Katalina Brause, Der unglaubliche Freundinnen-Wunsch-Automat
„Emily und das andere Mädchen rannten. Um ihr Leben. Das war kein Wunder. Ein Zombie war hinter ihnen her. Und wer schon mal einen Zombie getroffen hat: Die haben RICHTIG üblen Mundgeruch (Nebenbei: Es heißt, sie essen Menschen. Aber das nur nebenbei.)“ (S. 9)
Emily ist mit ihrer Freundin Juno wegen eines Radiergummis in Streit geraten und sucht nun dringend nach einer neuen Freundin, seit sie erklärt hat, dass es tausend bessere Freundinnen als sie gäbe. Doch eine neue Freundin zu finden, erweist sich als schwieriger als gedacht, bis sie während einer Fahrt mit dem Skateboard ein merkwürdiger Automat von einem Transporter auf die Straße kracht und Emily nach einem Ausweichmanöver im Straßengraben landet.
Große Ereignisse schicken in der Mythologie oft Kometen als Vorboten, damit die Menschen nach oben schauen und wach werden für das Neue, das nun über sie herfällt.
„Wir Menschen sehen uns oft als einzigartig an, doch unsere Knochen sind alles andere als einzigartig. Schaut man sich die Skelette von Tieren an, dann sieht man, dass die Knochen zahlreicher Arten unseren sehr ähnlich sind, wenn auch mal dünner oder dicker, kürzer oder länger. Das ist das Faszinierende an Tierskeletten: Es sind immer die gleichen Knochen, auch wenn sie immer ein bisschen anders aussehen.“ (S. 10)
„Warum hast du mich in diese Welt zurückgerufen?, fragte er, als er wieder aus dem Dunkel ins Wachsein gezogen wurde. Obwohl er keinen Körper aus Fleisch und Blut hatte, peinigte ihn immer noch Schmerz, den er mit dem Leben selbst hinter sich gelassen zu haben glaubte, und quälten ihn Gedanken, die nicht von ihm weichen wollten. Warum hast du mich aus dem seligen Vergessen gezerrt? Und wie übst du solche Macht, aus, die Bande des Todes selbst zu zerreißen? Stell keine Fragen, Hakatri vom Haus der Tanzenden Jahre, beschied ihn die Stimme von Dreien. Du bist gerufen worden, weil nur du tun kannst, was getan werden muss.“ (S. 37)
„Der Winter war gekommen. Vielen Tieren war es zu kalt, deshalb verschliefen sie lieber. Nur ab und zu reckte sich aus dem Schnee ein Hasenohr empor oder ein Eichhörnchenschwanz – und zog sich dann schleunigst ins kuschelige Versteck zurück. Auch der kleine Maulwurf hatte sich auf den Winter vorbereitet und jede Menge Vorräte zusammengetragen, damit er nirgendwo mehr hinmusste. Doch neugierig war er schon: Wie sah dieser Winter eigentlich aus?“ (S. 2)
„In den drei Jahren, die seither vergangen sind, hat sich in der bescheidenen Familie vieles verändert. Der Krieg ist vorüber und Mr. March wieder wohlbehalten zu Hause, wo er sich mit seinen Büchern beschäftigt und mit der kleinen Pfarrgemeinde, die in ihm einen geborenen Pastor gefunden hat: einen ruhigen, wissbegierigen Mann voller Weisheit, die weit über erlerntes hinausgeht …“ (S. 7)
„Im Siebengiebel-Wald lebt eine Gruppe Hutzelmänner. Einer von ihnen ist Hörbe, mit dem großen Hut. Sein Haus liegt versteckt unter Ästen und Reisig. Kein Mensch kann es entdecken. Der Sommer ist zu Ende und die Ernte schon eingebracht. Seit Tagen sorgen alle Hutzelmänner für den Winter vor. Auch Hörbe füllt eifrig seine Vorratskammer.“ (S. 6)
Was immer das Leben unvergessen machen kann, es gleicht einer Sanduhr, die ein paar Mal gedreht wird, ehe der Sand in der Zeit verschwunden ist.
„Von einer Sekunde auf die andere war es dunkel. Die sechs Probanden hörten, wie sich der Schlüssel im Schloss hinter ihnen drehte. Dann war es totenstill. Marc versuchte die Tür wieder aufzudrücken. »Die hat uns echt eingesperrt. Kackdreist.« Wieder Stille. Sarah hörte Emma neben sich schwer atmen. Josh sagte: »Stunde Null. Das bezeichnet die Stunde nach dem Zweiten Weltkrieg. Sechzig Millionen Menschen waren gestorben, danach mussten sich die Deutschen die Zivilisation erst wieder aus der Dunkelheit zurückholen.«“ (S. 13)
„In einer Turmruine, mitten in einem großen Wad, lebte einmal eine Eulenfamilie. Sie bestand aus Vater und Mutter Eule und drei kleinen Eulenkindern. Die Euleneltern waren sehr stolz auf die drei Jungen, und sie wünschten sich, dass alle drei einmal sehr kluge und weise Eulen werden würden. Sie brachten ihren Kindern das beste Futter, das sie finden konnten, und zogen sie mit viel Liebe und Sorgfalt auf.“ (S. 9)