Barbara Balldini, Besser Schlampe als gar kein Sex
Guten Sex hat man dann, wenn man gut davon spricht, auch wenn man keinen hat. Noch immer ist nämlich nicht geklärt, ob man zuerst über den Sex gut sprechen muss, um einen zu haben, oder zuerst einen haben muss, um gut darüber zu reden.
Diesen tagesfüllenden Fragen geht Barbara Balldini in ihrem Sexführer nach, den sie keusch "intimen Schriftverkehr" nennt.
Ein Mythos dient meist dazu, etwas Tabuisiertes darzustellen und durch seine pure Benützung Identität zu schaffen. So hat also jedes Land, das etwas auf sich hält, einen spezifischen Mythos, damit die Gegend und deren Bewohner als einmalig erkannt werden können.


Träume sind das halbe Leben, heißt es im Volksmund. Ob man sie nun bei Tage als unerreichte Zukunftspläne aussitzt, in der Nacht als handfeste Geschichten herunter spult oder auf der Couch dem Psychiater an den Kopf wirft, immer geht es um einen beinahe komplementären Zustand zur sogenannten Realität.
Auch wenn der Alltag manchmal in seiner flachen Erscheinung das Hirn gerne in einem Flachbett ruhen lässt, gibt es erstaunlicherweise gerade im Schulsystem immer wieder Pädagoginnen und Pädagogen, die beim Betreten des Unterrichtsgebäudes die allgemeine Narkose beenden und sich Gedanken machen.
Oft lässt sich das Gemüt eines Landstriches am besten dadurch beschreiben, dass man eine skurrile Person in Szene setzt, die sowohl Wahnsinn wie auch Alltagsweisheit in sich vereint.
Manche Situationen schreien geradezu nach einem philosophischen Satz, der die verzwickte Lage auflöst. In Wirklichkeit sagte ich nichts ist vielleicht eine Erlösungsformel, die ein geordnetes Weiterleben zumindest für die nächste Viertelstunde ermöglicht.
In wirklich guten Erzählungen muss der Erzähler zu Tode kommen, weil es nach der Erzählung keinen Lebenssinn mehr gibt.