Lebenswelt | Gesellschaft

Kathy MacMillan, Feuer und Feder

andreas.markt-huter - 08.03.2018

„Der Anführer der Wache räusperte sich. »Diese Sklavin hat Hochverrat begangen, Eure Hoheit. Wir bringen sie gerade zu Hauptmann Dimmin.« Ich erschauderte. Prinz Mati runzelte die Stirn. »Was hat sie getan?« »Eure Hoheit, sie hat in der Bibliothek der Götter einen Brief aus seiner Nische entfernt.« (16)

Mit sechs Jahren musste Raisa ke Comun bei einem Überfall auf ihre Heimat Nath Tarin miterleben wie ihre Eltern ermordet worden sind, sie selbst wurde als Sklavin im Königreich Qilara als Sklavin verkauft. Niemand weiß, dass sie die Tochter eines der Weisen ihres Volkes ist, von dem sie kurz zuvor ein Blatt Papier mit ihrem Herzgedicht erhalten hat. Als sie zur neuen Jung-Tutorin bestimmt wird, erhält sie die Chance, Schreiben zu lernen und damit endlich das Herzgedicht ihres Vaters lesen zu können.

Gordon Korman, Masterminds - Im Auge der Macht

andreas.markt-huter - 01.03.2018

„Randy hat geschrieben, dass er gar nicht bei seinen Großeltern ist, sondern auf irgendeinem Internat. Er glaubt in Serenity geht irgendeine Verschwörung vor sich. Oder vielleicht auch keine Verschwörung, aber irgendwas. Er hat jedenfalls geschrieben, hier sei was »faul«.“ (81)

In der kleinen Gemeinde Serenity in New Mexiko, mit seinen 185 Einwohner herrscht ein scheinbar beschauliches, idyllisches Leben. Es gibt weder Arbeitslosigkeit noch Armut, Obdachlosigkeit oder Verbrechen und vor kurzem wurde „Serenity zur Stadt mit der höchsten Lebensqualität in den USA gewählt“ (6). Alle Einwohner arbeiten entweder in der Plastikfabrik oder für die Gemeinde.

Claudia Gray, Constellation - Gegen alle Sterne

andreas.markt-huter - 22.02.2018

„In drei Wochen wird Noemi Vidal sterben – genau hier, an diesem Ort. Heute ist es nur eine Übung. Noemi würde gerne beten wie die anderen Soldaten ringsum. Das sanfte An- und Abschwellen ihrer flüsternden Stimmen klingt wie der Wellenschlag am Strand.“ (7)

Im 24. Jahrhundert hat sich die siebzehnjährige Vollwaise Noemi Vidal freiwillig gemeldet an der „Massada-Offensive“ teilzunehmen. Drei Jahrzehnte zuvor schien der Befreiungskrieg der Genesis-Kolonie gegen die Erde gewonnen zu sein. Der Friede war eingekehrt und ein friedliches Leben, jenseits der Zerstörung der Umwelt schien gesichert, bis vor zwei Jahren der Feind mit neuen Raumschiffen und Mechs, Robotern in Menschengestalt, den Planeten Genesis angegriffen hatten.

Frida Nilsson, Siri und die Eismeerpiraten

andreas.markt-huter - 08.02.2018

„Und dann erzählte ich Miki doch von Weißhaupt und immer begann meine Geschichte so: »Es gibt einen Mann, der Kinder für sich schuften lässt, der Kinder benutzt, als wären sie Tiere. Tief drinnen in diesem Mann, dort, wo bei anderen Menschen die Seele sitzt, ist es so leer und kalt wie in einer Eishöhle.«“ (9)

Siri lebt mit ihrem kranken Vater und ihrer siebenjährigen kleinen Schwester Miki auf einer der zahlreichen Inseln im nördlichen Eismeer. Als Siri eines Tages mit Miki auf einer nahegelegenen Insel Winterbeeren sammelt, wird ihre kleine Schwester vom berüchtigten und grausamen Piratenkapitän Weißhaupt entführt, von dem erzählt wird, dass er alles Raubgut seinen Piraten überlässt und sich selbst nur für kleine Kinder interessiert, die in seiner Diamantenmine nach Edelsteinen graben sollen.

Lorenz Pauli, Geld zu verkaufen!

andreas.markt-huter - 06.02.2018

„Alma baut am Ufer ein Baumhaus aus Treibholz. Milan schaut aus seinem Garten lange zu. Plötzlich ruft er: »Mama! Ich will ein Baumhaus bauen!« Heute ist Almas Baumhaus schon viel weiter: Aber auch Milan hat jetzt Material: Den Woodpecker-XXL Bausatz.“

Milan ist begeistert von Alma, die sich aus Treibholz aus dem Fluss ihr eigenes Baumhaus zusammenbaut. Gleich lässt er sich von seinen Eltern ein kleines Gartenhäuschen bestellen und beginnt eifrig mit dem Zusammenbau, bis er plötzlich bemerkt, dass auf einmal Bretter fehlen.

Jimmy Liao, Die Sternennacht

andreas.markt-huter - 25.01.2018

„Bevor ich sechs wurde, lebte ich mit meinen Großeltern in den Bergen fern der Stadt. Nachts sind die Sterne dort sehr groß und hell. Damals vermisste ich meine Eltern in der Stadt. Jetzt vermisse ich meinen Opa in den Bergen und meine Oma im Himmel.“

„Die Sternennacht“ erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens, das in einer großen Stadt lebt und seit ihrer Kindheit unter großer Einsamkeit leidet. Als ihre Eltern aus beruflichen Gründen vom Land in die Stadt gezogen sind, bleibt sie bei ihren Großeltern zurück. Später zieht sie ihren Eltern nach und vermisst ihre Großeltern.

Bibi Dumon Tak, Mikas Himmel

andreas.markt-huter - 13.01.2018

„Schwarze Wolken bedeckten den Himmel, als Mika uns verließ. Der Himmel grollte. Der Regen tollte. Doch wir nahmen nur wahr, wie Mikas letzte, allerletzter Atemzug über den Rand ihres Körbchens strich.“

Die drei Geschwister begleiten Mika, die alte Hündin, die gerade ihren letzten Atemzug aushaucht. Ein Gewitter und Regen scheinen den Schmerz zu teilen. Aber als das Fenster geöffnet wird, teilen sich die Wolken kurz, als würden sie Mikas Seele direkt in den Himmel aufnehmen.

Tiroler Vorlesebuch

h.schoenauer - 05.01.2018

Was wäre ein Vorlesetag ohne Vorlesebuch? Man wüsste nicht wohin mit den Händen und wäre beim Vorlesen von inwendig gelernten Geschichten auch bald am Ende. So ist es geradezu zwingend logisch, dass es zum Vorlesetag ein Vorlesebuch gibt, mit Lesebändchen sogar, damit man immer wieder weiterweiß, sollte man eine Pause einlegen.

Das Vorlesebuch ist eigentlich eine große Sache, die sich später einmal auf fünf Bände erstrecken wird, jeder Band widmet sich einem sogenannten Lesealter. Den Beginn machen die Kinder bis fünf Jahre, etwa zwanzig Geschichten sind zusammengestellt von Tiroler Autorinnen, Tiroler Verlagen oder Tiroler Themen.

Hubert Flattinger, Sommersprossen auf dem Asphalt

h.schoenauer - 28.11.2017

Das wirklich heftige Leben ist ein Song, der aus Dutzenden von Balladen zusammengesetzt ist. Er lässt sich authentisch nur auf einer Gitarre mit fehlenden Saiten abspielen.

Hubert Flattinger setzt in seinem Jugendroman „Sommersprossen auf dem Asphalt“ einer prekären und peripheren Restfamilie einen Überlebenssong ins Ohr, der sie über die Runden bringt, wenn auch mit ziemlich viel Blues. Im Mittelpunkt steht Robin, der sich erst für das Leben sortieren muss. Momentan versucht er, Songs zu schreiben und mit einer Gitarre zurechtzukommen, welcher die entscheidende Saite fehlt.

Victoria Aveyard, Goldener Käfig

andreas.markt-huter - 10.11.2017

„Die anderen werden kommen, um mich zu holen. Ich wage es zu hoffen. Jedes Mal, wenn die Tür aufgeht, schlägt mein Herz höher, weil ich eine Sekunde lang erwarte, Cal oder Kilorn oder Farley zu sehen, vielleicht auch Nanny in der Maske eines anderen Menschen. […] Aber es kommt niemand. Niemand kommt, um mich zu holen.“ (30]

Seit Mare Barrow erkannt hat, dass ihre außergewöhnliche Fähigkeit, Elektrizität und den Blitz zu beherrschen, von der herrschenden Klasse der Silbernen als Bedrohung betrachtet wird, haben sich die Ereignisse überschlagen. Gemeinsam mit dem silbernen Prinzen Cal, ihren Freunden und ihrer Familie findet sie sich bei der Widerstandsgruppe der Scharlachroten Garde wieder und bringt Maven, den neuen jungen König des silbernen Königreichs von Norta an den Rand der Niederlage. Nach einer verlorenen Schlacht bietet sich Mare König Maven als Opfer an, um ihre Freunde zu retten.