Aktuelle Buchtipps

 

Angelika Lukesch, Heldenmut und Götterwut

andreas.markt-huter - 22.12.2012

„Welches Kind wünscht sich nicht, die Welt aus den Angeln zu heben, Fabelwesen mit übermenschlichen Kräften zu treffen und die Götter aus uralten Zeiten kennenzulernen?“ (11)

Heldenmut und Götterwut ist eine beeindruckende Zusammenstellung von Nacherzählungen der bekanntesten Mythen und bedeutendsten Götter und Heldensagen Europas. Wir finden Sagen aus der griechischen Antike ebenso wie aus dem nordischen, germanischen und keltischen Kulturkreis.

Ingrid Windisch, Die Nächste, bitte!

h.schoenauer - 21.12.2012

Selten eine Ermunterung löst Schrecken und Erlösung gleichzeitig aus wie jenes berüchtigte „Die nächste bitte!“

Ingrid Windisch nimmt diese Floskel zum Anlass für Geschichten, die hinter den Krankengeschichten ihrer Patientinnen stehen. Als Hausärztin muss sie zuerst einmal mit dem männlichen Befehl aufräumen, denn noch immer sprechen auch Ärztinnen mit ihren Patientinnen in der männlichen Form „der nächste“.

Edward van de Vendel, Die Taube, die sich nicht traute

andreas.markt-huter - 20.12.2012

„Sei ruhig. Du hast getan, was du getan hast, weil du nicht konntest, was du nicht konntest. Und das macht gar nichts. Wirklich, Lieber, das macht so was von gar nichts!“

„Das ist die Geschichte von Telemark, der Taube, die sich nicht traute“, heißt es gleich zu Beginn des Buches und die Frage nach Mut und Tapferkeit steht im Mittelpunkt der Erzählung rund um den Tauber Telemark, der vor seiner größten Herausforderung steht: der Sturzflugprüfung.

Bosko Tomasevic – Podium Porträt

h.schoenauer - 19.12.2012

Die Literaturzeitschrift Podium stellt in verlässlicher Folge Poeten und Poetinnen vor, die nicht in den Bestsellerlisten des literarischen Alltagsgeschehens aufscheinen.

In der jüngsten Serie wird Bosko Tomasevic vorgestellt, der erste Stadtschreiber Innsbrucks. Sein umfangreiches Werk ist nur in Ansätzen ins Deutsche übersetzt, das Hauptwerk schlummert in der serbischen Sprache, wie wir Sprachunkundigen zu sagen pflegen.

James Harrison, Dorling Kindersley – Das große Tierlexikon

andreas.markt-huter - 18.12.2012

„Das Tierreich ist einfach spannend. Manchmal ist es uns ganz nah, wie das Spinnennetz, das im Morgentau schaukelt. Vieles sehen wir gar nicht, wie die Schleiereule, die in pechschwarzer Nacht auf eine ahnungslose Zwergmaus herunterstößt.“ (13)

Das große Tierlexikon für Kinder aus dem Hause Dorling Kindersley versteht es die jungen Leserinnen und Leser von der ersten Seite weg durch seine spannenden Informationen zu fesseln und durch sein üppiges Bildmaterial zu beeindrucken.

Isabel Senoner, Narben einer Kindheit

h.schoenauer - 17.12.2012

Die schlimmste Kindheit ist wahrscheinlich jene, die entfällt. Menschen, die quasi als Erwachsene ins Leben gestoßen werden, leiden ein Leben lang darunter.

Isabel Senoner stellt eine Ich-Erzählerin vor, der das Leben gleich von Kindesbeinen an in die Parade fährt.

Waltraud Mittich, Du bist immer auch das Gerede über dich

h.schoenauer - 14.12.2012

Wie kann man das Tabu um eine historische Person aufbrechen, ohne diese Person nicht gleich wieder andersrum zu zerbrechen?

Waltraud Mittich versucht den in der öffentlichen Versenkung verschwundenen Widerstandskämpfer Hans Egarter zumindest in seinen Grundzügen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Thilo P. Lassak, Der blutrote Kolibri

andreas.markt-huter - 13.12.2012

"Die goldene Maske hatte wieder die Wahrheit gesprochen. Die erste Prophezeiung war eingetroffen. Damit die zweite Prophezeiung nicht auch noch wahr wurde, hatte Kapnu Singa diesen halsbrecherischen Ausflug unternommen." (161)

Animaya ist ein Waisenkind, deren Eltern auf mysteriöse Weise gestorben sind. Ihr Vater soll angeblich vom Volk der Krokodilreiter ermordet worden sein. Sie selbst gehört dem im Dschungel lebenden letzten Stamm der Inkas an.

Christian Mähr, Naturschutz in Vorarlberg

h.schoenauer - 12.12.2012

Wer einmal das Handwerk der Provinz gelernt hat, kann darin jeden Tag das Universum entdecken.

Christian Mähr ist der Fachmann für das Leben in kleinen Soziotopen. Ob er nun einen Krimi schreibt, eine Werkstoffanalyse vorlegt oder dem Treiben der Bienen auf engstem Raum zuschaut, immer handelt sein Schreiben vom schmunzelnd liebevollen Umgang weltentrückter Menschen in einer weltoffenen Gegend.