Lesekultur

Edin Prnjavorac und Veronika Nitsche (Hrsg.), Südostwind

andreas.markt-huter - 17.01.2007

Buch-CoverIch traf gestern einen Käfer / Er sprach kein Deutsch / und beschwerte sich über Kreuzschmerzen / in einer Sprache, / die ich nur deshalb verstand, / weil es um Schmerzen ging. Die Strophe aus Goran Novakovics Gedicht Die Sprache (S.34)stößt einen unmittelbar, wie mit einem kurzen Knüppel in die Welt der Migration hinein.

In knapp 100 lyrischen Texten zeichnen 38 Autorinnen und Autoren, die als MigrantInnen in Österreich leben, wehmütige Bilder von Sehnsucht, Heimweh, Überlebensängsten und vom Leben in der Fremde. Ihre Gedichte und lyrischen Texte sind Erinnerungen an die Vergangenheit aber auch ein Ausdruck von Hoffnung und nach dem Wunsch nach Friede und Freiheit.

Bosko Tomasevic: Ein literarisches Leben zwischen den Welten, 2

andreas.markt-huter - 15.12.2006

Der Innsbrucker Wissenschaftler und Schriftsteller Bosko Tomasevic blickt auf ein bewegtes Leben zurück blicken. Nicht nur, dass er der erste Stadtschreiber Innsbrucks war, er hatte auch persönlichen Kontakt zu europäischen Geistesgrößen wie Hans-Georg Gadamer, Jacques Derrida, George Steiner und Gilles Deleuze. In Ex-Jugoslawien war er federführend für die Rezeption von Autoren wie Martin Heidegger und Georg Trakl mitverantwortlich.

Seit knapp zehn Jahren lebt der in Serbien geborene Wissenschaftler und Schriftsteller Bosko Tomasevic bereits in Innsbruck. Geboren wurde er 1947 in der Vojvodina, nahe der ungarischen Grenze. In der mehrsprachigen Region in Serbien leben Ungarn, Tschechen, Juden, Slowaken, Rumänen und Serben schon seit Jahrhunderten zusammen. Das Zusammenleben mit verschiedenen Kulturen und Religionen war für Tomasevic nichts Fremdes und so hat Westeuropa mit seinen unterschiedlichen Kulturen immer schon eine Faszination auf den Literaturwissenschaftler ausgeübt.

Bosko Tomasevic: Ein literarisches Leben zwischen den Welten - 1

andreas.markt-huter - 08.12.2006

Der Innsbrucker Wissenschaftler und Schriftsteller Bosko Tomasevic blickt auf ein bewegtes Leben zurück blicken. Nicht nur, dass er der erste Stadtschreiber Innsbrucks war, er hatte auch persönlichen Kontakt zu europäischen Geistesgrößen wie Hans-Georg Gadamer, Jacques Derrida, George Steiner und Gilles Deleuze. In Ex-Jugoslawien war er federführend für die Rezeption von Autoren wie Martin Heidegger und Georg Trakl mitverantwortlich.

Seit knapp zehn Jahren lebt der in Serbien geborene Wissenschaftler und Schriftsteller Bosko Tomasevic bereits in Innsbruck. Geboren wurde er 1947 in der Stadt Becej in der Vojvodina, nahe der ungarischen Grenze. In der mehrsprachigen Region in Serbien leben Ungarn, Tschechen, Juden, Slowaken, Rumänen und Serben schon seit Jahrhunderten zusammen. Das Zusammenleben mit verschiedenen Kulturen und Religionen war für Tomasevic nichts Fremdes und so hat Westeuropa mit seinen unterschiedlichen Kulturen immer schon eine Faszination auf den Literaturwissenschaftler ausgeübt.

Sind Österreicher lesefaul - Lesekultur im europäischen Vergleich

andreas.markt-huter - 15.11.2006

Ländervergleiche im Bereich der Bildung erfreuen sich seit den beiden PISA-Studien großer Aufmerksamkeit. Ein guter Grund einmal das Leseverhalten der Österreicherinnen und Österreich mit dem Leseverhalten in anderen Staaten der Europäischen Union zu vergleichen.

Während die PISA-Studie die Testergebnisse von SchülerInnen und Schüler im Alter zwischen 15 und 16 Jahren international vergleicht, soll im folgenden Fragen nach der „Lesekultur“ europäischer Bürger ab dem 15. Lebensjahr näher nachgegangen werden. Wie unterscheidet sich das Leseverhalten in Österreich vom Leseverhalten in anderen europäischen Ländern? Wie viele Bücher lesen Herr und Frau Österreicher im Durchschnitt, aus welchen Gründen lesen sie und wie oft besuchen sie eine Bibliothek? Liegt Österreich im europaweiten Vergleich bei den Erwachsenen besser als die 15-/16-jährigen bei der PISA-Studie?

Allerheiligen und Allerseelen

andreas.markt-huter - 01.11.2006

Allerheiligen und Allerseelen sind die Tage im Jahr an denen Christen der Heiligen und ihrer Verstorbenen Verwandten gedenken. Bereits im frühen Mittelalter bürgerte sich der 1. November als Tag der Heiligenverehrung und der 2. November als Tag des Andenkens an die Verstorbenen ein.

Nachdem es nicht mehr möglich war, jeden Heiligen an einem besonderen Tag zu feiern, führte die Kirche recht bald einen Festtag für alle Heiligen ein. Für die östliche Kirche lässt sich ein Allerheiligenfest bereits zu Anfang des 4. Jhds. nachweisen. Der älteste Beleg findet sich bei Johannes Chrysostomos für Antiochien im 4. Jahrhundert am Oktavtag von Pfingsten mit der Bezeichnung „Herrentag aller Heiligen”. Für die westliche Kirche ordnete Papst Bonifaz IV. zu Beginn des 7. Jhds. eine jährliche Feier für die Jungfrau Maria und alle Heiligen an, die am Freitag nach Ostern stattfand. Papst Gregor III. verlegte in der 1. Hälfte des 8. Jhds. das Fest der Heiligen auf den 1. November.

Sagen der Gegenwart

andreas.markt-huter - 06.10.2006

Wer sich für Sagen und Märchen interessiert, für den ist die Internet-Site „sagen.at“ schon seit langem mehr als ein Geheimtipp. Dass die Herkunft von Sagen nicht immer Jahrhunderte zurück reichen muss, zeigen die zahlreichen „Sagen der Gegenwart“, die auf „sagen at.“ zu finden sind.

Bereits vor längerer Zeit wurde „Sagen.at“ auf Lesen in Tirol ausführlich vorgestellt, die Internet-Site mit Europas größter Sagensammlung wo Sagen aus Tirol, Österreich, Europa, Asien, Amerika, Afrika und Australien nach zu lesen sind. Neben alten und traditionellen Sagen und Märchen finden sich aber auch moderne Sagen, die sich zu Ereignissen der näheren Vergangenheit gebildet haben.

Im Brennpunkt: Das Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung, Teil 1

andreas.markt-huter - 21.08.2006

Seit 1992 macht es sich das Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung zur Aufgabe, die Volkskultur des Alpenraums im gesellschaftlichen Bewusstsein verstärkt zu verankern. Dies geschieht durch  zahlreiche Veröffentlichungen, Veranstaltungen und eine Bibliothek, die neben Büchern und Zeitschriften auch zahlreiche Video- und Tonaufzeichnungen zur Volkskultur umfasst.

 

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Das Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung verfolgt in seiner Selbstdarstellung das Ziel:

Die Bibliothek des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum – Wählen aus einer Vielzahl von Zeitungen und Zeitschriften

andreas.markt-huter - 27.07.2006

Nichts ist so alt wie die Zeitung des heutigen Tages. Diese Weisheit hat in Bibliotheken nur begrenzten Wahrheitswert. Vielmehr lässt sich beobachten, wie fasziniert Jung und Alt von dem vor vielen Jahren bedruckten Papier bis heute sind.

Tiroler Verlage stellen sich vor: Der Suria-Verlag

andreas.markt-huter - 21.07.2006

Was bin ich eigentlich? Ein Verlag oder ein Eigenverlag? Ein Verlag - würde ich sagen, da ich ja nichts von mir verlege, sondern die Bücher meiner Frau. Ein Eigenverlag - meinen zumindest diverse Literaturwettbewerbsverantwortliche, die die Autorin nicht teilnehmen lassen, weil sie ja noch nichts in einem „richtigen“(? ) Verlag veröffentlicht hat.

Wie auch immer, begonnen hat alles so:

Etwa um 1996/97 gingen Manuskripte der Autorin auf die Reise zu diversen Verlagen und kamen wieder unverrichteter Dinge zurück. Ein Verlag zeigte dann doch Interesse, sowohl an den Gedichten als auch an einem Romanmanuskript.