Jessie Burton, Die Jagd nach den magischen Münzen
„Bo Delafort war gerade zwölf geworden, als sie den Mond aus dem Schlamm der Themse zog. Sie hatte nicht nach ihm gesucht, und das war der entscheidende Punkt. Schätze findet man nicht, man wird von ihnen gefunden, wie die Flussleute gern sagten. Man braucht dafür nur ein offenes Herz.“ (S. 9)
Das arme zwölfjährige Londoner Mädchen Bo Delafort ist zwar ein Schulmädchen aber auch eine sogenannte Schlammschwalbe, wie Leute genannt wurden, die das Ufer der Themse nach brauchbaren und manchmal wertvollen Gegenständen absuchen. Eines Tages findet sie im Schlamm einen Miniaturvollmond, mit einem Rand aus dunkelroten Rubinen und einem kleinen Loch in der Mitte, der eine Vision bei ihr auslöst. Die Münze scheint magisch zu sein und Bo hat das Gefühl, als würde der Fluss selbst zu ihr sprechen und sie auffordern auch eine andere Münze zu suchen.
„Komm mit auf eine Reise rund um die Welt! In diesem Buch kannst du die ganze Welt bereisen – und dafür musst du nicht einmal ins Flugzeug steigen. Finde heraus, wie es auf fernen Kontinenten aussieht und wie die Menschen leben. Entdecke faszinierende Tierwelten und viele andere Sehenswürdigkeiten rund um den Globus. Bist du bereit? Dann kann die Reise beginnen!“ (S. 4)
„Otto saß auf der Treppe vor dem Eingang seines Schlosses, knabberte an einem Hundekeks und grübelte, wie es mit ihm weitergehen würde. Er war nicht irgendein Otto, er war eine Otto von Irgendwas, weil seine Familie mal irgendwas gewesen war, weil er in einem Schloss wohnte und weil in seinem Ballsaal Bilder all der Ottos hingen, die vor ihm gelebt hatten, Urotto, Ururotto, Urururotto und so weiter bis zu Adam und Eva, die anders geheißen hatten.“ (S. 5)
„Im epischen Schicksal des Odysseus bündeln sich somit wie in einem Prisma von zwei Seiten wertvolle Informationen: vornehmlich aus der Zeit des Dichters, aber sicherlich auch vage Kunde von einem Mann, der einst Erinnerungswürdiges getan hatte. Aus dem episch verklärten Ensemble Historisches herauszukristallisieren und das Leben des Helden vor dem Hintergrund dieser Bezüge nachzuzeichnen, ist eine mögliche und wichtige Aufgabe und Ziel dieses Buches.“ (S. 16)
„Eigentlich war Fritzi wie alle anderen Ziegen – bis auf eine Kleinigkeit: Fritzi kannte keine Furcht! Die übrigen Ziegen konnten es kaum glauben: »Hast du nicht mal Angst vor der D-d-dunkelheit?« »Oder vor dem sch-sch-sch-recklichen Schrei der Eule?« »Nö, keine Spur!«, reif Fritzi. Ja, selbst der Gedanke an den wilden Wolf jagte der kleinen Ziege nicht den leisesten Schauder über den Rücken.“
„In einem Darkly ist nichts zufällig, unabsichtlich oder schludrig. Ein Darkly ist eine schwarze Feuerlilie, ebenso magisch wie gefährlich. Es ist der Geheimclub am Ende einer dunklen Gasse, den man nur erreicht, indem man vorgestern schwachen Fußspuren auf einem verschlossenen Friedhof folgt. Eine furchterregende, wechselhafte Welt voll Fremder und Verbündeter, Geister und Dämonen, voll sanfter Hügel umhüllt von Nebel, aus dem sich alles schälen kann.“ (S. 13 f)
„Es gab einmal Zeiten, manche erinnern sich noch, da wurden die Konflikte durch Erklärungen, Entschuldigungen oder klitzekleine Racheaktionen beigelegt – oder es wurde der Rechtsweg beschritten. In den vergangenen Jahrzehnten jedoch hat sich eine Konfliktkultur mit völlig neuen Strukturen und Dynamiken herausgebildet.“
„Das Tierkommando ist eine streng geheime Superheldenorganisation, die Verbrechen bekämpft. In dieser Geschichte hilfst due Superhörnchen, ein böses Genie zu besiegen. Unterstütze Superhörnchen, in dem du die Rätsel in diesem Buch löst! Schau dir die Bilder aufmerksam an und achte stets auf die Hinweise.“ (S. 10)
Mit fünfzig hält ein sensibler Künstler meist öffentlich inne, um sein Werkeln zu reflektieren und seinem Publikum fallweise darzulegen, welche Entwicklungskurven seine Kunst genommen hat. Denn in der Kunst ist nichts geradlinig.
„Sie hatte sich keine richtige Vorstellung davon gemacht, wie es sich anfühlen würde, tatsächlich hier zu sein, ganz allein zwischen diesen unfassbar vielen Bäumen, weit weg von allen, die sie kannte, und allem, was vertraut war. Sie war zu sehr darauf konzentriert gewesen, nicht dort zu sein. Vor ein paar Wochen noch wäre sie nie auf den Gedanken gekommen, zwei ganze Monate nach Vermont zu fahren, aber nachdem ihre Welt zusammengebrochen war, hatte sie die Einladung mit Freuden angenommen.“ (S. 7)