German Sadulajew, Ich bin Tschetschene
Üblicherweise tritt man als Leser so genannten patriotischen Formulierungen mit gemischten Gefühlen entgegen, und tatsächlich klingen sie auch seit Kennedys Berlins-Sager je nach Tagesverfassung unverfroren oder kitschig.
German Sadulajew erzählt unter der klaren Fügung Ich bin Tschetschene von einer Gegend, von der wir letztlich seit Jahrhunderten fast nichts wissen.
Im Film Teorema von Pier Paolo Pasolini taucht eines Tages ein wunderschöner Mann in einer Villa auf und macht alle zuerst sexuell und später mit dem Kopf verrückt.
So genannte Baulöwen haben oft Dreck am Stecken und sind daher für Fernseh-Serien und Krimis ideal geeignet, einen interessanten Helden abzugeben.
Die Altersgeilheit geht oft seltsame Wege, am ehesten erkennt man sie daran, dass sie sich an Kleinigkeiten aufhängt.

Nach einem Verkehrsunfall ist eine Kuh in einen Vorder- und einen Hinterteil zerbrochen, der Vorderteil brüllt erbärmlich und der Gendarm Johann Natter versucht, das Tier zu erlösen. Aber so sehr er auch schießt, das Tier lässt sich keinen Gnadenschuss verpassen.
In der Literatur gibt es eine eigene Kategorie von Regen-Romanen, darin wird alles hinter einem Guss aus Wasser erzählt, die Konturen der Helden sind naturgemäß mit der Umwelt verflossen und die Seele der Figuren zieht sich dabei auf das Erbärmlichste zusammen und verkriecht sich unter der eigenen nassen Haut.
Je seltsamer das Anliegen der Klientin formuliert ist, umso seltsamer wird der beauftragte Privatdetektiv.