matthias politicky_schrecklich schön und wildReisen ist ein Teil des Konsums, weshalb sich in unserer Gesellschaft niemand daraus davonschleichen kann. Wer nicht selbst reist, zu dem kommen andere, um zu sehen, wie jemand Sesshafter ausschaut.

Matthias Politiycki reist, seit er auf der Welt ist, um die Welt. Als Kind ist er hinten in einem Käfer gesessen und hat noch nicht gewusst, dass es reisen heißt, wenn der Vater wie wild durch die Kurven fährt.

keiko funatsu, dank des kranichs„Es kam ihm vor, als höre er einen heiseren Ruf. Er näherte sich vorsichtig und sah einen wunderschönen Kranich, der verzweifelt versuchte, sein verletztes Bein aus einer Vogelfalle zu zerren.“

Ein altes armes Ehepaar lebt in einem kleinen Häuschen auf dem Land. Nachdem der Mann in der Stadt erfolglos versucht hat Brennholz zu verkaufen, trifft er auf dem Nachhauseweg auf einen Kranich, den er aus einer Falle befreit. Am Abend klopft ein junges Mädchen an der Tür des alten Ehepaars, das sich im Schneesturm verirrt hat und um Hilfe bittet.

maik philipp, habdbuch schriftspracherwerb„Es gibt diverse Problemlagen, die ihrerseits damit zu tun haben dürften, dass die schreibdidaktische Ausbildung von Lehrpersonen allenfalls punktuell zu gelingen scheint, weil es anscheinend kein universitäres Schreibcurriculum gibt. Und dies weist wiederum auf eine Paradoxie hin: Ausgerechnet an jenem Ort, an dem so viel Wissen über evidenzbasierte Schreibfördermaßnahmen und den Schreibunterricht produziert wird, gelingt es nicht, dieses Wissen erfolgreich so aufzubereiten, dass Lehrpersonen handlungsfähig(er) werden.“ (S. 14)

Mit dem Wechsel von der Input-Orientierung auf die Output-Orientierung und der Installation eines Bildungsmonitorings hat sich ein beachtlicher Paradigmenwechsel vollzogen. In der Fachdidaktik setzt man zunehmend der Frage nach, wie sich Lerngegenstände und die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler als Kompetenzen modellieren lassen können.

andrea mills, superchecker dinosaurier„Vor Millionen von Jahren, lange vor den Menschen, beherrschte eine Gruppe bemerkenswerter Reptilien die Erde. Die Dinosaurier, was „Schreckensechse“ bedeutet, lebten alle an Land und hatten Krallen an Händen und Füßen.“ (S. 4)

„Superchecker! Dinosaurier“ bietet spannende und interessante Fakten zu den ausgestorbenen Urzeitriesen, angefangen bei ihrer Größe, ihrem Lebensraum und ihrer Lebensweise, bis hin zu ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen, heutigen Verwandten und ihrer Entdeckung und Erforschung.

harald specht, liebe, laster, leidenschaft„Etliche Besucher der weltbekannten Galerien und Museen ahnen nicht, dass viele der großen Gemälde berühmter Meister neben dem Kunstgenuss auch Geheimnisse bergen, die mindestens ebenso interessant sind, wie das künstlerische Meisterwerk selbst.“ (S. 8)

Hinter manchem großen Gemälde und Kunstwerk stecken ebenso große Geheimnisse aber auch spannende und amüsante Geschichten. „Liebe, Laster, Leidenschaft“ erzählt von diesen Geheimnissen und Geschichten und zeigt anschaulich, dass Geschichten über Kunst spannender sein können, als ein Kriminalroman.

rhoda belleza, rebellin der 1000 sterne„Normalerweise wäre Kara übe die sichere Rückkehr ihrer Schwester erleichtert gewesen, aber die Holos ergingen sich auch in den neuesten Spekulationen: Wo war Josselyn Ta’an, Rhiannons ältere Schwester? Wenn jemand im Universum die Antwort auf diese Frage kannte, dann Kara. Denn Kara war Josselyn.“ (S. 15)

Nachdem die totgeglaubte Prinzessin Rhiannon Ta’an, kurz Rhee genannt, nach Kalu zurückkehrt, um den Thron zu besteigen, stößt sie auf Widerstand in der Bevölkerung. Nero Cimna, kalusianischer Botschafter des Kronregenten, Medienstar und graue Eminenz, spielt ein teuflisches Spiel, um selbst an die Macht zu kommen. Niemand ahnt, dass Kara Prinzessin Rhees ältere Schwester Josselyn, ist und damit die wahre Thronerbin.

josef wallinger, kindheit in pradlDie affirmative Geschichtsschreibung versammelt die Menschen in ihrem biographischen Herbst und lässt sie schöne Geschichten aus der Kindheit erzählen. Dadurch wird die Vergangenheit erst einmal in eigene Worte gefasst und später zu einem Narrativ, das dem gesamten Leben einen Sinn gibt.

Josef Wallinger starte die Serie der Erinnerungen an Innsbruck mit seiner „Kindheit in Pradl“. Pradl ist dabei der Stadtteil östlich der Sill, der beinahe überall noch von Feldern umgeben ist. Der Autor empfindet seine Kindheits-Wohnung als Mittelpunkt der damaligen Welt, darum herum ist der Stadtteil Pradl aufgebaut. Das Volksschulkind schwebt ein paar hundert Meter die Hauptstraße der Pradler Straße entlang zur Volksschule, später erkundet das Kind die Umgebung, ehe es als Jugendlicher den Stadtteil auswendig gelernt und erobert hat.

allan ahlberg, baby an bord„Einmal, vor vielen Jahren, war da ein Baby in seinem Kinderwagen. Seine Schwestern waren dabei, mit belegten Broten und Saft und Spielsachen und ihre Freunde und ein Drachen und ein Hund oder zwei … am Strand.“

Ein gemütlicher Kinderausflug bei wunderschönem Wetter am Meeresstrand entwickelt sich beinahe zu einer Katastrophe. Aber das Baby hat Glück, dass sich die drei Lieblingsspielsachen seiner Schwestern im Kinderwagen befinden.

cornelia travnicek, parablühBesonders schöne Kurven gelingen in der Mathematik immer, wenn man sie als Ableitungen ausführt. Zuerst wird die Wirklichkeit auf der ersten Ebene vermessen, daraus lassen sich dann diverse Ableitungen ziehen, die die besondere Wirklichkeit aus einer Wirklichkeit herausdestillieren.

Das poetische Projekt Parablüh ist eine sogenannte Ableitungslyrik. Cornelia Travnicek zieht aus einer bereits lyrisch gezogenen Konsequenz eine weitere. Über die Gedichte der Sylvia Plath werden dabei Monologe gespannt. Sylvia Plath (1932-1963) gilt nicht zuletzt wegen ihres Suizids als Ikone für eine Literatur, die zu Lebzeiten nicht verstanden werden kann. Umso heftiger setzen sich mittlerweile ganze Generationen mit ihr auseinander, um sich mit ihr zu solidarisieren und ihr ein posthumes Farewell zu setzen.

rüdiger betram, finns fantastische freunde„Wäre ich im Park nicht stehen geblieben, um den verrosteten Kartoffelschäler aufzuheben, hätte mich das Fass ganz sicher erschlagen, und die Geschichte wäre hier schon zu Ende. Zum Glück blieb ich stehen, weil ich immer stehen bleibe, wenn vor mir etwas am Boden liegt, das man vielleicht noch gebrauchen kann.“ (S. 5)

Direkt vor Finns Nase kracht ein blaues Holzfass auf den Kiesweg im Park und wäre das nicht schon merkwürdig genug, hört er im Fass Stimmen, die sich miteinander unterhalten. Aber nicht nur das, die Stimmen machen sich auch noch über Finn lustig und bezeichnen ihn als „totalen Volltrottel“. Als Finn mit dem Kartoffelschäler höflich am Fass anklopft, setzt sich dieses dummerweise in Bewegung und rollt den Hügel im Stadtpark Richtung Teich hinab.