Belletristik und Sachbücher

Sabine Wolf / Karsten Schuldt, Praxishandbuch Schulbibliotheken

h.schoenauer - 11.08.2012

„Dieses Praxishandbuch richtet sich vor allem an Personen, die – egal ob mit pädagogischer, bibliothekarischer oder anderer Ausbildung – Schulbibliotheken aufbauen, umbauen oder betreiben wollen.“ (13)

Sabine Wolf und Karsten Schuldt setzen sich in ihrem „Praxishandbuch Schulbibliotheken“ mit den vielfältigen Facetten auseinander, die bei der Errichtung bzw. Führung von Schulbibliotheken zu beachten sind.

Stephan Groetzner, Die Kuh in meinem Kopf

h.schoenauer - 09.08.2012

Wenn man als Leser literarisches Neuland betritt und die heroischen Zusammenhänge des Gelesenen nicht kennt, beginnt man oft ehrfurchtslos zu lachen.

Diesen natürlichen Reflex, Philosophie und Literatur ohne großen Gestus und Akademitis zu betrachten, nützt Stephan Groetzner für seine entlarvenden Miniaturen zur großen Welt der Universalgelehrsamkeit.

Lydia Davis, Das Ende der Geschichte

h.schoenauer - 07.08.2012

Die ideale Geschichte bringt sich während des Erzählens selbst zum Verschwinden.

Lydia Davis verwendet ihren Roman vom „Ende der Geschichte“ dazu, Konstellationen aufzuzeigen, Ereignisse beim Verblassen zu beobachten und eine Geschichte ohne Geschichte zu erzählen.

Gabriele Weingartner, Villa Klestiel

h.schoenauer - 05.08.2012

Ein Genre-Roman erzählt vor allem einmal sich selber, wie etwa die Fliesen ein Badezimmer erzählen. So ist im Prinzip jeder Hotel-Roman gleich gestaltet, obwohl jeder natürlich unverwechselbar originär sein mag. Und mit dem Villen-Roman verhält es sich ähnlich.

Gabriele Weingartners Roman Villa Klestiel ist auf den ersten Blick so etwas wie Vicky Baums „Menschen im Hotel“, nur dass sich die Begegnungen und Reibereien in einer Villa abspielen.

Felix Heidenreich, Theorien der Gerechtigkeit

andreas.markt-huter - 04.08.2012

„Der Begriff der Gerechtigkeit scheint durch den inflationären Gebrauch in der politischen Alltagsrhetorik derartig abgenutzt, dass er zum beliebigen Füllhorn für alle nur denkbaren Meinungen und Ansichten wird.“ (7)

Felix Heidenreich geht der gesellschaftlich spannenden Frage nach der „Gerechtigkeit“ nach und versucht anhand einer Theorie der Gerechtigkeit den ansonsten nur verschwommenen Begriff der Gerechtigkeit zu schärfen und aufzuzeigen woran sich ein Nachdenken über Gerechtigkeit orientieren kann.

Mathias Klammer, Nicht hier, nicht jetzt

h.schoenauer - 02.08.2012

Wenn in konventionellen Situationen Geschichten auftauchen, die offensichtlich ungelegen kommen, dann werden sie meist mit den Befehlen verscheucht: „nicht hier“, „nicht jetzt!“

Mathias Klammer hat für seinen Erzählband elf Ereignisse zusammengetragen, die alle von diesem unpassenden Augenblick handeln, dass man gerade jetzt nicht damit zu tun haben will. Oft sind es Träume, die zur Unzeit kommen, manchmal schaut eine Depression ungefragt vorbei, aber auch die Liebe kommt überraschend aus der Hüfte heraus, sodass sich die Protagonisten in der ersten Reaktion zurufen: Nicht hier, nicht jetzt.

Kurt Palm, Die Besucher

h.schoenauer - 31.07.2012

Besucher sind normalerweise anonyme, neutrale und friedliche Wesen, die auf der sprichwörtlichen Besuchergalerie Platz nehmen oder eine Statistik als gezählte Individuen auffetten.

In Kurt Palms Roman freilich treten Besucher höchst eigenwillig und alles andere als harmlos auf. Im Mittelpunkt einer Leidensgeschichte zwischen Selbstmitleid und Wahnsinn steht der Journalist Martin Koller, der mitten im Leben einen Hörsturz erleidet und in der Folge beinahe verreckt.

Franz Tumler, Nachprüfung eines Abschieds

h.schoenauer - 29.07.2012

Manchmal ist eine Erzählsituation so eindringlich, dass man von der ersten Zeile an im Text eingegraben nach einer Lösung sucht.

Eingegraben in Erinnerung ist die Grundkonstellation des Erzählers in Franz Tumlers „Nachprüfung eines Abschieds“ aus dem Jahre 1961. In einem Haus, das eine Ruine ist, sitzt der Beobachter im Keller, schaut ins Freie und die Erd-Kante verläuft dabei in der Höhe des Mundes draußen zur Straße zu.

Nicolai Hannig / Hiram Kümper, Rezensionen

h.schoenauer - 28.07.2012

„Dieses Buch will ein Arbeitsbuch sein, es soll nicht nur die Arbeit mit, sondern auch das Verfassen von Rezensionen seinen Leserinnen und Lesern nahebringen.“ (10)

„Rezensionen“ behandelt die kritische Besprechung Wissenschaftlicher Bücher, wozu sie dienen, wie sich mit ihnen arbeiten lässt, wie sie gefunden und nicht zuletzt geschrieben werden.

Sepp Mall, Berliner Zimmer

h.schoenauer - 26.07.2012

Manchmal wird ein unverwechselbares Arrangement an Orten festgemacht. Neben bekannten Speisen, die sich nach einer Stadt nennen und dadurch in aller Munde sind, gibt es auch architektonische Feinheiten wie etwa den spanischen Balkon.

Was aber hat es nun mit Berliner Zimmer in Ein- und Mehrzahl auf sich?