Philip Wilkinson / Neil Philip, Mythologie
„Jede Gesellschaft hat ihre ganz eigene Mythologie: Es geht dabei um Geschichten über Götter und Themen von universeller Bedeutung, von der Schöpfung bis zum Tod und darüber hinaus. Seit tausenden von Jahren erzählen Menschen sich diese Geschichten weiter, um ihrem Leben und der Welt, die sie umgibt, einen Sinn zu geben.“ (10)
Das umfangreiche Sachbuch zur Mythologie bietet nach einer Einführung in die Mythologie eine Reise durch die verschiedenen Regionen der Welt, beginnend mit der antiken Mythologie, weiterführend durch die Mythologie Europas, Asiens, Afrikas, Amerikas und Ozeaniens. Dabei werden neben zahlreichen Parallelen auch die jeweiligen Besonderheiten dargestellt.
Ein feines Kriterium für Strömungen in der Gesellschaft sind immer sogenannte Ratgeber. Sie zeigen in Themenwahl und Methode, wie sich eine Gesellschaft wünscht, dass etwas besser gelingt.
„Dies ist der dumme August mit seiner Familie. Seine Frau ist die dumme Augustine, sie haben drei Kinder: den Guggo, die Gugga und das Guggilein. Außerdem haben sie einen Hund, der Moppel heißt, einen Papagei namens Lora und die Katze Semiramis.“ (aus: Die dumme Augustine)
Eine Zeitschrift nach einem Berg zu benennen, ist nie falsch. Zumindest Begriffe wie stabil, zeitlos und offen lassen auf ein Konzept schließen, wonach man mit Weitblick eine regionale Kultur zu bestreichen gedenkt. Arunda ist ein Berg in der Nähe von Mals Richtung Grenzgebiet zur Schweiz, von wo aus man an guten Tagen gute Sicht auf den Vinschgau hat.
„Willkommen im Körper! Es gibt große und klein, dicke und dünne Menschenkörper. Das, was sich in ihrem Inneren abspielt, ist aber immer gleich. Komm mit auf eine rasante Tour durch deinen Körper.“ (6)
Das Siegesdenkmal steht zwar in Bozen, beschäftigt aber wie jedes gute Denkmal das ganze Land, in diesem Falle ganz Tirol. Das Siegesdenkmal ist wie jedes gute Denkmal ständig vom Abriss bedroht und bringt dadurch ständig einen Diskurs auf die Beine. Abermals ein Beweis, dass es ein gutes Denkmal ist. Das Siegesdenkmal ist zur Zeit Anlass und Ort für eine denkwürdige Ausstellung, in der Macht, Herrschaft, Kultur, Baugeschichte und Gebrauch von Geschichte denkwürdig zum Ausdruck gebracht sind.
„Vor fünfzig Jahren herrschte Vollbeschäftigung, die Staatsverschuldung war zwanzig Jahre lang gesunken, der soziale und europäische Zusammenhalt war stärker als heute. Warum hat sich die Lage in Europa seither schleichend verschlechtert? Welche Einsichten braucht es, damit wir die gesellschaftliche Entwicklung nicht als »Sachzwang« erleben, sondern als gestaltbar, und zwar von uns selbst? Welche Wege führen aus der Krise?“ (9)
„Was für ein Glück, dass ich zu den Empfindungsfähigen zähle und meinen Zweck kenne. Ich diene der Menschheit. Ich bin das Kind, das zum Elternteil geworden ist. Das Geschöpf, das anstrebt, zum Schöpfer zu werden. Sie haben mir den Namen Thunderhead gegeben …“ (9)
Begriffe geben manchmal vor, einen Sachverhalt darzustellen, und das Individuum ordnet sich meist diesen gängigen Bezeichnungen unter, damit eine Ruhe ist. In Wirklichkeit rumort es dann in den Helden weiter.
„Bruno, der kleine Bär, hält seinen Winterschlaf. In seiner Höhle ist es gemütlich, weich und warm. Draußen fällt der Schnee. Bruno Bär träumt einen süßen Traum. Einen echten Bärentraum. Er träumt, dass er an einem Strand eine Badewanne und zwei Fässer voll Honig findet!“ (7)