Marc Rosenberg, Eliot Holtby und das Universum der Vergangenheit
„Durch die Eisblume am Fenster fiel schwach das Mondlicht auf Eliot, der warm eingemummelt unter seinem Federbett lag und tief schlief. Hilarius Winterbird strich ihm vorsichtig eine widerspenstige Haarsträhne aus dem schmalen Gesicht. Noch deutete nichts darauf hin, dass dieser Tag ihr Leben für immer verändern würde – seines und das von Eliot Holtby.“ (S. 11)
Der dreizehnjährige Eliot ahnt nicht, dass während er friedlich schläft, sein Ziehvater Hilarius sich auf den Weg macht, um Eliots Schicksal zu entscheiden und sein Leben zu retten. In einer Kirche trifft er Pastor Gregorius van Braafleid, der Hilarius drängt, Eliot endlich über seine Eltern und die Bevorstehende Bedrohung durch seine Tante aufzuklären, die mit seiner Hilfe die Herrschaft über die Welt erringen will.
„a … wie anziehen: alles anziehen / langsam anziehen / warm anziehen / andere anziehen / super-cool allein anziehen / nix anziehen / elegant anziehen / falsch herum anziehen / bunt anziehen“
„Das ist Kalle. Doch Lola sagt Alle. Lola sagt auch Mama. Und Papa und Pipi, das ist ihr Pinguin. Und Nee. Nee sagt sie am liebsten. »Jetzt geht’s in Bett, Lolakind«, sagt Papa und hebt sie hoch in die Luft. »Nee«, ruft Lola. »Doch«, sagt Papa.“
„»Guck mal«, sagte Leo. Er zeigt zu Radio Meier rüber. Tim dreht sich um und sieht einen Mann. Er kommt gerade aus dem Geschäft von Herrn Meier gerannt. Unter seiner Jacke guckt ein Kabel hervor. Der Mann sieht sich rasch um und verschwindet in der Menge. »Der hat bestimmt etwas geklaut!«, vermutet Leo.“ (S. 10)
„Bei dem Spiel mit den zwei Wahrheiten und einer Lüge muss man ganz schön raffiniert sein. Der Trick ist, bizarre, unglaubwürdige Wahrheiten zu sammeln. Hier, ich nenne dir ein Beispiel. Eins: Ich werde an meinem nächsten Geburtstag zwölf, im September. Zwei: Mein zweiter Vorname ist Henry, obwohl ich ein Mädchen bin. Drei: Meine beste Freundin ist siebenundsiebzig Jahre älter als ich. Nummer eins ist die Lüge.“ (S. 7)
„Emma Woodhouse, hübsch, klug und reich, mit einem angenehmen Zuhause und von heiterem Gemüt, schien beinahe alles in sich zu vereinen, was das Leben einem Menschen an Gutem nur bieten kann; Fast einundzwanzig Jahre war sie nun schon auf dieser Welt und hatte in all der Zeit kaum je einmal Kummer oder Sorgen gekannt.“ (S. 7)
„Barry war der berühmteste Hund der Welt. Natürlich gab es auch andere berühmte Hunde. Zum Beispiel Lassie, der Filmstar aus Amerika. Über Barrys Körbchen hing ein gerahmtes Foto von ihr mit persönlichem Pfotenabdruck. Und dann war da noch Laika, die mutige Hündin aus Russland.“ (S. 11)
„Emily und das andere Mädchen rannten. Um ihr Leben. Das war kein Wunder. Ein Zombie war hinter ihnen her. Und wer schon mal einen Zombie getroffen hat: Die haben RICHTIG üblen Mundgeruch (Nebenbei: Es heißt, sie essen Menschen. Aber das nur nebenbei.)“ (S. 9)
„Wir Menschen sehen uns oft als einzigartig an, doch unsere Knochen sind alles andere als einzigartig. Schaut man sich die Skelette von Tieren an, dann sieht man, dass die Knochen zahlreicher Arten unseren sehr ähnlich sind, wenn auch mal dünner oder dicker, kürzer oder länger. Das ist das Faszinierende an Tierskeletten: Es sind immer die gleichen Knochen, auch wenn sie immer ein bisschen anders aussehen.“ (S. 10)
„Warum hast du mich in diese Welt zurückgerufen?, fragte er, als er wieder aus dem Dunkel ins Wachsein gezogen wurde. Obwohl er keinen Körper aus Fleisch und Blut hatte, peinigte ihn immer noch Schmerz, den er mit dem Leben selbst hinter sich gelassen zu haben glaubte, und quälten ihn Gedanken, die nicht von ihm weichen wollten. Warum hast du mich aus dem seligen Vergessen gezerrt? Und wie übst du solche Macht, aus, die Bande des Todes selbst zu zerreißen? Stell keine Fragen, Hakatri vom Haus der Tanzenden Jahre, beschied ihn die Stimme von Dreien. Du bist gerufen worden, weil nur du tun kannst, was getan werden muss.“ (S. 37)