Judith Weber, Sherlock Holmes & Dr. Watson. Der Monsterhund vom Dark Moor
„»Hallo Leute, willkommen zurück in der Baker Street in Crazy London! Hier wohnen Detektiv-Genie Sherlock Holmes und ich, John Watson. Und schon wieder passiert etwas Seltsames …« Matsch »Jemand hat alte Schuhe vor unsere Tür gestellt, Sherlock Holmes!« »Korrekt Watson.« »Wem die wohl gehören?« »Einer Gärtnerin aus dem Dorf Little Rain im Dark Moor. Sie ist Linkshänderin. Und sie kommt gleich wieder.« »Häh!?«“
Distel Dörte ist extra aus Little Rain im Dark Moor angereist, um Sherlock Holmes in einem schwierigen Fall um Hilfe zu bitten. Ein Monsterhund treibt im Dorf sein Unwesen und bringt immer mehr Leute dazu wegzuziehen. Selbst das alte Rain Cottage, der Mittelpunkt des Dorfes, steht zu Zeit leer. Alle Dorfbewohner fürchten nun, dass der Konzern Great & Greater das Rain Cottage kauft und im dazugehörigen Dark Moor ein Rechenzentrum errichtet.
„Mein Ziel ist es, die erste umfassende, sorgfältig recherchierte, aber allgemein verständliche Geschichte des Großen Aufstands zu schreiben: eine Schilderung des Aufstands selbst, seiner Auswirkungen auf die jüdischen und arabischen Nationalbewegungen Palästinas, der geopolitischen Maßnahmen, die er auslöste, und seines anhaltenden Vermächtnisses.“ (S. 13)
„Zwei Kinder werden im selben Krankenhaus geboren. Zwei Stimmchen schreien laut, dann schweigen sie. Ihre Herzen stocken. Ihre Lungen bleiben leer. Menschen rennen, Maschinen piepen. Eltern schreien. Nach einer Ewigkeit strömt neue Luft in ihre Lungen. Zwei Herzchen schlagen. Vor Freude schluchzen die Eltern. Alles ist gut gegangen. Wäre da nicht … Wäre da nicht ein Riss im Universum, der nun von einer Welt zur anderen führt.“ (S. 7)
„Hallo, liebe Leseratten! Ich heiße Petra Fuchs und bin Kinderbuchautorin. Ich erfinde und schreibe Geschichten, aus denen Bücher gemacht werden. Oft fragen mich die Kinder, wie solch ein Bilderbuch eigentlich entsteht. Das wollt ihr auch gern wissen? Dann blättert doch einfach mal um.“
„Es war früher Nachmittag, als Herr Fuchs mit einem ganzen Mülleimer voller verstaubter Ideen aus dem Keller kletterte, die Haustür öffnete und alles in die Tonne kippte. Bevor er mit dem Schreiben eines neuen Buches begann, konnte es nicht schaden, ein bisschen aufzuräumen.“ (S. 8)
Ein echter Zirkus verwandelt jene Glücksvorstellungen, die im Laufe einer Kindheit aufgekeimt sind, in raren Fällen bei Erwachsenen zu einem realen Paradies. Der Weg zum Zirkus ist jedenfalls wie die meisten Bildungswege holprig und absonderlich.
„Kennst du das riesige goldene Feld neben dem kleinen Wald, ganz in der Nähe deiner Straße? In genau diesem Feld wohnt, versteckt zwischen Halmen und Ähren, eine ganze Kolonie winziger, plüschiger Mäuse. Allen von ihnen sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Ihr goldbraunes Fell glänzt, ihrer Mäusebacken sind prall gefüllt, und sie trippeln elegant wie kleine Tänzerinnen durchs Feld. Ja, so sind sie wirklich alle – alle außer Atti und Georgia.“
„Schon mal was von Wellen mit Sturmfrisur gehört? Oder von Kröten, die auf Flöten tröten? Nein? Dann wird’s Zeit für diesen fröhlichen Gedichtband! Inspiriert vom fantasiereichen Reimkünstler James Krüss tummeln sich in jeder Menge Wortspielen, Quatschgedichten und Sprachspielereien allerlei tuschelnde Muscheln, Seesternschnuppen und bellende Rollmöpse.“
„Der Morgennebel hatte sich noch nicht gelichtet, als er das rote Segel sah. Anfangs war es nur ein vager Umriss im blassgrauen Dunst, ein dunkler Fleck, der nach ein paarmal Blinzeln eine blutrote Färbung annahm. Während Ruhlin das Segel noch neugierig betrachtete, bemerkte er, dass sich darauf ein Symbol befand. Das Segeltuch flatterte in der steifen Brise, die über den selten ruhigen Wassern des Styrnspeldter Meeres wehte, und nach einem weiteren Blinzeln erkannte er das Zeichen von Ulthnir, dem Ersten der Götter, mit gekreuztem Hammer und Schwert.“ (S. 11)
„Mit einem erstickten Schrei ließ die Bäuerin den eisernen Schlüssel fallen, griff nach ihrer Laterne und rannte davon. Immerzu die unheimliche, dunkle Schlucht entlang, zurück in die Richtung, aus der sie gekommen war. Hinter ihr rückte der unwettergebeutelte Berg allmählich in die Ferne, während sich das wilde Geheul der schwarzen Bestie, das selbst die krachenden Donnerschläge übertönte, tief in ihr Mark grub.“ (S. 8)