karin ammerer, gruseli kommt ganz groß raus„»Glaub mir, es gibt keinen Grund, dich auszulachen!«, tröstete Vamp. Gruseli nickte. Dabei wer er gar nicht so sicher, dass der Vampir wirklich recht hatte. Gruselda, Skeletto und die anderen Geisterkinder hatten sich doch über ihn lustig gemacht. Wegen der Höhenangst. Weil er sich im Dunkeln fürchtete und überhaupt, weil Gruseli gar nicht gerne spukte.“ (S. 4f)

Gruseli, das kleine Gespenst, kehrt mit gemischten Gefühlen von der Geisterschule nach Schloss Spukenstein zurück. Er hat Angst von den anderen ausgelacht zu werden, weil er nicht gerade sehr mutig ist. Unterstützt von seinem besten Freund Vamp ist Gruseli aber bereits sich der Herausforderung zu stellen.

Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst„Es gibt eine politische Dimension der Gedankenfreiheit beziehungsweise –unfreiheit: Wenn sich eine große Mehrheit keine eigenen Gedanken mehr macht, dann ist die öffentliche Meinung steuerbar und mit ihr sind auch die davon abgeleiteten politischen Entscheidungen steuerbar.“ (S. 7)

Albrecht Müller geht der gezielten Manipulation von Meinungen in der öffentlichen Diskussion und zeigt die Tricks der Meinungsbeeinflussung und der Meinungsmache auf, aber auch wie die Botschaft „Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.“ dabei hilft, sich eine eigene kritische Meinung zu bilden.

reise durch die geschichte„Die ersten Zivilisationen und Hochkulturen entstanden an den Ufern großer Flüsse – wie etwa dem Tigris und dem Euphrat in Vorderasien oder dem Nil in Ägypten –, die genügend Wasser für die Landwirtschaft liefern konnten. Erst später, als sich Fortschritt und Handel immer weiter ausbreiteten, entstanden auch in Europa große Reiche.“ (S. 34)

Alles Leben und alle Bereiche der menschlichen Kultur haben eine Geschichte. Das Kindersachbuch „Reise durch die Geschichte“ bewegt sich dabei nach Themen gegliedert durch die Vergangenheit und stellt die Veränderung und Entwicklung unterschiedlichster Bereiche wie Demokratie, Philosophie, Zeitmessung, Unterhaltung, Burgen u.a. in Form von Zeitleisten vor.

die schrift, die mitte, der trostIn der Literatur ist eine Kette nicht schwach wie am schwächsten Glied, sondern stark wie am stärksten Begriff. Die Schrift, die Mitte, der Trost ist daher eine tröstliche Unternehmung, weil der Trost der stärkste Begriff ist.

Bastian Schneider nennt seine Mikro-Texte Stadtstücke, weil sie meist auf der Bühne einer Stadt aufgeführt werden. Nach größeren Kapiteln wird deshalb immer ein Adressbuch eingeblendet, worin zu sehen ist, wo die Stücke spielen oder ihre Uraufführung erlebt haben.

magisches buch„Jakob und Sofie sind allerbeste Freunde und machen eine wundervolle Reise durch ein magisches Buch. Sie müssen Rätsel lösen und auf jeder Seite die MAGISCHE ROTE TÜR finden, hinter der das nächste Abenteuer wartet. Hilf ihnen beim Suchen!“

Die beiden Helden der Geschichte Jakob und Sofie besuchen einen geheimnisvollen Spielzeugladen mit den aufregendsten Spielsachen. Im Laden befindet sich ein magisches Buch, das sich mit Hilfe eines magischen Schlüssels öffnen lässt und das Tor in eine magische Märchenwelt öffnet.

erich ledersberger, als mein ich verschwandEines der größten Rätsel ist für einen normalen Menschen das eigene Ich. Kaum jemand kann über die Strecke seines Lebens wirklich sagen, wer er wirklich ist.

Erich Ledersberger setzt seine Helden immer dem Schneidbrenner der Persönlichkeits-Konturen aus. Nicht die Helden selbst bestimmen die Umrisse ihrer Person, meist sind es nahe Verwandte, erinnernde Nachfahren oder angekratzte Partner, die nicht nur Vorteilhaftes aus der Vorlage herausschneiden.

licht und schatten„Mein Name ist Aren und meine Geschichte ist deine Geschichte ist unsere Geschichte. Sie ist der ewige Kampf des Guten gegen das Böse. Du kennst diesen Kampf, du hast ihn am eigenen Leib erfahren. Die hellen und dunklen Tage – das Glück, das dich tanzen lässt, und den Schmerz, der dich in die Knie zwingt. Der ewige Kampf kennt keine Ruhe.“ (S. 7)

Der Tod sitzt als Habicht auf den Wipfeln einer Kiefer und wartet, als Vida an einem eiskalten Wintertag im kleinen russischen Dorf Warrosch im Jahr 1704 geboren wird. Sie ahnt nichts von dem außergewöhnlichen Leben, das ihr bevorstehen wird und sie mitten in den ewigen Kampf zwischen dem Licht und der Dunkelheit stellen wird.

schachteltexteAm Scharnier zwischen Leben und Tod trifft nicht nur das Individuum seltsame Äußerungen, indem etwa ein Gedankengang im Diesseits beginnt und im Jenseits endet, auch die dabei geschaffenen künstlerischen Werke entwickeln einen moribunden Zustand, indem Teile davon nicht mehr von dieser Welt sind.

Peter Paul Wiplinger geht mit seinen Schachteltexten an diese Todesgrenze, teils aus Gründen autobiographischer Erfahrungen, teils mit der Hoffnung, durch diese Kunstform selbst der Literatur ein Schnippchen zu schlagen und den Tod zumindest zu verblüffen. Die Schachteltexte nämlich sind monumental und fragil und sprengen die Vertriebssysteme der Literatur.

der wolf - the wolf„Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Karu. Gemeinsam mit mehreren Wölfen lebe ich im Wald deiner Heimat. / May I introduce myself? My Name is Karu. Together with other wolves I live in the woods of your country.“ (S. 6 / 6)

Die Wölfin Karu die mit ihrem Mann Teber und ihren drei Kindern Mira, Sidra und Giban im Wald lebt, erzählt ihre abenteuerliche Geschichte, die in einem Zirkus der Menschen ihren Anfang nimmt.

Griechische Mythologie und Religion„Die griechische Religion zeigt dabei, dass ganz andere Zugänge möglich sind, als sie die monotheistischen Religionen praktizieren … Unter anderem rückt so wieder mehr ins Bewusstsein, dass universalistischer Anspruch und Missionsgedanke keineswegs notwendige Wesenszüge von Religionen sind.“ (S. 1)

Die Religion spielte bei den antiken Griechen eine in vieler Hinsicht andere Rolle als in Europa im Mittelalter und in der Neuzeit. Während das Christentum sich auf die Bibel als heiliges Buch berufen hat, wurde die griechische Geschichten über die Götter von Dichtern wie Homer und Hesiod erzählt, wobei die Grenze zwischen Religion und Mythos fließend war.