Caroline O'Donoghue, Skipshock
„Doch hier war sie nun: Sie steckte fest, drohendes Unheil ballte sich über ihr zusammen, und sie war ganz allein. Kein neuer Anfang und auch keine schlecht gefärbten Haare würden daran etwas ändern. Wie dumm sie gewesen war, das zu glauben. Der Zug nahm wieder Fahrt auf. Ein schrilles, kreischendes Geräusch, war zu hören, wie Metall auf Metall, und sie wusste, dass der Zug schwer gegen die Dunkelheit ankämpfte.“ (S. 19)
Nach dem Tod ihres Vaters befindet sich die sechzehnjährige Margo in einer psychisch schwierigen Lage und wird von der Schule in eine Therapie gedrängt. Ihre Mutter Donna-Anne sieht sich von der Situation überfordert und beschließt ihre Tochter auf ein Internat in Dublin zu schicken. Und so macht sich Margo kurz vor ihrem Geburtstag auf den Weg, um mit dem Zug von Cork nach Dublin zu fahren. Sie ahnt nicht, dass sie sich auf eine Reise in eine unbekannte fantastische Welt begibt.
„Hey Du! Erstens kommt es anders / und zweitens: nichts ist sicher / drittens: lass besser das gekicher / dies ist ein abenteuerbuch / und dich ereilt ein fluch / wenn du es nicht zu ende liest / gruß / das Dichterbiest“
„Weißt du, was das ist? Das ist eine Jackentasche. Und darin wohnen … Stock und Stein. Hallo! Hi! Zumindest haben sie so lange darin gewohnt, bis der Tag der Tage kam: Waschtag! Einer wird gehen: ihr oder ich. An dem Tag kam eine große erwachsene Hand und warf Stock und Stein einfach so vor die Tür.“
„Meine Mutter ist eine Träumerin. Und mein Vater … nun, der ist handwerklich sehr geschickt. Meine großen Brüder bauen gern alles Mögliche. Und ich? Ich weiß nicht … Ich habe so viele Fragen.“
„Sie erwachte lange vor Sonnenaufgang. Die Kinder schliefen noch, alles war still. Und doch vernahm sie, dass dort draußen etwas lauerte. Schließlich gab sie es auf, wieder einzuschlafen, schlang sich eine Decke um die Schultern und setzte sich wartend ans Fenster. Als der Morgen graute, schälten sich die vertrauten Formen aus der Dunkelheit. Die zackigen Spitzen der Nadelbäume, das schiefe Dach der Scheune, die Axt, die immer noch im Hackklotz steckte. Und etwas, das nicht dort hingehörte. Sie blinzelte, doch die Gestalt verschwand nicht.“ (S. 9)
„Für die alten Griechen hatten die Naturgewalten sowie Erde und Himmel die Gestalt von Göttern. Die ersten Götter, die sogenannten Urgötter, entsprangen dem Chaos und erschufen später die Riesen und Titanen. Laut dem griechischen Dichter Hesiod gab es zu Beginn der Zeit nichts als eine formlose und unendliche Leere, die Chaos genannte wurde. Aus dieser instabilen Kraft entstanden die Göttin Nyx und ihr Bruder Erebos als dunkle Wesen.“ (S. 10)
„Hallo zusammen, ich begrüße euch zu diesem WAHNSINNIG SPANNENDEN Buch zum Thema GRÖSSE. AUFGEREGT? ALSO ICH SCHON! Als erstes brauchen wir ein paar Helfer … MARCEL! STEVE! Ihr werdet das ganz toll machen. Wir sagen den beiden schon mal DANKE. DANKE, Marcel. DANKE, Steve. Und los geht’s!“
„Florentin seufzte, und er ging nachsehen, was den Kater so nervös machte. Es war ein kleines Mädchen. Sie lag zwischen den duftenden Minzblättern, schlief ruhig und umarmte einen rötlichen Stängel der Pflanze. Alles deutete darauf hin, dass das Mädchen … über Nacht an dem Stängel gewachsen war. Florentin stand eine Weile wie angewurzelt da und betrachtete das Mädchen.“ (S. 10 f)
„Die Dashwoods waren eine alteingesessene Familie in Sussex. Sie hatten ein großes Besitztum und wohnten auf Norland Park inmitten ihrer Ländereien, wo sie seit vielen Generationen ein so achtbares Leben geführt hatten, dass sie im ganzen Bekanntenkreis in hohem Ansehen standen“ (Verstand und Gefühl, S. 9)
„Den Blick fest auf den Horizont geheftet, macht Mika einige weitere Schritte. Wenn sie jetzt ausgleitet, kann sie sich nirgends festhalten, sie würde einfach das Blech hinunterrutschen und auf die Straße stürzen. Wenn sie Glück hätte und mit den Füßen zuerst aufkäme, würde sie vielleicht überleben. Aber wahrscheinlich wäre sie sofort tot. Das Gefühl von Freiheit lässt ihr das Blut in den Adern rauschen.“ (S. 5)