Kinder- und Jugendbücher

Jean-Claud van Rijckeghem / Pat van Beirs, Galgenmädchen

andreas.markt-huter - 28.09.2015

„Mein Leben begann mit einem Wagen und einer Reise durch ein Land voller Wasser, Westwind und Regenböen. Das Land war so flach wie ein Pfannenkuchen und unsere Kutsche, gezogen von vier Pferden, holperte und polterte über den morastigen Sandweg.“ (26)

Gitte ist die Tochter von Rosse, flämisches Schankmädchen und Hure, und dem spanischen Herzog von Almendraje. Mit fünf Jahren wird das Mädchen von ihrer Mutter in einem Waisenhaus in Antwerpen abgegeben, wo sie streng calvinistisch erzogen wird. Lediglich eine Muschel mit dem Wappen ihres Vaters verweist auf ihre Herkunft. Gitte schwört sich, eines Tages nach Spanien zu gehen, um sich ihrem Vater vorzustellen.

Dela Kienle, Mittelalter

andreas.markt-huter - 25.09.2015

„Ein mittelalterlicher König lebte nicht bequem in einer Hauptstadt. Stattdessen zog er in Friedenszeiten mit seinem „Hof“, also mit seiner Familie, anderen Edelleuten und Diener durchs Reich.“ (19)

Nicht nur für Kinder ist die Welt der Vergangenheit meist schwer verständlich. Zu groß sind oft die Vorstellungswelt, das Denken und die Lebensbedingungen verglichen mit der Gegenwart. Auch die Zeit des Mittelalters, die sich über mehr als 1000 Jahre erstreckt und schon 500 Jahre zurück liegt, muss erst über die Annäherung an zahlreiche Lebensbereiche erlebbar und vorstellbar gemacht werden.

Christian Futscher, Ich habe keinen Fogel

h.schoenauer - 24.09.2015

Rechtschreibung ist in erster Linie ein unlogisches Herrschaftsprogramm, das Menschen in logischer Konsequenz in die Knie zwingt.

Christian Futscher und Leonora Leitl setzten daher mit ihrem Kinderbuch an jener Stelle ein, wo es den System-Erhaltern besonders weh tut: Mit einer alternativen Schreibweise von Fogel am Cover. Denn Kinderbücher werden immer zuerst von Erwachsenen begutachtet, ehe sie vor die Augen der vorgeblichen Zielgruppe treten dürfen.

Danny Wallace, Hamish und die Weltstopper

andreas.markt-huter - 21.09.2015

„Und das war der Augenblick, in dem Hamish merkt, dass irgendetwas nicht stimmte. Denn als er schließlich aufblickte, sah Hamish, dass Mr. Longblather sich nicht rührte. Er war versteinert. Eine Statue. Rührte sich nicht.“ (14)

Hamish Ellerby lebt in Großbritannien, genauer gesagt in Starkley, dem viertlangweiligsten Ort des Königreichs, wo die Zeitung geradezu vor langweiliger Schlagzeilen gähnen, wie z.B. „Turmuhr geht noch immer vor“ oder „Bleistift“ verloren. Doch eines Tages passiert etwas merkwürdiges, was das Leben des zehnjährigen Hamish von Grund auf erschüttert. Die Zeit bleibt stehen und nur er allein kann sich noch bewegen.

Deborah Lock, Annas Safari-Tagebuch

andreas.markt-huter - 18.09.2015

„Endlich bin ich im Camp angekommen! Wir waren zweit Tage lang unterwegs. Das Beste am Flug war die Aussicht. Wer sieht schon den Mount Kenia von oben?“ (4)

Anna geht in Afrika auf Safari und konnte schon beim Anflug auf Kenia den berühmte Mount Kenia von oben betrachten. Sie ist schon ganz aufgeregt im Laufe der Woche Kenias Tierwelt zu erleben.

Lane Smith, Das ist ein Buch!

andreas.markt-huter - 16.09.2015

„Was hast du denn da? Das ist ein Buch. Und wie scrollst du vor und zurück? Ich scrolle überhaupt nicht. Ich schlage die Seite um. Das ist ein Buch. Kannst du damit bloggen?“

Ein Esel und ein Affe sitzen sich gegenüber. Während der Esel auf seinem Laptop spielt, liest der Affe im Buch „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson. Neugierig fragt der Esel, was er da wohl in der Hand halte. „Das ist ein Buch“, erklärt ihm daraufhin der Affe.

Anders Björkelid, Dohlenwinter

andreas.markt-huter - 14.09.2015

„Wir sind Zwillinge, am selben Tag von derselben Mutter geboren. Wer von uns beiden älter ist, wissen wir nicht, und Vater will es nicht verraten. Wulf ist der Größere, aber nur ein paar Fingerbreit, Sunia ist die Stärkere, aber sie gewinnt nicht immer, wenn wir miteinander kämpfen.“ (9)

Die beiden Zwilline Sunia und Wulf leben gemeinsam mit ihrem Vater auf einem Bauernhof abseits des Dorfes am Waldrand. Mit ihren dunklen Haaren und ihrer blassen Haut unterscheidet sich die Familie auch äußerlich von den Dorfbewohnern und ihr Vater versteht viel mehr von der Jagd als vom Leben als Bauer, weshalb er häufig wieder gebeten wird, die wilden Bären und Wölfe zu jagen, die das Dorf und die Bauernhöfe immer wieder bedrohen.

Joe Lillington, Wondu und die Eiszeitriesen

andreas.markt-huter - 08.09.2015

„Wondu, der kleine Bison, lebte in der eiszeitlichen Tundra, einer weiten und kalten Grasebene. Eines Tages beschloss er, in die Welt hinauszuwandern und die Eiszeitriesen zu treffen. Also lief er los.“

Der kleine Eiszeitbison ist neugierig und fühlt sich schon ganz groß. Frech macht er sich auf einen Erkundungsreise in die weiten Grassteppen und trifft auf die außergewöhnliche, aber nicht immer ungefährliche Tierwelt der Eiszeit, die vor allem durch ihre großen Dimensionen beeindrucken.

Jörg Isermeyer, Alles andere als normal

andreas.markt-huter - 01.09.2015

„Aber nicht mal, als dein Körper schlapp macht und du zusammenklappst, will du wahrhaben, dass du nicht weglaufen kannst. Dass du dich deinem Gegner stellen musst. Weil du es selbst bist.“ (5)

Lukas Erdmann lebt in Berlin, ist 12 Jahre alt und sieht sich selbst als ziemlich gewöhnlichen Jungen, der nichts wirklich besonders gut kann oder durch besondere Eigenschaften heraussticht. Das einzige was ihn wirklich interessiert ist Star Wars. Vielleicht macht gerade deshalb Jule einen so großen Eindruck auf ihn, als er das Mädchen dabei ertappt, wie sie heimlich durch ein Fenster seinen Nachbarn beobachtet und dann mit großer Schlagfertigkeit auf seine Fragen reagiert. Als er selbst in das Fenster des Nachbarn schaut, drückt Jule kurzerhand die Klingel und bringt ihn damit vor seinem Nachbarn in ziemliche Bedrängnis.

Oliver Pötzsch, Ritter Kuno Kettenstrumpf und die geheimnisvolle Flaschenpost

andreas.markt-huter - 27.08.2015

„»Die Kokosinseln sind sehr, sehr weit weg, sie liegen noch hinter den Vulkaninseln und dem berüchtigten Tangmeer, fast am Rande der Welt. Der Weg dorthin ist furchtbar gefährlich, krah!« »Trotzdem müssen wir dorthin und meinem Vater helfen«, sagte Kuno mit fester Stimme.“ (25)

Ritter Kuno, Prinz Nepomuk und das Burgfräulein Konstanze ist ziemlich langweilig und so kommt ihnen die geheimnisvolle Flaschenpost, die der Adler Arthur in einem Fluss gefunden hat, genau recht. Als sich noch dazu herausstellt, dass die Flaschenpost von Kunos verschollenem Vater Konrad stammt, der schreibt, dass er auf einer der Kokosinseln jenseits des Perlenmeeres lebt, machen sich die drei Freunde eiligst daran, dessen Rettung in die Wege zu leiten.