Aktuelle Buchtipps

 

Philip Wilkinson / Neil Philip, Mythologie

andreas.markt-huter - 30.06.2018

„Jede Gesellschaft hat ihre ganz eigene Mythologie: Es geht dabei um Geschichten über Götter und Themen von universeller Bedeutung, von der Schöpfung bis zum Tod und darüber hinaus. Seit tausenden von Jahren erzählen Menschen sich diese Geschichten weiter, um ihrem Leben und der Welt, die sie umgibt, einen Sinn zu geben.“ (10)

Das umfangreiche Sachbuch zur Mythologie bietet nach einer Einführung in die Mythologie eine Reise durch die verschiedenen Regionen der Welt, beginnend mit der antiken Mythologie, weiterführend durch die Mythologie Europas, Asiens, Afrikas, Amerikas und Ozeaniens. Dabei werden neben zahlreichen Parallelen auch die jeweiligen Besonderheiten dargestellt.

Clemens Sedmak, Ans Herz gelegt

h.schoenauer - 29.06.2018

sedmak_herz.jpgEin feines Kriterium für Strömungen in der Gesellschaft sind immer sogenannte Ratgeber. Sie zeigen in Themenwahl und Methode, wie sich eine Gesellschaft wünscht, dass etwas besser gelingt.

Clemens Sedmak ist mittlerweile ein gern gesehener Gast für Abende, in denen er eine verbesserte Sprache präsentiert, scheinbar ausgestorbene Tugenden reaktiviert und durchaus nicht verschweigt, dass er als Theologe sich nicht geniert, selber religiös zu sein.

Michael Ende / Max Kruse / Nele Moost u.a., Meine größten Bilderbuchhelden

andreas.markt-huter - 28.06.2018

titelbild: bilderbuchhelden„Dies ist der dumme August mit seiner Familie. Seine Frau ist die dumme Augustine, sie haben drei Kinder: den Guggo, die Gugga und das Guggilein. Außerdem haben sie einen Hund, der Moppel heißt, einen Papagei namens Lora und die Katze Semiramis.“ (aus: Die dumme Augustine)

Der Sammelband „Meine größten Bilderbuchhelden“ bietet fünf Geschichten der ganz großen Kinderbuchautorinnen und –autoren Deutschlands. Neben Michael Endes „Tranquilla Trampeltreu“ finden sich „Urmel sucht den Schatz“ von Max Kruse, „Die dumme Augustine“ von Otfried Preußler, „Dr. Brumm fährt Zug“ von Daniel Napp und „Alles mutig!“ von Nele Moost.

Christine Riccabona / Erika Wimmer (Hg.), Arunda. Vierzig

h.schoenauer - 27.06.2018

Titelbild: ArundaEine Zeitschrift nach einem Berg zu benennen, ist nie falsch. Zumindest Begriffe wie stabil, zeitlos und offen lassen auf ein Konzept schließen, wonach man mit Weitblick eine regionale Kultur zu bestreichen gedenkt. Arunda ist ein Berg in der Nähe von Mals Richtung Grenzgebiet zur Schweiz, von wo aus man an guten Tagen gute Sicht auf den Vinschgau hat.

Wie in der Zeit der regionalen Print-Euphorie üblich, ist im Jahre 1976 die Arunda gegründet worden, die jetzt zum vierzigsten Geburtstag vollständig digitalisiert und online gestellt ist. Christine Riccabona und Erika Wimmer haben zudem einen Arunda-Jubiläumsband herausgegeben, worin die Arunda-Macher im losen Gespräch die letzten Jahrzehnte Revue passieren lassen, umkränzt von Dokumenten und Fotos.

John Farndon, So funktioniert dein Körper

andreas.markt-huter - 26.06.2018

Titelbild: John Farndon, So funktioniert dein Körper„Willkommen im Körper! Es gibt große und klein, dicke und dünne Menschenkörper. Das, was sich in ihrem Inneren abspielt, ist aber immer gleich. Komm mit auf eine rasante Tour durch deinen Körper.“ (6)

Dreißig Fragen zu allen Bereichen des menschlichen Körpers von seiner Chemie über seinen Zellaufbau, die Atmung, das Blut bis hin zu Fragen wie Sehen funktioniert oder Riechen, Hören, Schmecken und Gehen. Das Buch bietet aber auch Antworten dazu, weshalb Kinder ihren Eltern ähnlich sehen, was Jungen von Mädchen unterscheidet oder wie ein Kind entsteht.

Stadtgemeinde Bozen (Hg.), BZ‘18-‘45: Ein Denkmal, eine Stadt, zwei Diktaturen

h.schoenauer - 25.06.2018

Titelbild: Bozen - Ein Denkmal, eine Stadt, zwei DiktaturenDas Siegesdenkmal steht zwar in Bozen, beschäftigt aber wie jedes gute Denkmal das ganze Land, in diesem Falle ganz Tirol. Das Siegesdenkmal ist wie jedes gute Denkmal ständig vom Abriss bedroht und bringt dadurch ständig einen Diskurs auf die Beine. Abermals ein Beweis, dass es ein gutes Denkmal ist. Das Siegesdenkmal ist zur Zeit Anlass und Ort für eine denkwürdige Ausstellung, in der Macht, Herrschaft, Kultur, Baugeschichte und Gebrauch von Geschichte denkwürdig zum Ausdruck gebracht sind.

Das Denkmal wird zwischen 1926 und 1928 nach einem Entwurf des bedeutenden italienischen Architekten Marcello Piacentini errichtet. Benito Mussolini widmet es dem „italienischen Sieg“, und Inschriften von Barbaren, denen man Sprache und Schrift bringen muss, zeugen davon, dass hier auf freier Wiese zwischen Bozen und Gries jetzt ein anderer Wind weht. Das Denkmal darf auch nicht für sich alleine stehend analysiert werden, man muss sich immer den ganzen Stadtteil hinzu denken, wie ja auch der Architekt das Denkmal nur als Eintrittskarte für seine Bautätigkeit im ganzen Viertel gesehen hat.

Stephan Schulmeister, Der Weg zur Prosperität

andreas.markt-huter - 22.06.2018

Titelbild: Stephan Schulmeister, Der Weg zur Prosperität„Vor fünfzig Jahren herrschte Vollbeschäftigung, die Staatsverschuldung war zwanzig Jahre lang gesunken, der soziale und europäische Zusammenhalt war stärker als heute. Warum hat sich die Lage in Europa seither schleichend verschlechtert? Welche Einsichten braucht es, damit wir die gesellschaftliche Entwicklung nicht als »Sachzwang« erleben, sondern als gestaltbar, und zwar von uns selbst? Welche Wege führen aus der Krise?“ (9)

Verständlich und detailliert weist Stephan Schulmeister die vorherrschende neoliberale Wirtschaftstheorie, die sich mittlerweile zur gesellschaftspolitischen Religion entwickelt hat, als Ursache für den beständigen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Niedergang in Europa nach.

Neal Shusterman, Scythe - Der Zorn der Gerechten

andreas.markt-huter - 21.06.2018

titelbild: Neal Shusterman, Scythe - Der Zorn der Gerechten„Was für ein Glück, dass ich zu den Empfindungsfähigen zähle und meinen Zweck kenne. Ich diene der Menschheit. Ich bin das Kind, das zum Elternteil geworden ist. Das Geschöpf, das anstrebt, zum Schöpfer zu werden. Sie haben mir den Namen Thunderhead gegeben …“ (9)

In einer unbekannten Zukunft ist es der Menschheit gelungen, den Tod zu überwinden. Ein alles kontrollierenden und allmächtigen Computer regelt für die Menschheit das bestmögliche Leben. Die Scythe haben die Aufgabe erhalten, die Anzahl der Menschen zu kontrollieren und in Grenzen zu halten, indem sie wie Todesengel, das Leben ausgewählter Menschen beenden. Doch immer mehr Scythe haben die strengen moralischen Richtlinien ihrer Zunft verlassen und damit begonnen, ihre Macht nach eigenen Regel und zum eigenen Vorteil zu missbrauchen.

Nenad Velickovic, Der Vater meiner Tochter

h.schoenauer - 20.06.2018

Titelbild: Nenad Velickovic, Der Vater meiner TochterBegriffe geben manchmal vor, einen Sachverhalt darzustellen, und das Individuum ordnet sich meist diesen gängigen Bezeichnungen unter, damit eine Ruhe ist. In Wirklichkeit rumort es dann in den Helden weiter.

Nenad Velickovic hat seinen ersten Roman „Logiergäste“ genannt. Damit spielt er auf den Zustand an, dass die Bewohner Sarajevos während der Belagerung eine Mischung aus Gefangenen, Flüchtlingen, Fremden und Eingewiesenen dargestellt haben. Als Gäste mit oft erbärmlicher Logis haben sie sich eine neue Form der Identität suchen müssen.

Erwin Moser, Bärenträume

andreas.markt-huter - 19.06.2018

titelbild: Erwin Moser, Bärenträume„Bruno, der kleine Bär, hält seinen Winterschlaf. In seiner Höhle ist es gemütlich, weich und warm. Draußen fällt der Schnee. Bruno Bär träumt einen süßen Traum. Einen echten Bärentraum. Er träumt, dass er an einem Strand eine Badewanne und zwei Fässer voll Honig findet!“ (7)

Die kalten Winter sind lang, doch Bruno Bär verbringt seinen Winterschlaf mit wunderbar unterhaltsamen Traumgeschichten und lustigen Bildträumen, mit denen die kalte Jahreszeit fluggs vorübergeht.