Aktuelle Buchtipps

 

Nicholas Potter, Die neue autoritäre Linke

Andreas Markt-Huter - 12.06.2026

Nicholas Potter, Die neue autoritäre Linke„Große Teile dieser Linken haben sich spätestens seit dem 7. Oktober inhaltlich und ideologisch verrannt. Sie haben sich selbst verraten. Wo sind sie bloß falsch abgebogen? Oder tickten sie schon immer so und haben jetzt endlich den Mut, das sagen zu dürfen, woran sie immer glaubten?

Ausgehend vom Massaker am 7. Oktober 2023 bei dem knapp 1.200 Juden der Terrororganisation Hamas zum Opfer gefallen sind, geht Potter der Frage nach, wie sich große Teile der Linke auf die Seite der Täter stellen konnten und seither in gewaltsamen Demonstrationen gemeinsam mit Islamisten gegen Israel auftreten und einen offenen Antisemitismus zur Schau stellen.

Iva Procházková, Mentha - ein märchenhaftes Abenteuer

Andreas Markt-Huter - 11.06.2026

Iva Procházková, Mentha - ein märchenhaftes Abenteuer„Florentin seufzte, und er ging nachsehen, was den Kater so nervös machte. Es war ein kleines Mädchen. Sie lag zwischen den duftenden Minzblättern, schlief ruhig und umarmte einen rötlichen Stängel der Pflanze. Alles deutete darauf hin, dass das Mädchen … über Nacht an dem Stängel gewachsen war. Florentin stand eine Weile wie angewurzelt da und betrachtete das Mädchen.“ (S. 10 f)

Florentin, der 64-jährige Kapitän der Flussfähre „Blaue Moräne“ entdeckt eines Tages ein kleines Mädchen mitten in einer Pfefferminzpflanze, die er von einer außergewöhnlichen Marktfrau als Geschenk erhalten hat. Er nennt das Mädchen nach der Pfefferminze Mentha. Sie wächst bei ihm auf und obwohl sie ausgesprochen klein ist, lässt sie rasch besondere Fähigkeiten erkennen. Vor allem ihr Gedächtnis erweist sich als außergewöhnlich.

Thea Mengeler, Nach den Fähren

h.schoenauer - 10.06.2026

Thea Mengeler, Nach den FährenDas ideale Buch ist eine Insel. Alle Träume sind darin aufgeschrieben. Die Welt ist draußen und abgeklemmt. Alles Wichtige ist da und kann zu Fuß erreicht werden. Was man richtig aufschreibt, wird zur Wirklichkeit.

Thea Mengeler, geschult an Creative Writing und Kommunikationsdesign, stellt mit dem Roman „Nach den Fähren“ ein Bilderbuch für Große vor, in dem man nachlesen kann, was seit dem letzten gelesenen Bilderbuch so auf der Trauminsel geschehen ist.

Jane Austen, Die großen Romane

Andreas Markt-Huter - 09.06.2026

Jane Austen, Die großen Romane„Die Dashwoods waren eine alteingesessene Familie in Sussex. Sie hatten ein großes Besitztum und wohnten auf Norland Park inmitten ihrer Ländereien, wo sie seit vielen Generationen ein so achtbares Leben geführt hatten, dass sie im ganzen Bekanntenkreis in hohem Ansehen standen“ (Verstand und Gefühl, S. 9)

Passend zum 250. Geburtstag der berühmten englischen Schriftstellerin Jane Austen hat der Anaconda Verlag eine Sammlung ihrer berühmtesten Romane veröffentlicht, die von herausragenden Übersetzerinnen und einem Übersetzer in ein zeitgemäßes und überaus ansprechendes Deutsch übertragen worden sind und einen wehmütigen Hauch einer vergangenen Zeit, mit all ihren schönen und betrüblichen Zeiten vermitteln.

Martin Kolozs, Andreas Khol - Ein politisches Leben

h.schoenauer - 08.06.2026

Martin Kolozs, Andreas Khol - Ein politisches LebenTiroler gelten als Tiefwurzler, weil sie mitten in Europa verankert sind! Und obwohl in Nord- und Südtirol zweimal im Jahr massenhaft Orden über bemerkenswerte Personen ausgeschüttet werden, sind es dann immer nur wenige Solitäre, die für eine Biographie zu Lebzeiten in Frage kommen.

Andreas Khol hat als Tiroler, Verfassungsjurist, Erwachsenenbildner, politischer Kommentator, Funktionär in den höchsten Staatsämtern und schließlich als Senioren-milder Gast bei Talkshows verlässlich seine Spuren hinterlassen. Sein Geheimrezept für alle diese Betätigungsfelder liegt in der Gelassenheit und Emsigkeit, mit der er sich den Aufgaben stellt.

Johan Rundberg, Mika Mysteries - Die Spur der Meisterdiebin

Andreas Markt-Huter - 06.06.2026

Johan Rundberg, Mika Mysteries - Die Spur der Meisterdiebin„Den Blick fest auf den Horizont geheftet, macht Mika einige weitere Schritte. Wenn sie jetzt ausgleitet, kann sie sich nirgends festhalten, sie würde einfach das Blech hinunterrutschen und auf die Straße stürzen. Wenn sie Glück hätte und mit den Füßen zuerst aufkäme, würde sie vielleicht überleben. Aber wahrscheinlich wäre sie sofort tot. Das Gefühl von Freiheit lässt ihr das Blut in den Adern rauschen.“ (S. 5)

Die dreizehnjährige Mika lebt seit frühester Kindheit im Waisenhaus und hofft immer noch herausfinden zu können, wer ihre wahren Eltern sind. Mittlerweile hilft sie Amelia, der Direktorin des Waisenhauses bei der Betreuung der zahlreichen Kinder. Als sie eines Tages Ossian dabei erwischt, wie er eine kleine vergoldete Dose versteckt, ahnt sie nicht, dass dies der Auftakt zu einem gefährlichen Abenteuer sein wird.

Esther van den Berg, Ein schöner Tag im Kindergarten

Andreas Markt-Huter - 04.06.2026

Esther van den Berg, Ein schöner Tag im Kindergarten„Das ist Robin. Er geht heute in den Kindergarten! Na, Robin, freust du dich schon? »Ich will nicht in den Kindergarten!«, brüllt Robin. Aber Mama zieht ihn einfach weiter, bis sie vor dem Eingang stehen. »Na gut«, seufzt Robin. »Aber ich geh nur mal kurz gucken, hörst du?«“

Dem kleinen Robin, der zum ersten Mal den Kindergarten besuchen soll, ist ganz mulmig zumute. Nur widerwillig folgt er seiner Mutter in das Kindergarten-Baumhaus, wo Frieda, die Kindergartentante ihn begrüßt. Besorgt verabschiedet sich Robin von seiner Mutter und bittet sie, ihn bald wieder abzuholen.

Franz Kabelka, Absolute Bettruhe

h.schoenauer - 03.06.2026

Franz Kabelka, Absolute BettruheEs erscheint mittlerweile kaum mehr ein Krimi, bei dem man als Leser nicht dem Autor zurufen möchte: Schreib doch einmal etwas Wahrhaftiges!

Franz Kabelka muss sich vor fünf Jahren diesen imaginären Zuruf zu Herzen nehmen, als bei ihm Blasenkrebs festgestellt wird. Irgendwo in der Mitte der Leidensgeschichte formuliert er schließlich das Programm für die nächste Zeit: „Dies ist meine Geschichte, wie noch nie eine es war.“ (55)

S. J. King, Die Zeit-Agenten - Krawall unter Wikingern

Andreas Markt-Huter - 02.06.2026

S. J. King, Die Zeit-Agenten - Krawall unter Wikingern.„Min­Jun spähte auf seine Agentenuhr. Die Zeiger drehten sich ... rückwärts. Eine Mission der Zeit­Agenten! Die Zeit­Agenten waren ein Geheimclub. Seine Mitglieder reisten in die Vergangenheit, um die Geschichte auf Spur zu halten. Das war nicht einfach, weil dauernd ein Bösewicht namens Mora herumschlich und darin herumpfuschte. Ob Mora auch bei dieser Mission seine Finger im Spiel hatte?“ (S. 7 f)

Gerade als Min-Jun mit seinen beiden Freunden am Fluss ihr Modellsegelboot steuern bleiben seine Freunde plötzlich mitten im Lauf stehen. Mit einem Blick auf seine Agentenuhr, bemerkt er, dass sich Zeiger rückwärts drehen. Eine neue Mission für die Zeit-Agenten, steht bevor, einem Geheimklub, deren Mitglieder in die Vergangenheit reisen, um wichtige Korrekturen vorzunehmen.

Friedrich Hahn, Titel gesucht

h.schoenauer - 01.06.2026

Friedrich Hahn, Titel gesuchtEin Kind schüttet die Puzzleteile zweier Bilder in eine gemeinsame Schachtel und staunt, was für neue Möglichkeiten für ein Un-Bild sich daraus ergeben.

Friedrich Hahn baut auf dieser Parabel von Kafkaesker Klarheit die Story für seinen aktuellen Roman auf. „Titel gesucht. Fragmente. Halb Puzzle / halb Roman“ fußt auf der Überlegung, dass es im Alter nicht darum geht, Neues zu entdecken, sondern das Bekannte in der Zeitlosigkeit zu verstecken. So drängt die Frage in den Vordergrund, was denn der Sinn des Schreibens ist, wenn alles schon erzählt ist. Und schreiben könnte dann ja bedeuten, sich selbst aus der Geschichte herauszulöschen.