James Krüss, Wenn die Möpse Schnäpse trinken
„Wenn die Möpse Schnäpse trinken, wenn vorm Spiegel Igel stehn …“
So beginnt das lustige Gedicht des deutschen Schriftstellers und Autors James Krüss, in dem die verschiedensten Tiere die merkwürdigsten und lustigsten Sachen machen. Ob nun Möpse Schnäpse trinken oder Ochsen boxen: alles machen sie für den fröhlichen Reim.
„Worum geht es in diesem Buch? Ich möchte zeigen, dass es keinen vernünftige Grund gibt, dem Christentum Kompetenz in moralischen Fragen zuzuschreiben.“ (7)
Wenn einem die Decke der eigenen Identität auf den Schädel fällt, wünscht man sich leicht, inkognito unterzutauchen und ein neuer Mensch zu sein. Freilich gehen dann die Probleme erst recht wieder los.
Die statische und wie eine Wurstware gut abgehangene Form der Liebe ist das „geliebt“, das wie „geselcht“ klingt.
„Hannas Herz klopfte, als sie die Tücher mit einem Ruck beiseite zog. Zwischen dem Spielzeug und den Kleidern lag – ein Zebra. Ein echtes Zebra. Ein lebendes, atmendes Zebra.“ (11 f)
Es müssen nicht immer für die Öffentlichkeit taugliche Heroen sein, die einen gewissen Lebensstil zur Schau tragen, die wahren Lebenskonzepte spielen sich meist ohne großen Tamtam auf kleinstem Raum mit wenig Personal ab.
„Alle Himmelkörper, die unsere Sonne umkreisen, gehören zu unserem Sonnensystem. Das sind die inneren Planeten, die eine feste Oberfläche haben, und die Gasriesen. Außerdem zählen die Kleinplaneten, die Asteroiden, die Kometen und natürlich die Sonne selbst zum Sonnensystem.“ (5)
Die Absichten der Literatur sind mannigfaltig, eine Besonderheit ist freilich, dass sie sich stets selbst analysiert und überprüft, ob die angestrebten Absichten auch erreicht werden. Die Literatur funktioniert dabei wie eine sich selbst reinigende Pfanne.
„Die Wolke ist auf dem Rasen im Park gelandet. Niko bleibt in sicherem Abstand stehen. »So etwas habe ich noch nie gesehen“, flüstert er. Die Wolke löst sich langsam auf und ein rundes Raumschiff kommt zum Vorschein.« (8)
Wenn wir der Literatur selbstverständlich Kräfte zuschreiben, die weit in unser logisches, biologisches und historisches Bewusstsein hineinwirken, dann dürfen wir auch in der Medizin ab und zu Kräfte ins Spiel bringen, die über das Zell-logische Verhalten unseres Körpers hinausgehen.