Aktuelle Buchtipps

 

Hans Augustin, Der Fälscher

h.schoenauer - 18.12.2013

Die Fälscherei ist genaugenommen das größte Betätigungsfeld, das sich ein Mensch aussuchen kann. Denn in jedem Beruf, bei jedem Kunstwerk, in jeder Aussage kann es zu einer Fälschung kommen. Voraussetzung für eine gelungene Fälschung ist, dass man vom sogenannten Richtigen eine Ahnung hat.

Hans Augustin legt seine Figuren immer an jene Kippe zwischen falsch und wahr, woran letztlich die Helden und die Leser gleichsam scheitern. Denn gerade die Wahrscheinlichkeit, dass das Wahre falsch ist und umgekehrt, macht eine eindeutige Erkenntnis schier unmöglich.

Claude-Bernard Costecalde (Hg.), Die große illustrierte Kinderbibel

andreas.markt-huter - 17.12.2013

„Dieses Buch erzählt anhand von Originaltexten und farbigen Illustrationen ausgewählte Geschichten aus der Bibel. Zusätzliche Erklärungen und Abbildungen sorgen für ein besseres Verständnis der Texte und vermitteln Hintergrundwissen.“ (7)

Auf knapp 380 Seiten bietet die große illustrierte Kinderbibel die wichtigsten Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament, wobei beiden Büchern eine umfangmäßig vergleichbare Auswahl gewidmet wird. Besonderer Wert wird dabei auf eine leicht lesbare und verständliche Sprache gelegt.

Hans Zehsigs, Der liebe Gott und das Fernsehen

h.schoenauer - 13.12.2013

Seit das Lesen flächendeckend verbreitet ist, gibt es auch so etwas wie einen Reise-Reader, früher nach dem Verkehrsmittel „Rollwagen“-Büchlein genannt. Eines der bekanntesten dieser Kleinodien stammt vom Elsässer Jörg Wickram aus dem Jahre 1555, dabei geht es um allerhand Schwänke, die man kurz liest, dann schmunzelt man und schaut wieder in die Landschaft.

Hans Zehsigs hat sich dieses leichte Leseverhalten reisender Verlagskunden zu Nutze gemacht und allerlei Schnurren und Sprüche zusammengetragen, die sich meist um das Handwerk des Schreibens, Publizierens oder Fernsehens abspielen.

Birgit Schwaner, Polyphems Garten

h.schoenauer - 11.12.2013

Figuren aus der Mythologie tauchen gerne wie in der Spionageszene als Schläfer ab, ehe sie dann zu einem besonderen Anlass geweckt und zu einem frischen Einsatz gebracht werden.

Birgit Schwaner hat für ihre dystopische Erzählung von einem digital entgleisten Gemeinwesen den einäugigen Zyklopen Polyphem zum Leben erweckt. Wie in unserer Gesellschaft üblich, dient der griechische Heroe als Namensspender für ein raffiniertes Produkt, in diesem Falle sind es Überwachungsdrohnen, die offensichtlich einäugig über der Stadt schweben.

Hannah Dolan / Elizabeth Dowsett, Jedi-Ritter in Gefahr

andreas.markt-huter - 10.12.2013

„Qui-Gon und Obi-Wan reisen in diesem Raumschiff durch die Galaxis. Verrate es niemandem! Die beiden sind in geheimer Mission zur Handelsföderation unterwegs. Die Jedi müssen einen Streit zwischen der Handelsföderation und dem Planten Naboo schlichten. Schaffen sie das nicht, könnte Krieg ausbrechen! (8f)

Im ersten Buch „Die dunkle Bedrohung“ müssen sich die Jedi-Ritter Qui-Gon und Obi-Wan-Kenobi mit Nute Gunray und dem bösen Sith-Lord Darth Sidious auseinandersetzen. Als sie zu einer Friedensmission auf dem Planeten Naboo eintreffen, werden sie von hunderten von Kampfdroiden angegriffen.

Fabian Oppolzer, Kein böses Kind

h.schoenauer - 09.12.2013

Kinder oder Hunde, die sich auffällig benehmen, werden gegenüber der Umwelt oft mit den Sätzen verteidigt, der tut nichts, der ist ein braver Hund, das ist kein böses Kind!

Fabian Oppolzer erzählt von dem auffälligen aber nicht bösen Kind Paul, das offensichtlich schwer beeinträchtigt ist und seine Eltern phasenweise zur Gutmüdigkeit herausfordert.

Rafik Schami, „Hast du Angst?“, fragte die Maus

andreas.markt-huter - 07.12.2013

„Oje, die Katze, die Katze, die Katze ist hinter mir her, ich habe solche Angst bekommen“, keuchte sie. „Wo ist sie denn?“, fragte Mina, die kleine Maus. „Wer? Die Katze?“, fragte die Mutter. „Nein, die Angst, die du bekommen hast“, sagte Mina.

Mina ist eine kleine Maus, die noch nicht viel weiß, aber neugierig ist und ganz besonders interessiert sie, was Angst ist. Unbekümmert macht sich die junge Maus allein auf den Weg, um herauszufinden, was Angst ist.

Julia Kissina, Frühling auf dem Mond

h.schoenauer - 06.12.2013

In der Literatur ist der Mond oft für jene Verhältnisse zuständig, die auf der Erde nicht möglich sind.

Julia Kissina erzählt vom „Zustand des Lunitarismus“, den ein etwa zwölfjähriges Mädchen erlebt, ehe es dann rasch erwachsen wird. Die Ich-Erzählerin ist gerade dabei, sich als Individuum zu fassen und gewisse Lebensprogramme zu starten. Sie lebt im Umbruch mit sich selbst, und auch die Stadt Kiew, worin sie ihre Lebenserfahrungen macht, ist gerade im Umbruch.

Andrew Lane, Young Sherlock Holmes - Nur der Tod ist umsonst

andreas.markt-huter - 05.12.2013

„Vielleicht ist euch selbst schon in den Sinn gekommen, dass alles, was Mr Crowe statt zu kämpfen zur Flucht veranlassen vermag, wahrscheinlich größer und gefährlicher ist, als ihr euch vorstellen könnt. Ich habe Mr Crow immer als einen Mann betrachtet, der absolut keine Furcht kennt.“ (186)

Sherlocks großer Mentor und Lehrmeister der amerikanische Kopfgelderjäger Amyus Crowe und seine Tochter Virgina sind spurlos aus ihrem Cottage verschwunden, noch ehe er ihnen berichten konnte, dass sich zwei zwielichtige Amerikaner auf der Suche nach ihnen befinden. Mit viel Scharfsinn gelingt es Sherlock den entscheidenden Hinweis zu finden, wohin Amyus und Virginia geflüchtet sein könnten.

Klaus Bielau, Die Insel von jenseits der Zeit

h.schoenauer - 04.12.2013

Manchmal ist die Rahmenhandlung aufregender als die Geschichte, die sie in ihrem Kern umrahmt.

Die Insel von jenseitiger Zeit liegt naturgemäß hinter allen Zeiten als Ort der Sehnsucht, Erlösung und gelungener Selbstverwirklichung. Klaus Bielau versteckt diese Insel mit erzähltechnischen Tricks in einem amorphen Gebinde aus Raum und Zeit.