat nur akzeptieren, solange er nicht den religiösen Grundlagen widerspricht.
Manche Orte sind so kalt, düster, aufgewühlt und abgehängt, dass ihnen nur noch ein Krimi beikommen kann. Ein Musterort für Krawall, Entgleisung, Mord und Totschlag ist der Brenner.
Eine Gesellschaft kann nur dann glücklich sein, wenn sie mit der jüngeren Zeitgeschichte versöhnt ist. Der Literatur fällt dabei die Aufgabe zu, mit ihren Fiktionen und Analysen einer gemeinsamen Erzählung auf die Sprünge zu helfen.
„Medien sind seit langem nicht wegzudenkender Bestandteil von Bildungsprozessen und der Prozess der Medienentwicklung ist aus diesem Grund auch bildungstheoretisch höchst interessant. Das gilt auch und im Besonderen für die Politische Bildung.“ (S. 94)
Ob man ein Leser mit Tiefgang ist, lässt sich durch eine einzige Frage beantworten: Hast du neben der Bibliothek eine Buchhandlung, in der du persönlich angesprochen wirst?
Für einen gelungenen Roman braucht es meist Material und einen Standpunkt. Die Reife des Schriftstellers zeigt sich mit zunehmendem Lebensalter daran, dass ihm das Material ziemlich Wurst ist, er um den Standpunkt aber ringt wie um das Leben.
Eine gute Novelle erfreut nicht nur die Leserschaft, sondern kann auch für den Autor ein Eigengeschenk sein, das sein schreibendes Leben belohnt.
Neben den allgemein anerkannten Göttern, die mehr oder weniger öffentlichen Zulauf haben, gibt es noch diese speziellen Kleingötter, die für den innigen Individualgebrauch gedacht sind. Oft tauchen diese Götter nur für eine kurze Phase des Lebens auf, können diese aber wie ein echter Gott prägen.
In einem gewissen Alter gibt es für Helden und Leser nur ein Thema: Wir haben Eltern, wir haben Kinder, dazwischen wir.
Magische Titel legen oft den Finger an die Lippen und flüstern ein Geheimnis. „Stumme Wiesen“ sind eine Verheißung von Stille, worin man Geschichten tuscheln hört, stumme Wiesen sind vielleicht aber auch etwas Schreckliches wie die Killing Fields.