Sabine Weiss, Maximilian I.
„Am 12. Januar 2019 jährt sich zum 500. Mal der Todestag Kaiser Maximilians I. Wer war dieser Herrscher? Ist es gerechtfertigt, seiner noch nach einem halben Jahrtausend zu gedenken? Ja, denn Maximilian war eine faszinierende Persönlichkeit: stets voller Ideen und Pläne, mit ritterliche Idealen, ein arbeitsamer Herrscher, schriftstellerisch tätig, ein Liebhaber der Musik, der Frauen und der Natur, mutig bis zur Waghalsigkeit, aber auch kriegslüstern, ehr- und ruhmsüchtig.“ (7)
In fünfzehn Kapiteln skizziert Sabine Weiss anhand umfangreichen Quellen- und Bildmaterials das Leben und Handeln eines großen Herrschers, der an der Wende des Mittelalters zur Neuzeit die Geschichte Europas maßgeblich mitbestimmte. Von seiner Kindheit über seine Heirat, seinem Aufstieg zum Römischen König und schließlich Kaiser bis zu seinem Tod werden die vielseitigen Interessen und Talente des Kaisers ebenso aufgezeigt, wie seine enge Beziehung zum Land Tirol.
Kaum ein Begriff der jüngeren Sprachgeschichte hat es so markant geschafft, vom Liebkind zum Bösewicht und retour zu mutieren, wie dieses in allen Tonlagen beeindruckende Wort Asyl.
Im historischen Roman lässt es sich mit Fakten durchspielen, was ein anderer Verlauf der Geschichte hätte bewirken können, es lassen sich auch Träume der Gegenwart in das historische Ambiente zurückflashen, und schließlich können im historischen Roman Provinzereignisse zu Weltereignissen aufgeblasen werden.
Das größte Kapital, das neben der sprichwörtlichen Kohle mit den Mächtigen mitmarschiert, ist jener Schatz an Geschichten, den zu heben und zu erleben nur Eliten imstande sind. Den Adel hat seinerzeit nicht so sehr die Aberkennung von Titeln und Gütern geschmerzt als vielmehr das Ausbleiben von Geschichten, worunter die auf ein normales Leben Zurückgestutzen fortan zu leiden hätten.
„Der vorliegende Band bietet auf der Grundlage des aktuellen Forschungsstandes eine historische und systematische Aspekte verbindende Einführung in einen Teilbereich der Literatur, der per se keineswegs ein »Lernfeld« des Deutschunterrichts darstellt. Kinder- und Jugendbücher sind zunächst einmal Gegenstände der Freizeitliteratur.“ (13f)
„Quer durch die Geschichte zieht sich der Streit, wer in der Gesellschaft das Sagen haben soll. Ob in Antike, Mittelalter, 20. Jahrhundert oder heute: Immer wieder aufs Neue stellt sich die Frage nach der Macht im Staate und die nach der Gerechtigkeit. Sollen die Reichen, die »Experten«, die »Klugen« entscheiden – oder soll die Politik tatsächlich von allen bestimmt werden?“
Hätte er sich 1972 nicht umgebracht, hätte er 2022 eines natürlichen Todes sterben können.
Diese weiße Masse, die ständig in der Luft die Richtung wechselt, in alle Ritzen dringt und im Wind die unmöglichsten Skulpturen aufhäuft, ist auch für Psychologen ein metaphorisch höchst aufgeladener Stoff.
„Die beinahe vollständige Ausrottung der First People gehört zu den zentralen Vorgängen der amerikanischen Geschichte. Zusammen mit dem Kollaps der indianischen Kulturen in Mittel- und Südamerika zählt sie zu den großen Menschheitskatastrophen vor dem 20. Jahrhundert. Das Ausmaß der Zerstörung lässt sich kaum in Worte fassen und auch durch nackte Zahlen nur andeuten ...“ (15)
Ein Mythos, der schwimmen kann und dennoch ertrinkt, in der Literatur sind solche Auswüchse der Physik und Metaphysik kein Problem.