Horst Schreiber, Nationalsozialismus und Faschismus in Tirol und Südtirol

Horst Schreiber hat sich mit seinen Forschungen zur Zeitgeschichte Tirols einen Namen gemacht. Nun legt er ein beeindruckendes Sachbuch für Jugendliche vor.
Nationalsozialismus und Faschismus in Tirol und Südtirol basiert auf fundierter Quellenforschung, ist auf der Höhe des aktuellen Forschungsstandes und besticht (dennoch) durch Verständlichkeit und Lesbarkeit. Schreibers Arbeit richtet sich an Jugendliche ebenso wie an historisch interessierte Erwachsene.
Hilf dir selbst, sonst hilft dir Gott. So in etwa könnte die Grundbotschaft jener beiden Erzählungen lauten, die den Ich-Erzähler an jene Grenze gebracht haben, hinter welcher entweder das Jenseits oder die irdische Verstümmelung warten.
Es war im November 2006. - Während die Leser bereits eine Gänsehaut aufstellen, wie sie es für jene Krimis gelernt haben, welche mit einer furchtbar detaillierten Zeitangabe beginnen, ist Entspannung angesagt. Die Autorin hat an diesem markant-gewöhnlichen Datum nämlich einfach bloß beschlossen, ein Buch über ihre Tätigkeit am Brenner zu schreiben.
Wahrscheinlich wird niemand wegen eines Librettos in die Oper gehen. Aber wenn das dramaturgische Rückgrat einer solchen Aufführung spannend ist, ist es sicher kein Schaden für das Gesamtkunstwerk.
Toll, die Tiroler, ein kleiner Fetzen des Beobachters, und schon ist daraus ein Troll geworden. Feine Wochenend-Leute, wenn sie sich über den Samstags-Misthaufen lustig machen, geraten oft selbst in eine Situation, worin sich der Rezipient die Nase zuhält.
"Niemand schläfert dich so gut ein wie ein deutscher Schriftsteller". Was Mark Twain einst sarkastisch über die deutsche Literatur formuliert hat, greift Dietmar Bittrich für ein geradezu sensationelles Projekt auf, er garantiert die besten Einschlafgeschichten der deutschen Dichtung.
Ein ziemlich ungemütlicher Titel, Der Befall, erinnert an Maul- und Klauenseuche, wenn ganze Tierherden befallen werden. Und dabei ist es ein schöner, harmonischer, umfangreicher Roman.
Es gibt so Landstriche auf dem Kontinent, wo sich tatsächlich hinter jeder geographischen Krümmung eine neue Welt auftut.
Obwohl der Stoff eigentlich aus der Pigment-Biologie stammt, ist er wie geschaffen für die Literatur. Luciferin, das wie ein Putzmittel oder ein weiblicher Teufel klingt, ist ein seltsamer Leuchtstoff, halb Verwesung, halb Erotik.
Was am Brenner beginnt, wird für den gelernten Tiroler Leser aufregend! - Tatsächlich lässt Andreas Renoldner den Ich-Erzähler seiner Petrarca-Reise am Brenner starten, weil es da bald einmal ohne zu treten hinunter geht und so die Reise flott begonnen werden kann.