Aktuelle Buchtipps

 

Aurelia Seidl-Todt, was so gut anfing

h.schoenauer - 19.01.2015

Halbsätze kommen den Lesern verführerisch entgegen, indem sie einladen, den Halbsatz zu vervollständigen nach Laune und Wissenstand.

Aurelia Seidl-Todt stellt so einen Halbsatz als Motto über ihren Gedichtband, „was so gut anfing“ zeigt schon das Lauernde, dass es vielleicht nicht gut ausgegangen ist oder dass schließlich etwas ganz anderes zum Vorschein gekommen ist.

Jutta Treiber, Fridolin wird unsichtbar

andreas.markt-huter - 17.01.2015

„Da haben alle drei blöd geschaut … Heide Mokusch, weil sie sieht, dass ihr Computer gestohlen wurde. Das Schwein, weil es merkt, dass es um Kopf und Kragen geht. Und Fridolin, der plötzlich unsichtbar geworden ist.“ (5)

Fridolin ist der kleinste in seiner Klasse und ziemlich schüchtern, weshalb er von seinen Mitschülern oft gehänselt wird, außer von Lena, in die er heimlich verliebt ist. Bauer Rundlich hat ein kleines Schwein ohne Namen, was verständlich ist, wartet doch schon der Metzger auf das liebe Tier. In der Nähe der beiden lebt die Schriftstellerin Heide Mokusch die gerade wieder einmal an einem neuen Buch schreibt. Bald schon wird sich für alle drei so einiges ändern.

Rudolf Alexander Mayr, Lächeln gegen die Kälte

h.schoenauer - 16.01.2015

Der Himalaya ist für uns Alpenmenschen an manchen Tagen etwas Vertrautes oder Mystisches, auf jeden Fall etwas Großes und Gigantisches. Diese Einschätzung hängt mit den Personen zusammen, die uns diese Himalaya-Geschichten vermitteln, mal sind es Abenteurer, dann religiöse Aussteiger, schließlich auch Performance-Künstler, die mit ihren Himalaya-Museen und Hochlandshows ihren Lebensunterhalt verdienen.

Rudolf Alexander Mayr besucht seit Jahrzehnten Nepal, den Himalaya und seine liebgewonnenen Sherpas. Er selbst hat nach einer Phase als Extrembergsteiger und einer Zeit als grüner Nichtflieger jetzt zu einer Ära der Aufarbeitung gefunden. Aus dem Besuch der alten Freunde sind zweiundzwanzig Geschichten entstanden, die vom Schicksal der ehemaligen Bergsteiger-Mithelden erzählen.

Christian Jeremies / Fabian Jeremies, Poldi und Paulchen

andreas.markt-huter - 15.01.2015

„Hast du Lust, bei der Suche nach Omas Regenbogenkostüm zu helfen? Na, dann los! Auf (fast) jeder Doppelseite habe sie sich versteckt: Poldi, Paulchen, Schluck, Oma, Onkel Charly und natürlich Esmeralda.“

Oma Pinguin feiert ihren 90. Geburtstag. Zu ihrer Feier kommen Verwandte von überall her um mit Oma ein großes Kostümfest zu feiern. Damit sich Oma für die Feierlichkeiten so richtig in Szene setzen kann, beschließt sie ihr Regenbogenkostüm zu suchen. Nur gut, dass Tante Esmeralda immer in der Nähe eines Kleidungsstückes ist, das die jungen Leserinnen und Leser auf jeder Doppelseite suchen sollen.

Sofi Oksanen, Als die Tauben verschwanden

andreas.markt-huter - 14.01.2015

„Rosalies Gesicht war in Falten gelegt, die Falten röteten sich, ihre weißen Ränder zerfielen, der Ekel wurde sichtbar, obwohl es nicht zu Rosalies Wesen passte, solche Gefühle zu zeigen, sie war ein lachlustiges Mädchen, aber nein, der Ekel war stärker, er war unüberwindlich.“

Der Roman „Als die Tauben verschwanden“ beschreibt den fortlaufenden Werdegang zweier junger estnischer Männer und ihren Frauen in der Zeit der sowjetischen und deutschen Besatzung im vergangenen Jahrhundert bis herauf in das Jahr 1965, der eine ein Kämpfer, der andere ein sich jeder Macht anbiedernder Opportunist - Verrat und Hintertücke im Kampf mit Loyalität und Liebe.

Steve Bynghall, Disney Planes 2

andreas.markt-huter - 13.01.2015

„Der Champion-Rennflieger Dusty Crophopper ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere angelangt. In seinem Hangar stapeln sich die Sieges-Trophäen, er hat Fans auf der ganzen Welt. Doch jetzt stehen Dusty turbulente Zeiten bevor.“ (6)

Der ehemalige Agrarflieger Dusty ist mittlerweile zum Renn-Champion geworden, nachdem er die „Wings-Around-the-Globe“-Rallye gewonnen hat. Nach einem Getriebeausfall kommt es zu einem Unfall, bei dem er gegen eine Tankstelle kracht und einen Brand verursacht. Als Feuerwehrwagen „Mayday“ seiner Aufgabe nicht mehr gewachsen ist, droht Dustys Flughafen in Propwash Junction das Aus.

Horst Leps, Lehrstücke im Politikunterricht

andreas.markt-huter - 12.01.2015

„Es ist die Absicht dieses Buches, Lehrerinnen und Lehrern mit der Lehrkunstdidaktik im Politikunterricht so weit bekannt zu machen, dass sie die vorgestellten Lehrstücke selbst ausprobieren und variieren können. Vielleicht gelingt es auch, zu neuen Lehrstücken anzuregen.“ (9)

Horst Leps zeigt auf, wie mit Hilfe der Lehrkunstdidaktik Schülerinnen und Schülern so schwierige Fragen, wie z.B. die Bedeutung der Demokratie für das Zusammenleben der Menschen, vermittelt werden können. Dabei setzen sich Schülerinnen und Schüler selbst aktiv mit dem Thema auseinander und lernen die grundsätzlichen Schwierigkeiten beim Bau eines funktionierenden Staates kennen.

Robin Jarvis, Dancing Jax – Zwischenspiel

andreas.markt-huter - 10.01.2015

„Ich rate euch dringend, das Land zu verlassen! Verschwindet von da. Ihr könnt nichts mehr ausrichten. Großbritannien ist am Ende. Aber ihr könnt noch immer dabei helfen, es daran zu hindern, auch den Rest der Welt zu verpesten.“ (5f)

„Dancing Jax“ hat mittlerweile ganz Großbritannien in seinen Bann gezogen. Die Menschen empfinden die mittelalterliche Fantasiewelt der Dancing Jax als realer als ihr wirkliches Leben, das ihnen grau und langweilig erscheint. Austerly Fellows, der sich als „Ismus“ und „Heiliger Magus“ feiern lässt, verfolgt einen perfiden Plan, bei dem ihm all jene im Weg stehen, die gegen die hypnotische Wirkung seine Buches „Dancing Jax“ immun sind.

Ulrich Ladurner, Lampedusa

h.schoenauer - 09.01.2015

Eine Insel fordert die jeweilige Bevölkerung permanent heraus, denn obwohl man eine Insel theoretisch in Ruhe lassen könnte, wetzen sich an ihr immer Mythologien, Paradiesvorstellungen, militärische Überlegungen und touristische Übergriffe ab.

Ulrich Ladurner widmet in seinem Essay seine Aufmerksamkeit der Insel Lampedusa, zwischen Sizilien und Libyen gelegen ist dieses Eiland als sogenannte „Flüchtlingsinsel“ in aller Munde. „Was hier vor sich geht, sind keine Landungen sondern geordnete Rettungsmaßnahmen“, versucht eine Inselpolitikerin den Aufruhr in Bahnen zu lenken. (125)

Chew Chia Shao Wei, Der Fels und der Vogel

andreas.markt-huter - 08.01.2015

„Irgendwie umgab den Felsblock etwa Trauriges. Er war so alt wie er aussah und lag verwittert und einsam auf dem Sand. Gemächlich ließ er seinen Gedanken ihren Lauf, während er den Wellen lauschte.“

Gelassen lässt es der Fels über sich ergehen, wie das Meer unentwegt kleine Teilchen von ihm mit sich nimmt, wohl wissend, dass er eines Tages, in weiter Ferne als kleines Sandkörnchen enden wird. Doch eines Tages geschieht etwas Außergewöhnliches. Ein Vogel flattert um den Felsblock und landet schließlich auf ihm.