Richard David Precht, Warum gibt es alles und nicht nichts?
„Deshalb sind Kinderdinge oft etwas sehr Ähnliches wie Erwachsenendinge. Nur eben meist spontaner, lustiger und ehrlicher. Kinder wissen nämlich meistens, dass sie vieles nicht wissen.“ (14)
Auf seinen Spaziergängen durch die Berliner Zoos, Museen, Sehenswürdigkeiten und Stadtteile diskutiert der Autor Richard David Precht mit seinem Sohn Oskar grundlegende Fragen der Philosophie wie z.B. „Warum gibt es alles und nicht nichts?“, „Warum gibt es mich?“ oder „Wer ist Ich?“ Jede Station dient als Ausgang für neue Fragen, Überlegungen und Antworten.
Wenn eine frisch gegründete Institution mit der ersten markanten Arbeit an die Öffentlichkeit geht, so ist vor allem das erste Thema in seiner Programmatik von schlagendem Interesse. Im Falle des Archivs für Photographische Dokumentation ist es die Pustertalbahn, die als das Rückgrat des Fragmentes Osttirol in ihrer politischen, strategischen und kulturellen Auswirkung gezeigt wird.
„Wartet mal!“ Tutu hält Wache. „Irgendetwas stimmt hier nicht!“ „Was denn?“, fragt Pinsel. Aber da merkt er es auch. Der Boden zittert. Und aus der Ferne hören sie ein dumpfes Grollen. „ALARM!“, brüllt Tutu. (12f)
Im weiten Land des Krimis ist alles erlaubt, wenn es nur eine Art Handlung dabei gibt. Nach den mühsamen Erzähl-Experimenten gerade der österreichischen Autoren und Autorinnen vor der Jahrhundertwende ist das Publikum mittlerweile so dankbar um jeden Faden Handlung, dass es den Verlagen jeden Krimi aus der Hand frisst.
„Er flirtete mir jeder Silbe. Und ehrlich gesagt, fuhr ich voll darauf ab. Bis dahin hatte ich nicht gewusst, dass ich in der Lage war, auf Jungs abzufahren – jedenfalls nicht im richtigen Leben.“ (22)
Das lyrische Programm eines Autors zeigt sich selbstverständlich in seinen Gedichten, andererseits in poetischen Formeln, die wie Spruchbänder den Gedichtsammlungen überschrieben sind. „Er wollte Gedankenmaschinen bauen, die von solcher Eleganz und Vollkommenheit, im Übrigen ohne jeden praktischen Zweck waren, dass es auch unnötig war, sie zu materialisieren.“ (5)
„Man könnte glatt von einer Aufregung in die nächste krachen: Der Zirkus Karl kommt in die Stadt! Es versteht sich von selbst, dass die Kirchenglocken läuten.“ (1)
„Das Patienten-Lexikon erklärt über 6.500 medizinische Fachbegriffe von Abschürfung bis Zahnschmerz wissenschaftlich exakt und verständlich für jedermann. Detaillierte Einträge zu Anatomie, Erkrankungen, Untersuchungsverfahren, Behandlungsmethoden und Medikamenten bieten leicht zugängliche Informationen.“ (
„So viele Lieder habe ich nun schon über ihn gesungen, über meinen König Richard Löwenherz. Doch nun will ich von ihm erzählen, seine Geschichte, die über lange Jahre und viele Meilen hinweg auch meine Geschichte ist.“ (8)
Die große Geschichte schaut meist völlig andres drein, wenn sie von gewöhnlichen Menschen nachgelebt und erlebt werden muss. So setzen die Biographien durchaus Parallelschwünge zur allgemeinen Geschichte, kurven dann aber wieder jäh ab in ein individuelles Ressort, um darin der Rolle eines Unikats gerecht zu werden.