Elias Schneitter, Moments of a biography...
Wenn man sich durch die sieben Schichten des Titels durchgewühlt hat, ist man auf jeden Fall eines: Lesehungrig!
Elias Schneitter hat sein sagenhaftes Poetry-Monument vom abgetauchten Triestiner Schriftsteller Voghera ins Englische übersetzen lassen, um einerseits zu überprüfen, ob das Verschwinden auch in anderen Sprachen funktioniert, und um anderseits das amerikanische Erzählelement des großen Poems endlich in die geheime Originalsprache zu überführen.
„Der wesentliche Nutzen wird vor allem in der diagnostischen Auswertung liegen. Was ist beim Schüler vom vorher behandelten Stoff hängen geblieben, wer benötigt noch Hilfe oder wer hat noch Förderbedarf. Diese Fragen können durch den Einsatz der Kontrollen schnell beantwortet werden.“ (5)
Wenn ein historischer Roman wahrhaftig angelegt ist, hält sich sogar die künftige Geschichte daran, aus einer Aufarbeitung der Geschichte wird eine Gebrauchsanweisung für die Zukunft.
„Von der Montanunion zur Europäischen Union. - Nach der Beendigung des Zweiten Weltkrieges ist der Wunsch nach einer Einigung Europas groß. Die Politiker haben verstanden, dass man gemeinsam mehr erreichen kann, als gegeneinander zu arbeiten und zu kämpfen.“ (1)
Die beiden wichtigsten Kulturtätigkeiten Südtirols sind nach allgemeiner Lesart die Kultivierung von Wein und das Bauen in der Landschaft.
„Über den Schritt, Altbekanntes und Wohlvertrautes zu wiederholen und neu zuzuspitzen, soll dieses Buch hinausgehen. In erster Linie sollen womöglich vage geläufigen Themengegenständen, die unter das große Etikett »Afrika« fallen, mehr Dimensionen hinzugefügt werden.“ (10)
Eine halbwegs sensible Seele vermag durchaus aus der eigenen Familie eine Universalgeschichte herauszulesen. In großen Cinemascope-Träumen geht dann die Geschichte Europas in eine Familiengeschichte über.
Wenn etwas nicht mehr weitergeht, seufzt meist jemand „sinnlos!“, und die Sache ist vorläufig vertagt.
„Die Kritik an der Globalisierung ist scheinbar umfassend, aber sie ist zugleich unkonkret und unstrukturiert, weil bei allen unterschiedlichen Blickrichtungen und ganz unterschiedlicher Kritik praktisch nie infrage gestellt wird, dass der freie Handel Gutes tut. Die Globalisierung, sagte etwa Peter Bofinger, schade zwar dem Einzelnen, nütze aber den Nationen.“ (15)
Ein Titel mit einem starken Gender-Ausrufzeichen macht sofort nachdenklich, warum da etwas mit der Genderei noch nicht stimmt. Schriftstellerinnen kann ein Befehl sein, mit dem jemand in der Bibliothek egal was will, Hauptsache Schriftstellerinnen! Es kann aber auch eine Verzückung darstellen: Wohin man schaut, alles Schriftstellerinnen!