Lesekultur

Lesetour durchs Österreichische Parlament

andreas.markt-huter - 18.05.2007

Mit der Senkung des Wahlalters in Österreich auf 16 Jahre wird auch die Forderung nach mehr Information über unsere demokratischen Einrichtungen wieder aktuell. Dabei besteht bereits jetzt die Möglichkeit, eine große Fülle an Texten zu den Themen Demokratie, Parlamentarismus, Verfassung, Wahlen u. a. auf der Internet-Site des Österreichischen Parlaments nach zu lesen.

Während die 1869 gegründete Parlamentsbibliothek mit ihren ca. 318.000 Büchern und mehr als 300 Fachzeitschriften und Zeitungen vorrangig den Abgeordneten zum Nationalrat und Mitgliedern des Bundesrates, den österreichischen Mitgliedern des Europäischen Parlaments, den Angestellten der parlamentarischen Klubs, den Parlamentarischen Mitarbeitern sowie den Bediensteten der Parlamentsdirektion zur Verfügung steht, sind der "Virtuelle Lesesaal" und das umfassende Informationsangebot des Österreichischen Parlaments über Internet allgemein und frei zugänglich.

The European Library: Das Internetportal der europäischen Bibliotheken

andreas.markt-huter - 10.05.2007

Die European Library stellt eines der wichtigsten Bildungsprojekte der Europäischen Union dar. Die digitalen Bestände von 32 Nationalbibliotheken, das sind mehr 2 Millionen Bücher, Bilder, Filme, Manuskripte und andere Kulturgüter, sollen dann allen Interessierten über das Internetportal der European Library zugänglich sein.

Impressionen zum Welttag des Buches 2007 in Innsbruck: Tiroler Buchmeile und Medientag

andreas.markt-huter - 27.04.2007

Wer am 23. April 2007 die zahlreichen Veranstaltungen anlässlich des Welttages des Buches besuchen wollte, stand vor einer schweren, aber nicht unangenehmen Aufgabe. Der Buchinteressierte konnte nämlich aus zwei Veranstaltungsreihen auswählen, in denen das Buch im Mittelpunkt stand: Auf der einen Seite die „Tiroler Buchmeile“ in der Innsbrucker Altstadt und auf der anderen Seite der „Tiroler Medientag“ der Universität Innsbruck.

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Die Tiroler Buchmeile 2007 

Die Tiroler Buchmeile wurde 2007 bereits zum fünften mal durchgeführt. Knapp nach 10 Uhr eröffnete Markus Renk, seines Zeichens Fachgruppenobmann der Buch- und Medienwirtschaft Tirol, im überfüllten Kaffee Katzung die Tiroler Buchmeile 2007. Zuvor mussten aber noch zusätzliche Stühle herangeschafft werden, um den regen Publikumszulauf aufnehmen zu können. Den Veranstaltungsreigen begann der beliebte Tiroler Autor Alois Schöpf mit Lesungen aus seinem neuen Essay-Band „Vom Sinn des Mittelmaßes“. Währenddessen scharrte der Autor Gerhard Strobl im Kaffee Maria v. Burgund bereits in den Startlöchern, wo er ein halbe Stunde später um 10 Uhr 30 aus seinem neu erschienen Buch „Der Prophet im eigenen Land“ eine Kostprobe gab.

Moderne Literaturzeitschriften im Deutschunterricht

andreas.markt-huter - 22.03.2007

Obwohl Österreich über einen reichen Fundus an Literaturzeitschriften verfügt, wird im Deutschunterricht sowohl  der Unter- als auch der Oberstufe dieser verborgene Schatz so gut wie gar nicht gehoben. Wenn jede Deutschlehrerin/jeder Deutschlehrer wenigstens eine dieser Zeitschriften abonnieren würde, kämen deren Macher wohl aus dem Staunen über die unerwartetete Vervielfachung ihrer Miniauflagen nicht mehr heraus.

Ruth Oberrauch (Hrsg.), Appetit auf Lesen

andreas.markt-huter - 02.02.2007

Buch-CoverEin Buch ist mehr als eine Ansammlung von Texten und Bildern, und Lesen ist natürlich mehr als bloß das Abscannen von Buchstaben. Wie jede Kultur sammelt auch die Lesekultur von Zeit zu Zeit frische Kräfte und ruft eine mitreißende Aktion aus, in diesem Falle den Südtiroler Lesefrühling.

Im knitterfesten Spirallook stellt Ruth Oberrauch 125 Ideen vor, mit denen man das Lesen zu einem Ereignis werden lassen kann. Wie bei gastronomischen Auftischungen soll dabei der Appetit aufs Lesen mit sorgfältigen Arrangements und verblüffenden Wendungen allmählich wachsen.

Edin Prnjavorac und Veronika Nitsche (Hrsg.), Südostwind

andreas.markt-huter - 17.01.2007

Buch-CoverIch traf gestern einen Käfer / Er sprach kein Deutsch / und beschwerte sich über Kreuzschmerzen / in einer Sprache, / die ich nur deshalb verstand, / weil es um Schmerzen ging. Die Strophe aus Goran Novakovics Gedicht Die Sprache (S.34)stößt einen unmittelbar, wie mit einem kurzen Knüppel in die Welt der Migration hinein.

In knapp 100 lyrischen Texten zeichnen 38 Autorinnen und Autoren, die als MigrantInnen in Österreich leben, wehmütige Bilder von Sehnsucht, Heimweh, Überlebensängsten und vom Leben in der Fremde. Ihre Gedichte und lyrischen Texte sind Erinnerungen an die Vergangenheit aber auch ein Ausdruck von Hoffnung und nach dem Wunsch nach Friede und Freiheit.

Bosko Tomasevic: Ein literarisches Leben zwischen den Welten, 2

andreas.markt-huter - 15.12.2006

Der Innsbrucker Wissenschaftler und Schriftsteller Bosko Tomasevic blickt auf ein bewegtes Leben zurück blicken. Nicht nur, dass er der erste Stadtschreiber Innsbrucks war, er hatte auch persönlichen Kontakt zu europäischen Geistesgrößen wie Hans-Georg Gadamer, Jacques Derrida, George Steiner und Gilles Deleuze. In Ex-Jugoslawien war er federführend für die Rezeption von Autoren wie Martin Heidegger und Georg Trakl mitverantwortlich.

Seit knapp zehn Jahren lebt der in Serbien geborene Wissenschaftler und Schriftsteller Bosko Tomasevic bereits in Innsbruck. Geboren wurde er 1947 in der Vojvodina, nahe der ungarischen Grenze. In der mehrsprachigen Region in Serbien leben Ungarn, Tschechen, Juden, Slowaken, Rumänen und Serben schon seit Jahrhunderten zusammen. Das Zusammenleben mit verschiedenen Kulturen und Religionen war für Tomasevic nichts Fremdes und so hat Westeuropa mit seinen unterschiedlichen Kulturen immer schon eine Faszination auf den Literaturwissenschaftler ausgeübt.

Bosko Tomasevic: Ein literarisches Leben zwischen den Welten - 1

andreas.markt-huter - 08.12.2006

Der Innsbrucker Wissenschaftler und Schriftsteller Bosko Tomasevic blickt auf ein bewegtes Leben zurück blicken. Nicht nur, dass er der erste Stadtschreiber Innsbrucks war, er hatte auch persönlichen Kontakt zu europäischen Geistesgrößen wie Hans-Georg Gadamer, Jacques Derrida, George Steiner und Gilles Deleuze. In Ex-Jugoslawien war er federführend für die Rezeption von Autoren wie Martin Heidegger und Georg Trakl mitverantwortlich.

Seit knapp zehn Jahren lebt der in Serbien geborene Wissenschaftler und Schriftsteller Bosko Tomasevic bereits in Innsbruck. Geboren wurde er 1947 in der Stadt Becej in der Vojvodina, nahe der ungarischen Grenze. In der mehrsprachigen Region in Serbien leben Ungarn, Tschechen, Juden, Slowaken, Rumänen und Serben schon seit Jahrhunderten zusammen. Das Zusammenleben mit verschiedenen Kulturen und Religionen war für Tomasevic nichts Fremdes und so hat Westeuropa mit seinen unterschiedlichen Kulturen immer schon eine Faszination auf den Literaturwissenschaftler ausgeübt.

Sind Österreicher lesefaul - Lesekultur im europäischen Vergleich

andreas.markt-huter - 15.11.2006

Ländervergleiche im Bereich der Bildung erfreuen sich seit den beiden PISA-Studien großer Aufmerksamkeit. Ein guter Grund einmal das Leseverhalten der Österreicherinnen und Österreich mit dem Leseverhalten in anderen Staaten der Europäischen Union zu vergleichen.

Während die PISA-Studie die Testergebnisse von SchülerInnen und Schüler im Alter zwischen 15 und 16 Jahren international vergleicht, soll im folgenden Fragen nach der „Lesekultur“ europäischer Bürger ab dem 15. Lebensjahr näher nachgegangen werden. Wie unterscheidet sich das Leseverhalten in Österreich vom Leseverhalten in anderen europäischen Ländern? Wie viele Bücher lesen Herr und Frau Österreicher im Durchschnitt, aus welchen Gründen lesen sie und wie oft besuchen sie eine Bibliothek? Liegt Österreich im europaweiten Vergleich bei den Erwachsenen besser als die 15-/16-jährigen bei der PISA-Studie?

Allerheiligen und Allerseelen

andreas.markt-huter - 01.11.2006

Allerheiligen und Allerseelen sind die Tage im Jahr an denen Christen der Heiligen und ihrer Verstorbenen Verwandten gedenken. Bereits im frühen Mittelalter bürgerte sich der 1. November als Tag der Heiligenverehrung und der 2. November als Tag des Andenkens an die Verstorbenen ein.

Nachdem es nicht mehr möglich war, jeden Heiligen an einem besonderen Tag zu feiern, führte die Kirche recht bald einen Festtag für alle Heiligen ein. Für die östliche Kirche lässt sich ein Allerheiligenfest bereits zu Anfang des 4. Jhds. nachweisen. Der älteste Beleg findet sich bei Johannes Chrysostomos für Antiochien im 4. Jahrhundert am Oktavtag von Pfingsten mit der Bezeichnung „Herrentag aller Heiligen”. Für die westliche Kirche ordnete Papst Bonifaz IV. zu Beginn des 7. Jhds. eine jährliche Feier für die Jungfrau Maria und alle Heiligen an, die am Freitag nach Ostern stattfand. Papst Gregor III. verlegte in der 1. Hälfte des 8. Jhds. das Fest der Heiligen auf den 1. November.