Aktuelle Buchtipps

 

Mickaël Launay, Der große Roman der Mathematik

andreas.markt-huter - 10.09.2018

launay_mathematik.jpg„«Ich bin Mathematiker.»  «Oh, in Mathe war ich immer eine Niete!»  «Ach wirklich? Trotzdem schien sie das, was ich gerade erzählt habe, zu interessieren.»  «Ja, aber das ist keine richtige Mathematik …. Das kann man noch verstehen.» Nanu! Das hatte ich noch nie gehört: Die Mathematik wäre also, per definitionem, eine Disziplin, die man nicht verstehen kann?“ (S. 7)

Mickaël Launay liebt es, den Menschen die Scheu vor der Mathematik zu nehmen und ihnen die Faszination von Zahlen und geometrischen Formen näherzubringen. Manchmal stellt er an den ungewöhnlichsten Orten, wie z.B. auf einem Sommermarkt zwischen einem Stand mit Handyzubehör und einem Stand für Hennatattoos und afrikanischen Haarflechten seinen eigenen Mathematikstand zu eröffnen.

Radek Knapp, Der Mann, der Luft zum Frühstück aß

h.schoenauer - 07.09.2018

Titelbild: Radek Knapp, Der Mann, der Luft zum Frühstück aßWenn etwas an der Oberfläche glatt und verlogen ist, muss man das Botox eben unterirdisch spritzen in Gestalt von Groteske und Anarchie.

Radek Knapp schickt seinen Ich-Erzähler zu einer Rosskur nach Österreich. Der zwölfjährige Walerian wird von seiner Mutter in ein Migrationsprogramm gesteckt. Sie reisen von Warschau an und landen an einem Feld hinter einem Schranken, das da drüben ist Österreich.

Fiona Coward u.a., Das Geschichts-Buch

andreas.markt-huter - 05.09.2018

Titelbild: Fiona Coward, Das Geschichtsbuch„Die Selbsterkenntnis des Menschen ist das höchste Ziel der Beschäftigung mit Geschichte – oder, um es mit den Worten des britischen Historikers R. G. Collingwood (1889 – 1943) zu sagen: »Der Wert der Geschichte liegt darin, uns zu lehren, was der Mensch getan hat, und damit, was er ist.« Ohne historische Kenntnisse verstehen wir unser Leben nicht.“ (12)

„Das Geschichts-Buch“ lädt ein zu einer aufregenden Reise durch die Geschichte der Menschheit, von ihren Anfängen in der Steinzeit, über die ersten Hochkulturen, die Antike, das Mittelalter bis in die Neuzeit und jüngste Gegenwart der modernen Welt.

Charlie English, Die Bücherschmuggler von Timbuktu

h.schoenauer - 03.09.2018

titelbild: Charlie English, Die Bücherschmuggler von TimbuktuLesenden Patrioten drückt es heute noch das Wasser in die Augen, wenn sie sich daran erinnern, wie beim Brand der Wiener Hofburg 1992 die Feuerwehr im einen Abschnitt gelöscht und die Polizei im anderen Sektor wertvolle Bücher gerettet hat. In einer Bücherkette des Volkes werden die nationalen Schätze gerettet, obwohl niemand vor und nach dem Brand in diesen Büchern gelesen hat.

Bücher können die Seele und das Geheimnis einer Stadt sein, wie es das sagenumwobene Timbuktu beweist. Über diese Stadt in Mali steht in jedem Reiseführer, dass es sie zweimal gibt, einmal als realen Ort und einmal als Mythos von Schriften.

Anna Xiulan Zeeck, Jener Sommer

andreas.markt-huter - 31.08.2018

Titelbild: Anna Xiulan Zeeck, Jener Sommer„Nur Erwachsene konnte sie zu dieser frühen Stunde noch nicht in den Anlagen entdecken. Es war ein vertrautes Bild, so wie sie es jeden Tag sah. Dabei fiel ihr der Spruch ein, der besagte, dass heutzutage chinesische Schüler den schwersten Beruf ausübten. Gemeint war, dass sie als Letzte zu Bett gingen und als Erste aufstehen mussten.“ (46)

Die zwölfjährigen Shuya, Hanshan und der dreizehnjährige Wenhua besuchen eine sogenannte Superschule, aus denen der größte Prozentsatz an Schülerinnen und Schülern hervorgeht, der die städtische Zentralprüfung zur Oberstufenschule schafft. Die Oberstufe wiederum ist das Sprungbrett an die Universität, die in China eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Berufsleben darstellt.

Joey Comeau, Überqualifiziert

h.schoenauer - 29.08.2018

titelbild: Joey Comeau, ÜberqualifiziertÜberqualifiziert ist in der Arbeitswelt eine elegante Umschreibung für Kotzen. Wenn jemand keinen Zugang zur Arbeit findet, beschreibt man ihn beschönigend als überqualifiziert, damit er nicht gleich alles hinschmeißt, sondern sinnlos weitersucht.

Joey Comeau beschreibt diesen quälenden Zustand „überqualifiziert“ mit einem Briefroman. Jemand mit der Unterschriftskraft des Autors verfasst ununterbrochen Bewerbungsschreiben und entdeckt dabei, dass sich so der Sinn des Lebens und der Unsinn der Arbeit brauchbar darstellen lassen.

Mac Barnett, Der Wolf, die Ente und die Maus

andreas.markt-huter - 27.08.2018

macbarnett_wolf.jpg„Eines frühen Morgens traf eine Maus auf einen Wolf und wurde gleich verschlungen. »O weh!«, sagt die Maus. »Oje! Ich bin gefangen im Bauch dieses Untiers. Gleich ist es aus mit mir.«

Eine kleine Maus schaute eines Morgens verschlafen und daher unvorsichtig aus ihrem Mäuseloch heraus, vor dem bereits ein großer Wolf lauert. Dieser lässt sich die überraschende Gelegenheit nicht entgehen und verschlingt ohne langes Zögern die kleine Maus mit einem Bissen.

Oswald Blassnig, Mit Verlaub, Herr O!

h.schoenauer - 24.08.2018

Titelbild: swald Blassnig, Mit Verlaub, Herr O!In zivilisierten Gesellschaften hat der Staat das Gewaltmonopol, und damit möglichst viele Staatsbürger davon kosten können, gibt es in manchen Staaten eine Wehrpflicht.

Mit dieser zwangsweisen Eingliederung in die Welt der Gewalt geraten viele sogenannte Präsenzdiener in einen Konflikt. Im Schulbereich nämlich haben sie das gewaltfreie Regeln von Konflikten gelernt, und jetzt sollen sie Hemmungen abbauen, wenn es ums Losschlagen geht.

Breit / Massing / Buchstein (Hrsg.), Demokratietheorien

andreas.markt-huter - 20.08.2018

Buch-Cover

"Die Herrschaft des Volkes aber hat vor allem schon durch ihren Namen - Gleichberechtigung aller - den Vorzug; zweitens aber tut sie nichts von all dem, was ein Alleinherrscher tut." (25)

Gleich zu Beginn richten sich die drei Herausgeber in ihrem Vorwort an die Zielgruppe des Sachbuches, Studierende der Politikwissenschaft und der Geschichte, Lehrende in der politischen Bildung sowie Schülerinnen und Schüler der Oberstufe.

Jeff Gottesfeld, Anne Frank und der Baum

andreas.markt-huter - 17.08.2018

Titelbild: Jeff Gottesfeld, Anne Frank und der Baum„»Wir betrachteten den blauen Himmel, den kahlen Kastanienbaum, an dessen Zweigen kleine Tropfen glitzerten, die Möwen und die anderen Vögel, die im Tiefflug wie aus Silber aussahen. Das alles rührte und packte uns beide so, dass wir nicht mehr sprechen konnten.« Anne Frank“

Anne Franks Tagebuch gehört wohl zu den berühmtesten und berührendsten Tagebüchern der Weltgeschichte und ihr Schicksal steht stellvertretend für die Opfer des Nationalsozialismus. Dabei ist es die persönliche Form des Tagebuchs, die das Leben der Anne Frank den Menschen so nahegeht. Jeff Gottesfeld und Peter McCarty erzählen die Geschichte ihrer Familie mit dem Blick aus Anne Franks Fenster.