Bart Moeyaert, Hinter der Milchstraße
„Aber ich schwieg. Bei Papa wurde ich immer sehr schnell still. Ich sammelte ganz allein meine Erinnerungen an die Ereignisse, ohne ihn. Wenn es so weiterging, überlegte ich, würde ich ein Astronaut werden, der sich eines Tages von ihm lösen und im Weltall verschwinden würde. Nichts, was ich erzählen wollte, war wichtig genug.“ (80)
Oskar und sein älterer Bruder Bossie verbringen die meiste Zeit ihrer Ferien mit ihre gemeinsame Freundin Geesje auf einer alten Steinmauer der Alteisen KG. Auf der einen Seite steht deren Lagerhalle, wo Petra und Priit arbeiteten und auf der anderen Seite befindet sich die Milchstraße. Allen ist ziemlich langweilig und so fantasieren sie von einem Klubhaus oder schließen eine Wette ab: Wer wird schneller sterben? Der alte Dackel, den sie Jeckyll nennen oder sein altes Frauchen, der sie den Namen Nancy Sinatra geben.
„Es war einmal ein Kind, das Schokolade sehr liebte. Natürlich nicht nur dieses Kind, alle Kinder liebten Schokolade. Doch dieses Kind liebte sie mehr als andere Kinder.“ (3)
„Was geschieht mit einem Elf, an dem ein Schrat klebt?“ Das war Eiberts letzte Frage. Denn als auch sie unbeantwortet blieb, trat Wacholder aus dem Schatten des Kinderbaums. Einen Moment lang, während in Jannis‘ Ohren einen Art Holundersturm tobte, tuschelten der Haushofmeister und der Storch miteinander. (31)
„Im Haus von Giraffe, Krokodil und den beiden Kindern Krokira und Raffolo brennt noch Licht. Bald ist Weihnachten. Bald. Was für ein Wort! „Das dauert noch sooo lang!“, stöhnt Krokira.“
„Gleich wird er ertrinken und wir können ihm nicht helfen. Dazu sind wir zu winzig und schwach.“ „Wer sagt denn das?“, ärgerte sich Valentin. „Erstens sind wir nicht zu klein und zweitens sind wir nicht allein.“ (86f)
„Diese Buch rollt ein Stück des großen Welttheaters von einem ungewohnten Blickwinkel her auf: Es will – wie in einem Brennpunkt – die Sicht der anderen auf die Juden und die Sicht der Juden auf sich selbst und die anderen darstellen.“ (7)
„Eine geheimnisvolle Energie fließt durch die Galaxis. Sie durchströmt alle Lebewesen. Sie heißt die Macht. Die Macht ist unsichtbar, aber besondere Wesen können sie spüren. Sie gewinnen durch die Macht erstaunliche Kräfte.“ (82)
„Ein kleiner Hase rollte mal einen großen Ball ins Tal. Dann schuf er ohne Schwierigkeiten einen mittelgroßen zweiten.“
„Der Schlüssel leuchtet, sobald er sich in der Nähe eines Juwels befindet, und mir ist aufgefallen, dass dies in der Nähe des Hauses, in dem das Wächtermädchen wohnt, der Fall ist. Daher bin ich überzeugt, dass der letzte Juwel dort versteckt ist. Findet ihn und bringt ihn mir – dann öffne ich die Pforte, auf dass wir Schattenwesen uns die Herrschaft über die Welt zurückerobern!“ (21)
„Auf einmal zischte es über meinem Kopf. Ein riesiges Monster mit haarigen Beinen stürzte auf mich zu. Es hing an einem Glitzerfaden. Eine Spinne! Zwanzigmal größer als ich. Und Silberfische standen bei ihr sicher ganz oben auf der Speisekarte.“ (27)