Themenheft für den Kompetenzbereich Lesen, Teil 1
Lesen gehört ohne Zweifel zu den zentralen Kompetenzen moderner Gesellschaften, die es vor allem in der Volksschule den jungen Schülerinnen und Schülern zu vermitteln gilt. Neueste Erkenntnisse auf dem Gebiet der Leselernprozesse und der Lesedidaktik eröffnen innovative Möglichkeiten, Kinder beim Aufbau von Lesekompetenz und Lesemotivation gezielt zu unterstützen und zu begleiten.
Das umfangreiche „Themenheft für den Kompetenzbereich Lesen – Umgang mit Texten und Medien“ setzt sich in sechs Kapiteln mit den verschiedensten Bereichen der Leseforschung, Lesedidaktik und Leseförderung auseinander und bietet nicht nur theoretisches Hintergrundwissen, sondern auch konkrete praktische Hilfen, Ideen und konkrete Beispiele dafür, wie Leseförderung im schulischen Unterricht umgesetzt werden kann.
Welche wichtige Rolle frühes Vorlesen und erste Kontakte zur Literatur bereits in frühester Kindheit für die Entwicklung der Sprach- und Lesekompetenz bei Kindern spielt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Um allen Kindern aber auch Menschen, die selbst nicht mehr lesen können, das wertvolle Erlebnis des Vorlesens zu eröffnen, wurde das Amt der Lese-PatInnen entwickelt, die in öffentlichen Einrichtungen anderen Menschen vorlesen und gemeinsam lesen.
Wer mit einer Arbeit beginnt, tut zunächst gut daran, sich zunächst einmal mit dem Umfeld und den Rahmenbedingungen dieser Arbeit auseinanderzusetzen. Dies gilt auch für die Vorwissenschaftliche Arbeit, die im Rahmen der Reifeprüfung an österreichischen Schulen erarbeitet werden muss. Wer hier gleich zu Beginn den richtigen Weg einschlägt, spart sich oft Mühe und Zeit. Informationen dazu, bietet der folgende Beitrag zur Vorwissenschaftlichen Arbeit von der Themenfindung bis hin zur abschließenden Diskussion.
„In diesem Band soll der Blick noch einmal intensiver auf die Subjekt- und soziale Ebene der Lesekompetenz gerichtet und gefragt werden: »Was braucht man über das flüssige Dekodieren hinaus, um ein erfolgreicher Leser zu sein?«“ (1)
In einer Veröffentlichung des Österreichischen Sprachenkompetenzzentrums erhalten SchulbuchautorInnen, GutachterInnen und Schulbuchverlage Empfehlungen für die kinder- und altersgerechte Verwendung von Sprache in Schulbüchern. Diese Empfehlungen und Hintergrundinformationen sind aber auch für LehrerInnen und Eltern nicht uninteressant, die direkt mit den Kindern und deren Benutzung von Schulbüchern konfrontiert sind.
Seit der PISA-Studie ist das Lesen in der Schule und die Diskussionen um die Lesefähigkeit und die literarischen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in das Blickfeld des öffentlichen Interesses gerückt und damit das Lesen als interdisziplinären Forschungsgegenstand etabliert.
Die SCHULE DES LESENS legt mit dem Heft BIBLIOFiT ein neues didaktisches Konzept für die Arbeit in der Schulbibliothek vor. Die Bibliothek wird heute als Lernort gesehen, wo Schüler/innen entscheidende Kompetenzen erwerben, um in unserer Wissensgesellschaft zu bestehen.
„Die hier vorgenommene Systematisierung und Kategorisierung von Lesefördermaßnahmen soll sie [LehrerInnen, Anm. A.M.-H.] bei der genauen Wahrnehmung, welche Leseleistungen und –probleme in ihrer Klasse jeweils vorliegen, und bei der Entscheidung für bestimmte Fördermaßnahmen unterstützen.“ (5)